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Immobilien-Drama auf den Inseln: Kanaren fliehen aufs Land

Das Ergebnis ist ein angespannter Markt, in dem die Nachfrage zwar abwandert, aber kein neues Zuhause findet. Waren solche Käufe früher vor allem auf Zweitwohnungen, Wochenendhäuser oder gelegentliche Nutzung beschränkt, hat sich dieses Muster grundlegend geändert. Der massive Druck auf dem städtischen Markt hat die Suche nach Landimmobilien von einer Freizeitoption zu einer existenziellen Notwendigkeit gemacht. „Heute geht es um die erste eigene Wohnung, nicht um ein Ferienhaus“, unterstreicht Saavedra. Es handle sich dabei auch nicht um ein Phänomen, das von ausländischen Käufern angetrieben wird, die weiterhin auf touristische und Küstengebiete konzentriert sind. Es sind vor allem die Inselbewohner selbst, die aufgrund fehlender Alternativen in den Städten ihren Suchradius erweitern.

Nicht aufs Land, sondern nur an den Stadtrand: Die verkehrte Flucht

Die Vorstellung, aufs Land zu ziehen, gewinnt zwar an Boden, bleibt in der Praxis aber oft eine theoretische Annäherung. Aythami Rivero, CEO der Immobilienfirma Ziegel, relativiert den Trend. Seiner Ansicht nach ist die vorherrschende Tendenz weniger eine Massenflucht ins Grüne, sondern vielmehr eine Bewegung an die städtischen Ränder. „Die Leute ziehen nicht massenhaft auf ländliche Grundstücke, sondern in peripherere Stadtgebiete, wo die Preise noch etwas niedriger sind“, erklärt er. Der Markt justiert sich also neu, ohne das grundlegende Problem zu lösen. Die Angebotsknappheit – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land – bestimmt weiterhin das Geschehen. „Es gibt sehr viele Menschen, die auf den Kanaren eine Wohnung suchen, und sehr wenig verfügbare Produkte. Solange sich das nicht ändert, wird die Anspannung anhalten“, warnt Rivero abschließend.

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Die Realität des Marktes ist, dass sich die Nachfrage bereits verlagert hat, das Angebot dieser Bewegung jedoch nicht gefolgt ist. „Das Interesse, aus den städtischen Zentren herauszukommen, ist nicht neu, es wächst schon seit geraumer Zeit“, erklärt José Saavedra, Sprecher des kanarischen Immobilienwirtschaftsverbandes Acegi. Dieser Trend schlage sich jedoch kaum in tatsächlichen Geschäften nieder. „Es gibt schlichtweg keine Bestände. Die Nachfrage ist da, kann aber nicht realisiert werden, weil keine Wohnungen verfügbar sind“, fasst er zusammen. Anders als auf dem spanischen Festland, wo man Dörfer mit einem hohen Leerstand finden kann, herrscht auf den Kanaren auch auf dem Land akute Knappheit. Die geringeren Entfernungen und der hohe demografische Druck führen dazu, dass selbst abgelegene Gemeinden kein ausreichendes Angebot vorweisen können. „Es ist nicht nur ein Problem der Städte, es ist ein Problem, das alle Inseln betrifft“, betont Saavedra.

Das große Problem der Finanzierung: Wenn Banken bei Landimmobilien kneifen

Zu dieser Wohnungsnot gesellt sich ein weiteres Hindernis: Ein Großteil der Immobilien auf ländlichen Grundstücken weist rechtliche oder baurechtliche Mängel auf, die einen Kauf, insbesondere mit Finanzierung, erschweren. Die Banken sind bei solchen Geschäften äußerst vorsichtig, da viele Gebäude keinen klaren grundbuchrechtlichen Status haben oder nicht genehmigt sind. Das schränkt die realen Zugangsmöglichkeiten noch weiter ein. „Drei von vier Käufen erfordern eine Hypothek, und genau da scheitern viele Transaktionen“, so der Acegi-Sprecher.

Vom Wochenendhaus zur ersten Bleibe: Ein Paradigmenwechsel

Das Ergebnis ist ein angespannter Markt, in dem die Nachfrage zwar abwandert, aber kein neues Zuhause findet. Waren solche Käufe früher vor allem auf Zweitwohnungen, Wochenendhäuser oder gelegentliche Nutzung beschränkt, hat sich dieses Muster grundlegend geändert. Der massive Druck auf dem städtischen Markt hat die Suche nach Landimmobilien von einer Freizeitoption zu einer existenziellen Notwendigkeit gemacht. „Heute geht es um die erste eigene Wohnung, nicht um ein Ferienhaus“, unterstreicht Saavedra. Es handle sich dabei auch nicht um ein Phänomen, das von ausländischen Käufern angetrieben wird, die weiterhin auf touristische und Küstengebiete konzentriert sind. Es sind vor allem die Inselbewohner selbst, die aufgrund fehlender Alternativen in den Städten ihren Suchradius erweitern.

Nicht aufs Land, sondern nur an den Stadtrand: Die verkehrte Flucht

Die Vorstellung, aufs Land zu ziehen, gewinnt zwar an Boden, bleibt in der Praxis aber oft eine theoretische Annäherung. Aythami Rivero, CEO der Immobilienfirma Ziegel, relativiert den Trend. Seiner Ansicht nach ist die vorherrschende Tendenz weniger eine Massenflucht ins Grüne, sondern vielmehr eine Bewegung an die städtischen Ränder. „Die Leute ziehen nicht massenhaft auf ländliche Grundstücke, sondern in peripherere Stadtgebiete, wo die Preise noch etwas niedriger sind“, erklärt er. Der Markt justiert sich also neu, ohne das grundlegende Problem zu lösen. Die Angebotsknappheit – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land – bestimmt weiterhin das Geschehen. „Es gibt sehr viele Menschen, die auf den Kanaren eine Wohnung suchen, und sehr wenig verfügbare Produkte. Solange sich das nicht ändert, wird die Anspannung anhalten“, warnt Rivero abschließend.

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Wohnungssuche auf den Kanaren: Von der Stadt aufs Land – ein Trend mit Hindernissen

Die Suche nach einem bezahlbaren Zuhause auf den Kanarischen Inseln gleicht für viele einer Mission Impossible. Während Kaufinteressenten ihre Recherche zunächst auf urbane Zentren konzentrieren, zwingen sie das knappe Angebot und die explodierenden Preise dazu, ihr Suchgebiet massiv auszuweiten. Die Nähe zur Stadt ist längst kein vorrangiges Kriterium mehr. Immer mehr Menschen – auf der Suche nach bezahlbaren Optionen – erwägen den Kauf einer Immobilie im ländlichen Raum. Das Landleben gewinnt zunehmend an Reiz.

Zahlen belegen den Umschwung: Mehr Käufe auf dem Land, weniger in der Stadt

Diese Entwicklung wird durch vorläufige Daten der spanischen Statistikbehörde INE (Estadística de Transmisiones de Derechos de la Propiedad) untermauert. Demnach sind die Kaufverträge für ländliche Grundstücke auf dem Archipel in den ersten Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beachtliche 5,7 Prozent gestiegen. Ein gegenläufiger Trend zu den städtischen Immobilienverkäufen, die im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 2,3 Prozent verzeichnen. Dennoch sind die absoluten Zahlen noch deutlich unterschiedlich. Zwischen Januar und Februar 2026 wurden knapp 6.700 städtische Kaufverträge abgeschlossen, während es im ländlichen Bereich nur 578 waren. Diese Zahlen könnten jedoch noch weitaus beeindruckender ausfallen, wenn das Angebot an Landimmobilien größer wäre.

Marktexperten bestätigen: Die Nachfrage ist da, aber die Produkte fehlen

Die Realität des Marktes ist, dass sich die Nachfrage bereits verlagert hat, das Angebot dieser Bewegung jedoch nicht gefolgt ist. „Das Interesse, aus den städtischen Zentren herauszukommen, ist nicht neu, es wächst schon seit geraumer Zeit“, erklärt José Saavedra, Sprecher des kanarischen Immobilienwirtschaftsverbandes Acegi. Dieser Trend schlage sich jedoch kaum in tatsächlichen Geschäften nieder. „Es gibt schlichtweg keine Bestände. Die Nachfrage ist da, kann aber nicht realisiert werden, weil keine Wohnungen verfügbar sind“, fasst er zusammen. Anders als auf dem spanischen Festland, wo man Dörfer mit einem hohen Leerstand finden kann, herrscht auf den Kanaren auch auf dem Land akute Knappheit. Die geringeren Entfernungen und der hohe demografische Druck führen dazu, dass selbst abgelegene Gemeinden kein ausreichendes Angebot vorweisen können. „Es ist nicht nur ein Problem der Städte, es ist ein Problem, das alle Inseln betrifft“, betont Saavedra.

Das große Problem der Finanzierung: Wenn Banken bei Landimmobilien kneifen

Zu dieser Wohnungsnot gesellt sich ein weiteres Hindernis: Ein Großteil der Immobilien auf ländlichen Grundstücken weist rechtliche oder baurechtliche Mängel auf, die einen Kauf, insbesondere mit Finanzierung, erschweren. Die Banken sind bei solchen Geschäften äußerst vorsichtig, da viele Gebäude keinen klaren grundbuchrechtlichen Status haben oder nicht genehmigt sind. Das schränkt die realen Zugangsmöglichkeiten noch weiter ein. „Drei von vier Käufen erfordern eine Hypothek, und genau da scheitern viele Transaktionen“, so der Acegi-Sprecher.

Vom Wochenendhaus zur ersten Bleibe: Ein Paradigmenwechsel

Das Ergebnis ist ein angespannter Markt, in dem die Nachfrage zwar abwandert, aber kein neues Zuhause findet. Waren solche Käufe früher vor allem auf Zweitwohnungen, Wochenendhäuser oder gelegentliche Nutzung beschränkt, hat sich dieses Muster grundlegend geändert. Der massive Druck auf dem städtischen Markt hat die Suche nach Landimmobilien von einer Freizeitoption zu einer existenziellen Notwendigkeit gemacht. „Heute geht es um die erste eigene Wohnung, nicht um ein Ferienhaus“, unterstreicht Saavedra. Es handle sich dabei auch nicht um ein Phänomen, das von ausländischen Käufern angetrieben wird, die weiterhin auf touristische und Küstengebiete konzentriert sind. Es sind vor allem die Inselbewohner selbst, die aufgrund fehlender Alternativen in den Städten ihren Suchradius erweitern.

Nicht aufs Land, sondern nur an den Stadtrand: Die verkehrte Flucht

Die Vorstellung, aufs Land zu ziehen, gewinnt zwar an Boden, bleibt in der Praxis aber oft eine theoretische Annäherung. Aythami Rivero, CEO der Immobilienfirma Ziegel, relativiert den Trend. Seiner Ansicht nach ist die vorherrschende Tendenz weniger eine Massenflucht ins Grüne, sondern vielmehr eine Bewegung an die städtischen Ränder. „Die Leute ziehen nicht massenhaft auf ländliche Grundstücke, sondern in peripherere Stadtgebiete, wo die Preise noch etwas niedriger sind“, erklärt er. Der Markt justiert sich also neu, ohne das grundlegende Problem zu lösen. Die Angebotsknappheit – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land – bestimmt weiterhin das Geschehen. „Es gibt sehr viele Menschen, die auf den Kanaren eine Wohnung suchen, und sehr wenig verfügbare Produkte. Solange sich das nicht ändert, wird die Anspannung anhalten“, warnt Rivero abschließend.

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