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Avocado-Boom auf den Kanaren: Produktion wird massiv ausgeweitet

Avocado-Fieber auf den Kanaren: Produktion wird hochgefahren

Die enorme Nachfrage nach kanarischen Avocados im lokalen Markt zwingt die großen Produzenten der Inseln zum Handeln. Sie müssen ihre Anbauflächen drastisch erweitern, um mit dem Wachstum Schritt zu halten. Eines der bedeutendsten Unternehmen der Branche, Agrorincon, hat im Jahr 2026 damit begonnen, seine Avocado-Anbaufläche um 45 Hektar zu vergrößern. Das bestätigten Kreise des Sektors.

Mercadona als treibende Kraft

Der Hauptabnehmer des Unternehmens ist die Supermarktkette Mercadona. Sie kaufte im Jahr 2025 über zwei Millionen Kilo der begehrten Früchte von Agrorincon – ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2024. Um diese Entwicklung zu bedienen, hat sich das Unternehmen zu einer Investition von 1,5 Millionen Euro entschlossen. Das Geld fließt nicht nur in die Erweiterung der Plantagen auf den Inseln Teneriffa, La Palma, Gran Canaria und La Gomera. Es dient auch dem Ausbau der Infrastruktur, allen voran der Reife- und Verpackungsanlage in Los Realejos auf Teneriffa, wo sich der Firmensitz befindet. Dort entsteht derzeit eine neue Reifekammer, die die Kapazitäten des Werks deutlich steigern wird.

Ein Gütesiegel für die Insel-Avocado

Agrorincon baut seine Avocados auf Böden und in Mikroklimata an, die die Grundlage für die neue geschützte geografische Angabe (g.g.A.) „Aguacate de Canarias“ bilden. Dieses Qualitätssiegel, das im Jahr 2025 verliehen wurde, bescheinigt, dass die hohen Produktionsstandards und die natürlichen Bedingungen des Archipels eine Frucht der Spitzenklasse hervorbringen. Diese ist für ihren einzigartigen Geschmack und ihre hervorragenden Nährwerte bekannt.

Von der Plantage in den Supermarkt – das ganze Jahr über

Das Unternehmen beschäftigt über 50 Fachkräfte und bewirtschaftet rund 350 Hektar Anbaufläche. Dank dieser Größenordnung kann es die Filialen der Kette zehn Monate im Jahr mit Avocados beliefern – lediglich im Sommer gibt es eine Pause. Dabei kommen je nach Saison verschiedene Sorten zum Einsatz. Die mit Abstand meistverkaufte Sorte ist Hass. Sie zeichnet sich durch ihre dunkle Schale und ein nussiges Aroma aus, das durch einen hohen Trockenmassegehalt von 24 bis 31 Prozent entsteht. Auf dem zweiten Platz folgt die Sorte Fuerte mit ihrem cremigen Fruchtfleisch und einer glatten, dünnen Schale, die beim Reifen ihre Farbe nicht verändert.

Ein Trend, der die Kanaren beflügelt

Die gesunden Eigenschaften der Avocado verleihen dieser Frucht derzeit einen neuen Boom. Das kommt auch der kanarischen Produktion zugute, die besonders gefragt ist. Ihre Qualität und ihr Geschmack machen sie zu einem begehrten Produkt, das die Inseln und ihre Landwirtschaft nachhaltig prägt.

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