Leichter Rückgang bei den Fluggastzahlen auf den Kanaren
Die Kanarischen Inseln haben in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 rund 6,8 Millionen internationale Fluggäste empfangen. Das ist ein Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das staatliche Tourismusinstitut Turespaña am Donnerstag mitteilte. Allein im Mai kamen rund 1,07 Millionen Passagiere auf den Archipel – ein Minus von 0,7 Prozent.
Dabei ist zu bedenken, dass die Monate Mai und Juni auf den Kanaren traditionell zur Nebensaison zählen. Betrachtet man die Gesamtzahl der Reisenden im Mai – also internationale und nationale Gäste –, so blieb die Besucherzahl laut Zahlen der Flughafenbetreibergesellschaft Aena im Vergleich zum Vorjahr stabil.
Spanien insgesamt mit deutlichem Plus
Ganz anders sieht die Entwicklung auf dem spanischen Festland aus: In ganz Spanien wurden bis Mai knapp 43,5 Millionen internationale Passagiere gezählt – ein Anstieg von 5,3 Prozent. Im Mai allein kamen 11,1 Millionen Fluggäste ins Land, 5,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Großteil davon, knapp 87 Prozent, reiste aus Europa an – ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber Mai 2025. Aus Amerika kamen 8,6 Prozent der Gäste, ein Zuwachs von 7,6 Prozent. Einzig die asiatischen Märkte, die 1,9 Prozent des Gesamtaufkommens ausmachen, verzeichneten erneut einen Rückgang – diesmal um 17,1 Prozent.
Polen, Belgien und die USA legen zu – Asien und Nahost schwächeln
Im Mai verzeichnete Spanien Zuwächse aus den wichtigsten Herkunftsländern. Besonders hervorzuheben sind erneut die starken Zuwachsraten aus Polen und Belgien sowie der positive Trend aus den Vereinigten Staaten. Bei der Marktdiversifizierung stechen vor allem China, Südkorea und Japan mit steigenden Ankünften hervor. Auch aus den iberoamerikanischen Ländern kamen mehr Gäste, angeführt von Brasilien. Dagegen gingen die Ankünfte aus den Golfstaaten und Israel weiter zurück – bedingt, wie bereits im April, durch den anhaltenden Kriegskonflikt im Nahen Osten.
Vereinigtes Königreich bleibt Spitzenreiter
Unter den traditionellen Herkunftsmärkten bleibt das Vereinigte Königreich mit rund 2,7 Millionen ausgestellten Passagieren der bedeutendste Markt. Die britischen Gäste machten 23,9 Prozent des gesamten Ankunftsstroms nach Spanien aus – ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptziel der Briten waren die Balearen mit einem Anteil von 24,9 Prozent (Plus 4,8 Prozent), gefolgt von den Kanaren, Andalusien und der Valencianischen Gemeinschaft – alle mit Anteilen unter 20 Prozent.
Deutschland: Solides Wachstum, vor allem auf den Balearen
Aus Deutschland reisten 1,5 Millionen Passagiere nach Spanien – das entspricht 13,6 Prozent des Gesamtaufkommens. Das ist ein Anstieg um 4,4 Prozent. Der Zuwachs ist vor allem auf die Balearen zurückzuführen, die mehr als 38.000 zusätzliche deutsche Gäste verzeichneten. Der deutsche Markt ist führend bei Buchungen in traditionellen Fluggesellschaften: 45,6 Prozent der Passagiere dieser Kategorie kamen aus Deutschland – ein Plus von 7,7 Prozent.
Italien, Frankreich und die Niederlande legen ebenfalls zu
Italien steuerte im Mai 9,6 Prozent des Passagieraufkommens bei (gut eine Million Reisende) und verzeichnete ein Plus von 8,2 Prozent im Jahresvergleich. Besonders profitierte die Valencianische Gemeinschaft mit mehr als 29.000 zusätzlichen Ankünften. Die Hauptempfänger italienischer Gäste waren jedoch Katalonien und die Autonome Gemeinschaft Madrid, die zusammen 54,6 Prozent der Ankünfte vereinten.
Frankreich steuerte 7,4 Prozent der Gesamtankünfte bei – ein Plus von 2 Prozent im Mai. Die Autonome Gemeinschaft Madrid vereinte 22,4 Prozent aller französischen Ankünfte, Katalonien 22,3 Prozent. Während Madrid um 0,7 Prozent zulegte, verzeichnete Katalonien einen Rückgang von 4,1 Prozent. Andalusien, das Baskenland und die Kanaren stachen mit zweistelligen Zuwachsraten von über 10 Prozent hervor.
Aus den Niederlanden stammten 4,7 Prozent der Mai-Passagiere – ein Anstieg von 2,4 Prozent, der vor allem auf das Plus von 11,1 Prozent in der Valencianischen Gemeinschaft zurückzuführen ist.
Katalonien vor Madrid – Kanaren als einzige Region im Minus
Im Mai vereinten die sechs wichtigsten Autonomen Gemeinschaften Spaniens 97,1 Prozent aller internationalen Ankünfte. Alle Regionen verzeichneten Zuwächse – mit einer Ausnahme: den Kanarischen Inseln. Andalusien und die Valencianische Gemeinschaft meldeten sogar zweistellige Zuwachsraten. Katalonien führte mit einem Anteil von 21 Prozent der Ankünfte die Liste an, gefolgt von der Autonomen Gemeinschaft Madrid (20,7 Prozent) und den Balearen (19,6 Prozent).
Madrids Flughafen vorn – Sevilla mit Rekordzuwachs
Mit Blick auf die einzelnen Flughäfen lag der Adolfo Suárez Madrid-Barajas an der Spitze: 2,3 Millionen Passagiere bedeuten ein Plus von 4,7 Prozent. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete jedoch der Flughafen Sevilla mit einem Anstieg von 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

