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Leichter Rückgang der Flugkapazitäten auf die Kanaren im Sommer 2026

Leichter Kapazitätsrückgang für die Kanaren erwartet

Der spanische Luftfahrtverband ALA (Asociación de Líneas Aéreas) rechnet für die Sommersaison 2026 auf den Kanarischen Inseln mit einem leichten Rückgang der angebotenen Flugkapazitäten. Demnach ist die Zahl der programmierten Sitzplätze im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent gesunken. Als Grund nennt der Verband, dass der Zuwachs im Jahr 2025 bereits außergewöhnlich hoch ausgefallen war. Für Gesamtspanien fällt die Entwicklung deutlicher aus: Hier sinkt die Kapazität um 5,7 Prozent auf insgesamt 260 Millionen Sitzplätze, trotz der anhaltenden Herausforderungen durch den Konflikt im Nahen Osten.

Gesamttrend bleibt positiv, doch Unsicherheiten bleiben

Die Luftfahrtbranche blickt nach Angaben des ALA insgesamt positiv auf das laufende Jahr. In den ersten Monaten verzeichnete der Luftverkehr ein Wachstum von 3,2 Prozent mit insgesamt 65,63 Millionen beförderten Passagieren. ALA-Präsident Javier Gándara zeigte sich zwar optimistisch für den kommenden Sommer, mahnte jedoch zur Vorsicht. „Die Fluggesellschaften gehen optimistisch in den Sommer, aber man muss die Zahlen vor dem Hintergrund der steigenden Treibstoffkosten und der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit mit Vorsicht betrachten“, so Gándara. Er wies zudem darauf hin, dass die veröffentlichten Zahlen die geplanten Kapazitäten der Airlines darstellen. Wie viele dieser Sitzplätze tatsächlich von Passagieren belegt werden, werde sich erst am Ende der Saison zeigen.

Regionale Unterschiede: Andalusien und Balearen legen zu

Die Entwicklung der Flugkapazitäten verläuft regional sehr unterschiedlich. Während die Kanaren das bereits erwähnte Minus von 2,5 Prozent verzeichnen, verzeichnen andere Regionen Zuwächse. An der Spitze liegen die Flughäfen Almería (+22%), Jerez (+15%) und Alicante (+14%). Auf regionaler Ebene wächst Andalusien um 9,8 Prozent und die Balearen um 2,6 Prozent. Auch die großen Drehkreuze verzeichnen Zuwächse: Der Flughafen Madrid-Barajas legt um 8 Prozent zu, Barcelona-El Prat um 7,6 Prozent.

Herausforderung neues EU-Einreisesystem EES

Ein großes Thema für den anstehenden Sommer ist die Einführung des neuen EU-Einreisesystems EES (Entry/Exit System). Seit April 2026 ist es für Reisende aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums, wie zum Beispiel dem Vereinigten Königreich, verpflichtend. Bei der Einreise müssen biometrische Daten wie Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild erfasst werden. ALA-Präsident Gándara appellierte an die Verantwortlichen, dieses System mit der nötigen Flexibilität umzusetzen, um lange Warteschlangen und verpasste Flüge zu vermeiden. „Wir hoffen, dass dies den Sommer so wenig wie möglich beeinträchtigt“, sagte Gándara.

Besonders betroffen sind spanische Flughäfen, bei denen britische Touristen die größte Besuchergruppe stellen. Der Verband arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Innenministerium, das für die Grenzkontrollen zuständig ist, und mit der Flughafenbetreibergesellschaft Aena zusammen. Ziel ist es, durch klare Beschilderung und Hilfspersonal an den Flughäfen die Passagiere bestmöglich durch den neuen Prozess zu lotsen.

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