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Papst Leo XIV. kommt: Millionen erwartet, Kosten von 25 Mio.

Ein Besuch von historischen Dimensionen

Papst Leo XIV. wird an diesem Samstag zu einer siebentägigen apostolischen Reise in Spanien eintreffen. Die Reise führt ihn nach Madrid, Barcelona sowie auf die Kanarischen Inseln Gran Canaria und Teneriffa. Auf dem dicht gedrängten Programm stehen rund 30 offizielle Termine und Begegnungen, darunter mehrere Großveranstaltungen, bei denen die Veranstalter mit fast zwei Millionen Teilnehmern rechnen. Die Kosten für den Besuch werden auf etwa 25 Millionen Euro veranschlagt, während der wirtschaftliche Rückfluss für das Land auf über 150 Millionen Euro geschätzt wird. Rund 5.000 Journalisten haben sich akkreditiert, um über das Ereignis zu berichten, wie Europa Press aus Kreisen der Organisation erfuhr.

Die größten Veranstaltungen im Überblick

Die spektakulärste Veranstaltung wird die Messe am Cibeles-Brunnen in Madrid sein, zu der bis zu einer Million Gläubige erwartet werden. Bei der Jugendvigil auf der Plaza de Lima sollen 600.000 junge Menschen teilnehmen. Im Estadio Santiago Bernabéu versammeln sich bis zu 70.000 Mitglieder der Diözesangemeinde, während im Olympiastadion Lluís Companys in Barcelona 40.000 Besucher erwartet werden. In der Sagrada Família wurden 8.000 Einladungen verteilt. Für die Messe im Estadio de Gran Canaria sind 36.000 Gläubige gemeldet, auf Teneriffa werden 25.000 Teilnehmer zur Abschlussmesse erwartet.

Rekordverdächtiges Sicherheitsaufgebot

Um einen reibungslosen Ablauf des Besuchs zu gewährleisten, wird in Madrid ein beispielloses Sicherheitsaufgebot von über 14.000 Einsatzkräften sowie rund 1.000 Sanitätern die Menschenmengen überwachen – ein in der demokratischen Geschichte Spaniens einmaliges Ausmaß. Auch in Katalonien ist ein breit angelegtes Sicherheitskonzept vorbereitet, das 5.600 Beamte der Mossos d’Esquadra und 500 Stadtpolizisten umfasst. Hinzu kommen rund 17.000 freiwillige Helfer, die den Ablauf unterstützen.

2.500 Kilometer Luftlinie, fast 20 Kilometer im Papamobil

Addiert man die direkten Strecken zwischen den Städten, legt der Pontifex insgesamt 2.500 Kilometer zurück. Allein in Madrid wird er fast 20 Kilometer im Papamobil durch die Stadt fahren, um den Menschen nahe zu sein. Insgesamt kommen während der Reise zwei Papamobile und drei Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Der siebentägige Trip folgt einer auf die Minute genau durchgetakteten Agenda mit 30 offiziellen Terminen – private Besuche nicht mitgerechnet. Der Papst wird dabei 12 Reden, fünf Predigten und fünf Grußworte halten. Zu einem privaten Treffen mit Premierminister Pedro Sánchez kommt es einmal, mindestens fünf weitere Begegnungen sind im Programm vorgesehen.

100.000 Blumen schmücken Madrid

Zur Begrüßung des Papstes wurden die Madrider Gärten mit 100.000 Blumen geschmückt, darunter Petunien, Tagetes, Fleißige Lieschen, afrikanische Margeriten, Sonnenblumen und verschiedene Zinnien-Sorten. Bei der Fronleichnamsmesse am Cibeles-Brunnen werden 2.300 Ministranten die Kommunion austeilen und dabei ebenso viele Pyxiden (Hostiengefäße) mit jeweils 200 geweihten Hostien verwenden. Nach der Messe zieht der Pontifex in einer Prozession hinter der Monstranz her und legt dabei eine Strecke von 3.355 Metern zurück. Der Chor und das Orchester bestehen aus rund 400 Mitgliedern: dem Orchester und Chor des Weltjugendtags, dem Chor des Heiligen Johannes von Ávila, der Escolanía des Klosters San Lorenzo del Escorial, der Escolanía der Abtei Santa Cruz und der Escolanía des Weltjugendtags. Zwischen Cibeles und der Plaza de Lima wurden 72 Großbildschirme installiert (42 am Cibeles und 30 bei der Jugendvigil). Bei der Jugendvigil gibt es zudem fast 1.300 Lautsprecher entlang der gesamten Route, 90 Trinkwasserbrunnen und 1.300 Sanitäter.

Besuch im Gefängnis und in der Sagrada Família

In Barcelona wird der Papst das Gefängniszentrum Brians 1 besuchen und dort mit rund 70 Insassen im Auditorium zusammentreffen, in dem jeden Sonntag die Messe gefeiert wird. Bei der Gebetsvigil im Olympiastadion Lluís Companys werden bis zu 40.000 Menschen erwartet. Die Basilika Sagrada Família hat 8.000 Einladungen verteilt. Der Papst wird eine Messe anlässlich des 100. Todestages von Antoni Gaudí feiern und den Christusturm einweihen, der mit 172,5 Metern den höchsten Punkt des Gotteshauses bildet. Insgesamt besteht die Kirche aus 18 Türmen: 12 für die Apostel, vier über der Vierung (für die Evangelisten), einer über der Apsis (für die Jungfrau Maria) und der zentrale Glockenturm, der Jesus gewidmet ist.

Die Kanaren: Begegnung mit Migranten im Mittelpunkt

Bei seiner Ankunft auf Gran Canaria wird der Papst im Hafen von Arguineguín 1.800 Menschen aus Migrantenfamilien mit ihren Kindern treffen. Im Estadio de Gran Canaria werden bis zu 32.000 Gläubige erwartet. Auf Teneriffa besucht er das Zentrum Las Raíces, in dem derzeit 753 Migranten untergebracht sind. Bei der Abschlussmesse im Hafen von Puerto de la Cruz werden drei Holzboote (Cayucos) neben dem Altar aufgestellt, um auf das humanitäre Drama der Migrationsroute über den Atlantik aufmerksam zu machen.

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