Seismische Serie nach ruhiger Woche
Nach einer Woche der Ruhe hat das Nationale Geographische Institut (IGN) in der Nacht zum Samstag, dem 14. März 2026, erneut eine Serie von Erdbeben auf Teneriffa registriert. Insgesamt wurden 50 Mikrobeben westlich der Caldera Las Cañadas del Teide erfasst. Von diesen konnten 21 Beben präzise lokalisiert werden. Wie das IGN gegenüber der Nachrichtenagentur EFE mitteilte, wurde keines der Erdbeben von der Bevölkerung gespürt.
Technische Daten der Beben
Die seismischen Ereignisse fanden in einer Tiefe zwischen 10 und 16 Kilometern statt. Die maximale Magnitude lag bei 1,8 auf der mbLg-Skala, die für lokale Beben auf den Kanaren verwendet wird. Ein charakteristisches Merkmal dieser Serie war, dass die Erdbeben von Signalen mit niedriger Frequenz begleitet wurden. Solche Signale sind typisch für Bewegungen von Fluiden, wie Magma oder Gasen, im Untergrund und werden im vulkanischen Kontext regelmäßig beobachtet.
Konstante Aktivität ohne erhöhte Gefahr
Die aktuelle Serie bestätigt den anhaltenden, aber stabilen Zustand der seismovulkanischen Aktivität auf Teneriffa. Wie die Experten des IGN betonen, wechseln sich in der Region seit längerem herkömmliche Erdbeben mit Ereignissen niedriger Frequenz ab. Diese Aktivität ist Teil der normalen Dynamik des Vulkangebietes. Es gibt laut den Behördenkeine Anzeichen für eine Zunahme des Eruptionsrisikos, weder kurzfristig noch mittelfristig. Die Überwachungsnetze des IGN arbeiten kontinuierlich, um alle Veränderungen im Untergrund des Teide-Massivs genau zu erfassen.

