Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
La Palma entwickelt sich zum deutschen Tourismus-Paradies
Die Kanareninsel La Palma hat sich zu einem der wichtigsten Ziele für den deutschen Tourismus in Spanien entwickelt. Aktuelle Daten zeigen: Der deutsche Markt ist die wichtigste internationale Referenz für die Isla Bonita (wie die Insel wegen ihrer üppigen Natur liebevoll genannt wird). Die Entwicklung ist umso bemerkenswerter, da sie einen gegenteiligen Trend zum restlichen Archipel markiert.
Deutsche Reisende entdecken die Insel für sich
Während der deutsche Tourismus auf den anderen Kanareninseln insgesamt an Boden verliert, verzeichnet La Palma ein beeindruckendes Wachstum: Im zweiten Quartal 2026 stieg die Zahl der Ankünfte aus Deutschland um 21,5 Prozent. Konkret reisten 15.741 Deutsche auf die Insel – im Vorjahreszeitraum waren es noch 12.951. Damit stellten die Deutschen 32,7 Prozent aller Touristen, die La Palma in diesem Zeitraum empfing. Diese Zahlen machen die Insel zu einer außergewöhnlichen Ausnahme im kanarischen Tourismusmarkt.
Treue Besucher mit hoher Kaufkraft
Die starke deutsche Nachfrage zeigt sich auch in der Struktur der Urlauber. Während der spanische Markt weiterhin ein hohes Gewicht hat und Großbritannien den zweiten Platz bei den ausländischen Gästen belegt, bleibt Deutschland mit einem Anteil von zeitweise über 40 Prozent der internationalen Flugpassagiere besonders präsent. Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung ist die außergewöhnliche Treue der deutschen Gäste: Der typische Deutschland-Urlauber kommt nicht nur einmal – im Jahr 2024 hatten rund 70 Prozent der deutschen Besucher die Insel bereits früher besucht, 15,9 Prozent sogar mindestens zehnmal.
Die Isla Bonita hat es damit geschafft, einen Stammkundenkreis aufzubauen, der die Insel kennt und immer wieder zurückkehrt. Angesprochen fühlen sich diese Gäste von einem Angebot, das bewusst auf Massentourismus verzichtet. Wirtschaftlich sind die deutschen Urlauber besonders wertvoll: Mit durchschnittlich 1.593 Euro pro Reise geben sie deutlich mehr aus als etwa britische Gäste, die im Schnitt 1.168 Euro ausgeben. Hinzu kommen lange Aufenthaltszeiten und eine enge Verbindung zu den Hauptattraktionen der Insel – Natur, Wandern, Astronomie und Gastronomie.
Reiseveranstalter als Schlüssel zum Erfolg
Bei der Urlaubsplanung spielen Reiseveranstalter eine zentrale Rolle. Ein Großteil der deutschen Gäste bucht seine Reise über Reisebüros oder Veranstalter. Unternehmen wie Schauinsland Reisen können daher direkt beeinflussen, welche Destinationen, Unterkünfte und Erlebnisse deutschen Urlaubern angeboten werden. Um diese Partnerschaft weiter zu vertiefen, traf sich diese Woche die Tourismusbeauftragte der Inselregierung (Cabildo), Raquel Rebollo, mit einer hochrangigen Delegation von Schauinsland Reisen: Martin Bensing Carvalhal (Produktdirektor), Leo Christmann (Senior Product Manager für die Kanaren) und Francine van Dijken (Vertreterin des lokalen Empfangsbüros für La Palma und La Gomera). Im Fokus der Gespräche standen neue Möglichkeiten, das Tourismusangebot zu erweitern und die Flugverbindungen mit Deutschland zu stärken.
Beeindruckende Erholung nach Vulkanausbruch
Die Gespräche fallen in eine Phase der kräftigen Erholung des palmerischen Tourismus. Im zweiten Quartal 2026 zählte die Insel 48.114 Besucher – ein deutliches Plus von 11.102 Gästen (30 Prozent) gegenüber den 37.012 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Diese Zahlen bestätigen den starken Aufschwung nach den schwierigen Jahren der Pandemie und des anschließenden Vulkanausbruchs des Tajogaite im Jahr 2021. Das Wachstum schlägt sich auch in den Ausgaben nieder: Die Touristen gaben in diesem Quartal rund 57,5 Millionen Euro aus, was einem Anstieg von 29,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Erholung der Insel stützt sich längst nicht mehr auf einen einzigen Markt. Spanien liefert nach wie vor einen großen Anteil der Besucher, und auch der britische Markt hat 2026 ein beachtliches Wachstum erzielt. Deutschland nimmt jedoch aufgrund der Kombination aus hohem Besuchervolumen, überdurchschnittlichen Ausgaben, langen Aufenthaltsdauern und der außergewöhnlichen Gästetreue eine Sonderstellung ein.
Ausbau der Flugverbindungen und Intensivierung der Werbung
Für die Zukunft ist die Anbindung ein entscheidender Faktor, um die Erholung zu festigen. Als Inseldestination muss das Interesse des Marktes in ausreichende Flugkapazitäten umgemünzt werden. Die palmerische Tourismusstrategie setzt daher darauf, bestehende Routen zu halten, erfolgreiche Verbindungen auszubauen und die Anreisemöglichkeiten aus den wichtigsten europäischen Quellmärkten zu verbessern.
Gleichzeitig wurde die Werbearbeit in Deutschland intensiviert. Die Inselregierung steht in engem Kontakt mit Reiseveranstaltern und Agenturen in Städten wie Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf, um sicherzustellen, dass die Fachleute, die Urlaubsreisen verkaufen, das Angebot von La Palma aus erster Hand kennen. In diesem Zusammenhang ist Schauinsland Reisen ein wichtiger Baustein der Strategie.
Das Ziel ist ambitioniert: Nicht nur neue deutsche Urlauber anlocken, sondern eine langfristige Geschäftsbeziehung festigen, die es der wachsenden Nachfrage ermöglicht, neue Erfahrungen zu sammeln – mit einem Tourismusangebot, das mit dieser Entwicklung Schritt halten kann. Das Treffen mit einem der größten Reiseveranstalter des deutschen Marktes bringt diese Beziehung nun auf eine neue Ebene: die einer Insel, die einen Großteil ihrer touristischen Attraktivität zurückgewonnen hat und ausgerechnet in Deutschland einen ihrer wichtigsten Verbündeten für die Zukunft gefunden hat.
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