Neuer Käfer bereichert die Artenvielfalt der Kanaren
Teneriffa hat einen Neuzugang im weltweiten Inventar der Artenvielfalt zu verzeichnen. Ein Käfer, der in der Schlucht Barranco de Lora in der Gemeinde Los Realejos entdeckt wurde, wurde von der Wissenschaft als Mycetaea tenerifensis beschrieben – eine echte Bereicherung für die Naturgeschichte der Inseln.
Fundort im Norden Teneriffas
Die Art gilt als endemisch für die Kanarischen Inseln. Bislang wurde sie ausschließlich im Barranco de Lora in Los Realejos im Norden Teneriffas nachgewiesen. Die Exemplare wurden durch Sieben von Erde unter einem Feigenbaum in etwa 400 Metern Höhe gewonnen. Dies deutet auf einen sehr spezifischen Lebensraum hin, der für die winzigen Käfer offenbar ideale Bedingungen bietet.
Beschrieben wurde Mycetaea tenerifensis in einer Studie, die im renommierten Zoological Journal of the Linnean Society veröffentlicht wurde. Das Forscherteam um Wioletta Tomaszewska, Emmanuel Arriaga-Varela und Karol Szawaryn untersuchte darin die Vielfalt und die evolutionären Verwandtschaftsverhältnisse der Familie Mycetaeidae – eine Gruppe von Käfern, die außerhalb der Fachwelt kaum bekannt ist. Die Entdeckung ist ein weiterer Baustein im Puzzle der Artenvielfalt der Kanaren.
Der Fund fügt der bekannten Fauna der Kanarischen Inseln eine weitere endemische Art hinzu. Er lenkt den Blick auf die Gruppe der Wirbellosen, die noch viele Schlüssel zur Biodiversität der Inseln bereithält. In einem Gebiet, das durch Isolation und eine eigenständige Evolution geprägt ist, hilft jede neu beschriebene Art, ein Stück mehr über die Naturgeschichte des Archipels zu verstehen. Die Daten zu Mycetaea tenerifensis sind im BIOTA-System, dem Biodiversitätsdatenbank der Kanarischen Inseln, abrufbar.

