Unbefristeter Streik legt Flughafen-Abfertigung lahm
Die Gewerkschaften CCOO, UGT und USO haben einen unbefristeten Streik für die Bodenpersonal-Mitarbeiter des Dienstleisters Groundforce ausgerufen. Der Arbeitskampf beginnt am Montag, dem 30. März, und wurde gegenüber der ursprünglich für Freitag geplanten Ankündigung um drei Tage verschoben. Der Streik wird in drei täglichen Zeitfenstern durchgeführt: von 5:00 bis 7:00 Uhr, von 11:00 bis 17:00 Uhr und von 22:00 bis 0:00 Uhr.
Vier Kanaren-Flughäfen direkt betroffen
Der Ausstand betrifft die sogenannten Handling-Dienstleistungen (Assistenz am Boden) an insgesamt zwölf spanischen Flughäfen. Darunter sind vier auf den Kanarischen Inseln: Gran Canaria (LPA), Teneriffa Süd (TFS), Teneriffa Nord (TFN), Lanzarote (ACE) und Fuerteventura (FUE). Weitere betroffene Flughäfen sind Barcelona, Madrid, Alicante, Valencia, Palma de Mallorca, Ibiza, Málaga und Bilbao.
Etwa 1.000 Beschäftigte auf den Inseln im Streik
Laut der Federación de Servicios a la Ciudadanía de CCOO Canarias sind auf dem Archipel etwa 1.000 Arbeiter von der Streikmaßnahme betroffen. Die Gewerkschaft betont die besondere Bedeutung des Konflikts für die Kanaren: Da es sich beim Handling um einen Schlüsselservice für den Flughafenbetrieb handle, sei die Aktion angesichts des hohen Gewichts des Luftverkehrs für die regionale Wirtschaft und der großen Zahl involvierter Arbeitnehmer von großer Tragweite.
Gebrochene Lohnzusagen als Streikgrund
Laut den Gewerkschaften ist der Streikaufruf eine Reaktion auf die Nicht-Einhaltung von Gehaltszusagen durch die Unternehmensleitung, die im Tarifvertrag festgehalten sind. Sie werfen Groundforce vor, die Artikel des Tarifvertrags einseitig zu ihren Gunsten auszulegen, was in der Praxis zu einem direkten Verlust der Kaufkraft der Belegschaft führe.
Konkret beklagt CCOO, das Unternehmen nutze eine restriktive Auslegung von Artikel 96 des Vertrags, um die Bestimmungen von Artikel 94 auszuhebeln. Dieser Artikel 94 sichere eigentlich eine Gehaltsanpassung entsprechend der seit 2022 angefallenen Inflation zu. Zudem wirft CCOO der Geschäftsführung vor, bei vereinbarten Gehaltserhöhungen für bestimmte Berufsgruppen Kürzungen vorgenommen zu haben. Dies stelle einen direkten Verstoß gegen den gültigen Tarifvertrag dar und schaffe ungerechtfertigte Ungleichheiten innerhalb der eigenen Belegschaft.

