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Quevedos „Geräteschuppen“: VIP-Area mit kanarischem Charme

Von der „Casita“ zum „Cuarto de Aperos“

Wenn Bad Bunny seine „Casita“ hat, dann könnte Quevedo seinen ganz eigenen „Geräteschuppen“ besitzen – zumindest in der Fantasie. Genau diese Idee hat der Content Creator Álvaro Luis Hernández in die Mikrofone von Radio Club SER getragen. Er verwandelte eines der meistdiskutierten Phänomene der aktuellen Tournee des puerto-ricanischen Superstars in eine Fantasie mit kanarischem Akzent. Die Idee ist ebenso einfach wie effektiv: Man stelle sich vor, welche Berühmtheiten von den Kanarischen Inseln ein Anrecht auf jenen exklusiven Bereich hätten, der normalerweise den Auserwählten vorbehalten ist – nur dass die karibische Villa durch eine Konstruktion ersetzt wird, die viel näher an der ländlichen Vorstellungskraft des Archipels liegt.

„La Casita“: Ein soziales Phänomen auf Tournee

Der Einfall entspringt der viralen Wirkung, die Bad Bunnys „La Casita“ auf seinen Konzerten erzielt hat. Während seiner Tournee hat der puerto-ricanische Sänger diese Struktur zu einem der großen Zugpferde der Show gemacht: ein Bereich innerhalb der Veranstaltungsstätte, in dem sich bekannte Gäste, Prominente, Künstler und populäre Gesichter versammeln. Teil von „La Casita“ zu sein, bedeutet nicht nur, das Konzert von einem privilegierten Ort aus zu sehen, sondern Teil der Inszenierung des Abends zu werden. Die Kameras richten sich auf die Besucher, die sozialen Netzwerke kommentieren jede Erscheinung, und jeder Auftritt entwickelt sich beinahe zu einem eigenständigen Ereignis parallel zur eigentlichen Show.

Kanarische Version: Der Geräteschuppen als Kulturgut

In Álvaro Luis Hernández‘ Vorschlag wird diese Idee in die kanarische Sprache übersetzt – mit einem Bild, das jeder wiedererkennt, der in der Nähe von Feldern, Mittelgebirgsregionen oder Fincas aufgewachsen ist: der „cuarto de aperos“, der Geräteschuppen. In seiner ursprünglichen Bedeutung handelt es sich um ein kleines landwirtschaftliches Gebäude, das dazu dient, Werkzeuge, Ackergeräte und alle mit der Feldarbeit verbundenen Utensilien zu lagern. Auf den Kanaren hat der Begriff jedoch eine eigene kulturelle Konnotation bekommen: Er steht für Zusammenkünfte, improvisierte Feste, gemeinsame Mahlzeiten, Plastikstühle, volle Kühltruhen und jenen Punkt alltäglichen Humors, der aus jeder Ecke einen Treffpunkt macht.

Nicht einfach nur berühmt – man muss ein kanarisches Symbol sein

Der Witz des Konzepts liegt darin, dass es nicht reicht, berühmt zu sein: Man muss auch etwas von einer kanarischen Ikone haben. Deshalb mischt die von dem Content Creator vorgeschlagene Liste populäre Musik, Politik, Fernsehen, soziale Netzwerke, Sport, Humor und Wirtschaft. In Quevedos imaginärem „Geräteschuppen“ würden so bekannte Namen Einzug halten wie Pepe Benavente, K-Narias, Rosa Dávila, Fernando Clavijo, Alejandro Tosco, Juan Carlos Castañeda Baute, Miguel Daswani, Ceci Wallace, Mel Omana – und sogar der Besitzer von Fred. Olsen Express. Die Liste lebt genau von diesem Kontrast. In einem einzigen symbolischen Raum würden Volksfestkünstler, institutionelle Persönlichkeiten, Kommunikatoren, digitale Schöpfer und Profile, die eng mit dem sozialen Gefüge der Kanaren verbunden sind, Platz finden. Es handelt sich nicht um eine feierliche Auswahl, sondern um ein amüsantes Porträt dessen, was ein VIP-Bereich mit insularem Ursprung sein könnte. Weniger roter Teppich, mehr Landgut. Weniger Champagner, mehr Erfrischungsgetränk im Plastikbecher. Weniger internationale Pose, mehr Spruch an der Theke, lange Tischgespräche und lokale Verbundenheit.

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