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Granca Live Fest 2026: Festivalrekord auf Gran Canaria mit 90.000 Besuchern

Rekordverdächtige fünfte Ausgabe

Das Estadio de Gran Canaria verwandelt sich einmal mehr in das Epizentrum von Freizeit und Kultur auf den Kanarischen Inseln. Die fünfte Auflage des Granca Live Fest hat begonnen und macht die Arena zur größten Live-Musik-Bühne des Archipels. Mit über 90.000 verkauften Eintrittskarten – ein historischer Meilenstein für ein kulturelles Festival auf den Kanaren – präsentiert sich die Veranstaltungsstätte in diesem Jahr mit einer erneuerten Infrastruktur, einem erstklassigen Line-up aus internationalen, nationalen und lokalen Künstlern sowie einem gastronomischen Angebot, das die kanarischen Produkte und Aromen in den Vordergrund stellt.

Ein Festival der Superlative: Bühne und Besucherandrang

Festivalorganisator Leo Mansito machte bei der Vorstellung des Geländes keinen Hehl aus seiner Begeisterung. „Wir sind überglücklich. Wir werden die Marke von 90.000 Menschen überschreiten, und das ist ein absoluter Rekord für ein Kultur-, Musik- und Freizeitfestival auf den Kanarischen Inseln, ohne Zweifel“, so Mansito. Diese fünfte Auflage, die dem gewohnten Format einen vierten Tag hinzufügt, zeichnet sich zudem durch einen qualitativen und quantitativen Sprung bei der Bühnentechnik aus.

Die Hauptbühne ist im Vergleich zu den Vorjahren um fast 300 Quadratmeter gewachsen. Die Erweiterung erfolgte hauptsächlich nach hinten und an den Seiten – mit 20 mal 15 Meter großen Zelten im hinteren Bereich und 15 mal 15 Metern an jeder Flanke. Ziel war es, Platz für die aufwendigen Produktionen von Künstlern wie Aitana, Alejandro Sanz oder Maroon 5 zu schaffen. „Wir haben einen enormen Aufwand betrieben, um die gleiche Bühnenshow bieten zu können, die Aitana oder Alejandro Sanz bei jedem Konzert auf dem Festland haben“, erklärte Mansito. Auch die Höhe der Bühne wurde um zwei Meter erhöht, und die seitlichen Leinwände sind größer geworden, was das visuelle Erlebnis noch weiter steigert.

Die tägliche Besucherkapazität wurde auf 38.000 Personen festgelegt – deutlich unter dem technischen Maximum des Stadions. Eine bewusste Entscheidung des Teams, um den Komfort der Gäste zu gewährleisten, die täglich bis zu zehn Stunden auf dem Festivalgelände verbringen. „Wir sind nicht wie bei einem Eintageskonzert, wo man zwei Stunden da ist und wieder geht; hier ist man zehn Stunden, muss laufen, auf die Toilette gehen, die Essens- und Freizeitbereiche besuchen“, begründete der Organisator diesen Schritt.

Mansito verabschiedete sich nicht, ohne den privaten Sponsoren für ihre Unterstützung zu danken: „Ohne sie wäre dieser Traum und das stetige Wachstum unmöglich zu verwirklichen; sie sind von grundlegender Bedeutung, damit jedes Jahr alles reibungslos klappt.“ Auf die Frage nach der Ausgabe 2027 antwortete Mansito: „Während des Festivals werden wir die Termine für das nächste Jahr bekannt geben, und wer weiß, vielleicht auch einen Künstler – alles ist möglich.“ Mit Blick auf den zeitgleichen Anpfiff des WM-Spiels Spanien gegen Österreich am ersten Festivaltag scherzte der Veranstalter: „Wir werden die Tore Spaniens feiern und hoffentlich ihren Einzug ins Achtelfinale.“

Kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung für die Insel

Alfonso Cabello, Vertreter der Regionalregierung der Kanarischen Inseln, unterstrich die Bedeutung des Festivals, die weit über die Musik hinausgeht: „Alle Blicke der europäischen Musikszene werden sich auf Gran Canaria richten. Über 100.000 Menschen werden in den Genuss der besten Live-Musik der großen Europa-Tourneen kommen und machen die Kanaren damit zur Kulturhauptstadt.“ Cabello bezifferte die täglichen Arbeitsplatzeffekte auf über 2.000 Stellen und hob den Wert des Festivals als Instrument der internationalen Außendarstellung der Inseln hervor – sowohl durch die teilnehmenden Künstler als auch durch die Besucher, die die Hotellerie in der Hauptstadt füllen. „Das Engagement der Regionalregierung für solche Festivals macht Musik für uns hier auf der Insel zugänglicher, aber es bereichert auch die kulturelle Mischung von den Kanaren aus in die Welt“, fügte er hinzu und verwies dabei ausdrücklich auf die Bewerbung von Las Palmas de Gran Canaria als Kulturhauptstadt Europas.

Touristische Diversifizierung und regionale Vermarktung

Der Präsident des Inselrates von Gran Canaria, Antonio Morales, würdigte die Einzigartigkeit des Granca Live Fest im europäischen Kontext. „Es gibt derzeit nur sehr wenige Festivals in Europa, die eine so große Anzahl von internationalen Top-Stars der Musikszene versammeln können“, stellte er fest. Morales erinnerte daran, dass das Festival Publikum aus 48 Ländern und allen spanischen Autonomen Gemeinschaften anzieht und damit eine direkte wirtschaftliche Aktivität für die Insel erzeugt, die weit über das Festivalgelände hinausreicht. Der Inselpräsident betonte besonders die touristische Diversifizierung, die das Festival vorantreibt: „Die Touristen, die nach Alternativen suchen, die zu den Konzerten kommen, aber sich auch in der Stadt bewegen und an verschiedenen Orten essen – das macht sich bemerkbar. Der Tourismus auf Gran Canaria hat sich dadurch weiterentwickelt.“ Morales hob zudem die Präsenz lokaler Produkte unter dem Siegel „Gran Canaria Me Gusta“ in den gastronomischen Zonen des Festivals hervor, die als Hebel zur Vermarktung der Lebensmittelmarke Gran Canarias vor tausenden nationalen und internationalen Besuchern dient.

Stadt und Gastgewerbe im Ausnahmezustand

Die Bürgermeisterin von Las Palmas de Gran Canaria, Carolina Darias, bezeichnete das Line-up dieser fünften Auflage als „sicherlich eines der bedeutendsten in den fünf Jahren des Bestehens des Festivals“. Die Stadtoberste betonte das aktive Engagement der Stadtverwaltung bei der Koordination aller städtischen Dienste und der Unterstützung des Gastgewerbes, mit dem sie regelmäßig Gespräche führt, um die Festivaltage zu bewältigen. „Erst gestern hatte ich ein Treffen mit dem Hotel- und Gaststättenverband, um zu besprechen, wie wir gemeinsam weiter vorankommen können“, verriet sie. Darias hob hervor, dass die Hotelkapazität der Stadt während des Festivals praktisch ausgelastet sei – ähnlich wie in der Karnevalszeit: „Dies ist einer der Momente in der Stadt, in dem die Hotelkapazität spektakulär und praktisch komplett belegt ist.“ Die Bürgermeisterin verband das Granca Live Fest auch mit der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas: „Das Granca Live Fest trägt dazu bei, in dieser kulturellen Vielfalt und dieser großen Fähigkeit von Las Palmas de Gran Canaria, der Welt zu zeigen, wer wir sind.“

Kulinarische Highlights: Kanarische Küche auf Festivalniveau

Das gastronomische Angebot ist eines der Markenzeichen des Festivals und liegt auch in diesem Jahr in den Händen von Airam Afonso, dem Chef der Restaurantgruppe La Cuadra del Palmero. „Das Granca Live Fest ist ein ganz, ganz besonderes Festival. Es legt Wert auf jedes Detail, sorgt dafür, dass Familien Unterhaltung und Vergnügen für jedes Alter haben, und gastronomisch darf das nicht weniger sein“, sagte Afonso bei der Präsentation. Das Motto lautet „Kilometer null“ und die Zusammenarbeit mit kanarischen Unternehmen als Rückgrat des Angebots: „Die Sponsoren der Gastronomiezone sind kanarische Unternehmen, die unserer Küche diesen besonderen Geschmack verleihen.“ Auf der Speisekarte stehen Klassiker, die das Publikum bereits liebt: Burger mit Brioche-Brötchen und Angus-Rindfleisch, XXL-Hot Dogs mit zwei Grillwürsten, Papas (kanarische Kartoffeln), Kroketten und die ikonischen Ibarra-Soßen. Die große Neuheit in diesem Jahr, auf die viele gewartet haben, sind die Salchipapas – eine Kombination aus Würstchen und Kartoffeln, die das Publikum seit Jahren forderte. „Alle haben uns in den vergangenen Jahren gebeten, Wurst und Kartoffel zu kombinieren, und in diesem Jahr haben wir es endlich geschafft“, gab Afonso lachend zu. Die Speisekarte umfasst zudem ein solides Angebot für Zöliakie-Betroffene, Veganer, Vegetarier und Menschen mit Laktoseintoleranz. Als Star-Gericht wiederholt sich das Rinder-Entrecôte, das auf den Punkt zubereitet wird, den der Kunde wünscht. All dies zu bewusst günstigen Preisen: „Wir machen es praktisch manchmal günstiger, im Granca Live zu essen als draußen“, scherzte der Koch aus La Palma und erinnerte daran, dass viele Besucher am nächsten Tag nur wegen des Essens wiederkommen.

Innovation gegen Warteschlangen

Als große Neuerung zur Verkürzung der Schlangen, die sich zwischen den Musikauftritten bilden, wenn die große Menschenmenge zum Essen strömt, hat Airam etwas ganz Besonderes vorbereitet: Es werden Verkäufer sowohl auf den Rängen als auch auf dem Rasen verteilt sein, die leicht an einer speziellen Fahne zu erkennen sind. Die Kunden können dort ihre Bestellung aufgeben – ausschließlich per Kredit- oder Debitkarte – und anschließend direkt an die Theken gehen, um ihr Essen ohne Wartezeit abzuholen. „Ich finde das eine ziemlich attraktive Idee, die einen Präzedenzfall schaffen und beispielsweise auch bei den Fußballspielen der UD Las Palmas eingesetzt werden könnte“, so Afonso.

Das Line-up 2026: Internationale Stars und lokale Talente

Das Granca Live Fest 2026 vereint im Estadio de Gran Canaria ein Programm, das internationale Ikonen wie Juan Luis Guerra, Lauryn Hill, Maroon 5 und Grupo Frontera mit nationalen Top-Größen wie Aitana, Alejandro Sanz, Dani Martín, Dani Fernández oder Lola Índigo zusammenbringt. Das Festival reserviert zudem einen privilegierten Platz für lokale Talente mit kanarischen Künstlern wie PetaZeta, La Pantera, Wendy und Dani Calero – ein Bekenntnis zur Musik von den Inseln, das die Veranstalter zu ihrem Markenzeichen gemacht haben. Die Tore des Stadions öffnen sich an diesem Donnerstag um 17:00 Uhr, und das Event erstreckt sich bis zum Sonntagabend mit einem einzigartigen Abschlusskonzert von Maroon 5. Es verspricht die ambitionierteste Ausgabe in der Geschichte des Festivals zu werden. Wie Leo Mansito es zusammenfasste: „Wir haben die Messlatte beim Granca Live Fest sehr hoch gelegt, und es wird von Jahr zu Jahr schwieriger, sie zu übertreffen.“ Bislang gelingt ihnen das.

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