Erdbebenserie erschüttert den Archipel
Seit dem vergangenen Samstag, dem 13. Juni, hat das Nationale Geografische Institut (IGN) auf den Kanarischen Inseln ein Dutzend Erdbeben registriert, die entweder eine Magnitude von mindestens 1,5 erreichten oder von der Bevölkerung gespürt wurden. Das geht aus den Daten auf der Website des Instituts hervor. Besonders auffällig: Gleich fünf dieser Beben hatten eine Stärke von mehr als 2,0.
Wo die Erde bebte: Schwerpunkt zwischen den Inseln
Die meisten Erschütterungen konzentrierten sich auf den Atlantik, genauer gesagt auf den Meereskanal zwischen Teneriffa und Gran Canaria. Nur drei der Beben wurden auf einer Insel lokalisiert – und zwar auf El Hierro. Die fünf stärksten Erdbeben ereigneten sich sowohl auf El Hierro als auch im offenen Ozean. In chronologischer Reihenfolge: Das erste Beben gab es am Samstag um 01:27 Uhr im Atlantik mit einer Magnitude von 2,1. Das zweite, mit 2,4, wurde nordwestlich von Frontera (El Hierro) um 08:19 Uhr gemessen. Das dritte, ein Beben der Stärke 2,2, folgte um 13:55 Uhr, ebenfalls im Ozean. Das vierte und stärkste des Tages ereignete sich um 21:08 Uhr in El Pinar auf El Hierro und erreichte eine Magnitude von 2,5. Am Sonntag schließlich wurde das fünfte Beben über Magnitude 2 im Atlantik registriert, ebenfalls zwischen Teneriffa und Gran Canaria, jedoch etwas weiter nördlich. Seine Stärke betrug 2,1.
Involcan: 313 Schwachbeben in der vergangenen Woche
Das Kanarische Vulkanologische Institut (Involcan) veröffentlichte in den sozialen Medien eine Bilanz der seismischen Aktivität der Vorwoche. Demnach zeichnete das Kanarische Seismische Netz 313 Erdbeben geringer Magnitude auf. Der Spitzenwert von 2,5 steht im Zusammenhang mit einem Beben, das am vergangenen Dienstag, dem 9. Juni, zwischen Teneriffa und Gran Canaria stattfand. Insgesamt wurde in der vergangenen Woche im gesamten Archipel eine seismische Energie von 0,06 Gigajoule freigesetzt. Die Beben lokalisierte Involcan hauptsächlich auf den Inseln Teneriffa, Gran Canaria und La Palma.
Tektonische Aktivität ist normal – Vorsicht bleibt geboten
Das Institut erinnert daran, dass die Kanarischen Inseln auch durch eine moderate tektonische Aktivität geprägt sind. Daher werden immer wieder Erdbeben entlang aktiver Störungszonen registriert, wie etwa der zwischen Teneriffa und Gran Canaria. Auch wenn die Erschütterungen auf den Inseln in der Regel nicht besonders stark ausfallen, schadet es nicht, gewappnet zu sein und zu wissen, wie man sich im Ernstfall verhalten sollte.
IGN gibt Verhaltensregeln: So schützen Sie sich bei einem Erdbeben
Das IGN hat eine Reihe von Empfehlungen für das richtige Verhalten während eines Erdbebens veröffentlicht:
- In die Hocke gehen, sich unter einem Tisch schützen und ihn festhalten.
- Nach Möglichkeit Ruhe bewahren und für einen sicheren Stand sorgen.
- In Gebäuden: Abstand halten zu Möbeln, Fenstern und Lampen.
- Im Freien: Sich von Gebäuden, Mauern und Strommasten entfernen.
- Beim Autofahren: An einem sicheren Ort anhalten, die Warnblinkanlage einschalten und im Fahrzeug bleiben.
- Im Rollstuhl: An einem sicheren Ort bremsen und den Kopf mit den Armen schützen.
- In Menschenmengen: Den Kopf mit den Armen schützen und sich unter Sitzplätze oder Tische in Sicherheit bringen.

