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Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Erstmals ein eigenes Regelwerk für Outdoor-Unterkünfte
Die Kanarischen Inseln werden zum ersten Mal über ein spezifisches Dekret verfügen, das die touristischen Beherbergungsbetriebe im Freien regelt. Bislang fehlte für diese Aktivität eine aktualisierte Norm, die ihre verschiedenen Modalitäten geordnet hätte. Die Regierung der Kanarischen Inseln hat nun den Vorschlag des Ministeriums für Tourismus und Beschäftigung gebilligt, der einen gemeinsamen Rahmen für diese Art von Unterkünften schafft. Darüber hinaus soll die neue Regelung allen, die diese Aktivität entwickeln möchten, Rechtssicherheit bieten, angemessene Bedingungen für die Nutzer gewährleisten und neue Möglichkeiten eröffnen, das touristische Angebot des Archipels zu diversifizieren.
Fünf Modalitäten von Campingplatz bis Baumhaus
Das Dekret sieht fünf Modalitäten vor: Campingplätze; Zeltplätze für Wohnmobile, Wohnwagen und ähnliche Fahrzeuge; Übernachtungsplätze für diese Fahrzeuge; Zeltplätze bei abgelegenen ländlichen Gebäuden sowie besondere touristische Unterkünfte wie Yurten oder Baumhäuser. Tourismusministerin Jéssica de León erklärt, die Norm ermögliche es, „diese touristische Modalität zu ordnen, das Angebot der Inseln zu diversifizieren und auf eine wachsende Nachfrage zu reagieren – mit Garantien für Nachhaltigkeit, Servicequalität und Rechtssicherheit“.
Eigene Anforderungen für jede Modalität
Jede Modalität hat allerdings ihre eigenen Anforderungen an Betrieb, Ausstattung und Dienstleistungen, die auf ihre jeweiligen Merkmale zugeschnitten sind. Zudem werden Bedingungen zu Hygiene, Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Sicherheit und Barrierefreiheit festgelegt, ebenso wie Klassifizierungssysteme für Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile.
Parken oder campen: Klare Unterscheidung
In Fragen der Mobilität und des Verkehrs unterscheidet die Norm zwischen dem Abstellen eines Wohnmobils und dem Campen: Übernachtungsplätze sind der Erholung vorbehalten und erlauben einen Aufenthalt von höchstens 72 Stunden, während das Abstellen den Verkehrsregeln und den jeweiligen örtlichen Beschränkungen unterliegt.
Neue Chancen im ländlichen Raum
Die Regelung eröffnet zudem neue Möglichkeiten, das touristische Angebot im ländlichen Raum durch Unterkünfte zu diversifizieren, die an bestimmte Gebäude und landwirtschaftliche, viehwirtschaftliche oder traditionelle Tätigkeiten gebunden sind. Auch besondere touristische Unterkünfte sind vorgesehen, sofern ihre Errichtung durch die Stadtplanung erlaubt ist und die festgelegten Anforderungen erfüllt werden. Um diese Betriebe in Gang zu setzen, müssen die Initiatoren eine verantwortliche Erklärung bei der zuständigen Inselregierung (Cabildo Insular) abgeben und über die nach Stadtplanungs-, Umwelt- und Sicherheitsrecht erforderlichen Lizenzen und Genehmigungen verfügen.
Kein Freifahrtschein für beliebige Grundstücke
Die Regelung erlaubt es nicht, diese Unterkünfte auf jedem beliebigen Grundstück zu errichten, und schafft nicht automatisch neue Flächen für ihre touristische Nutzung. Bereits in Betrieb befindliche Unterkünfte haben fünf Jahre Zeit, ihre Anlagen und Dienstleistungen an die neue Norm anzupassen. Zudem können Gemeinden, die noch keine solche Angebote haben, Flächen vorübergehend freigeben, sofern die in der Norm vorgesehenen Anforderungen erfüllt sind.
Inkrafttreten nach drei Monaten – Info-Tour über die Inseln
Die neue Regelung tritt drei Monate nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Kanarischen Inseln (BOC) in Kraft. Während dieser Zeit wird das Ministerium für Tourismus und Beschäftigung über die Generaldirektion für Tourismusordnung, Ausbildung und Tourismusförderung die Inseln bereisen, um den Inhalt des Dekrets zu erläutern und Fragen zu beantworten – sowohl für öffentliche Verwaltungen als auch für den privaten Sektor. De León betont, diese Frist ermögliche es, eine auf den Kanaren wegweisende Norm bekannt zu machen, den Nutzern Rechtssicherheit zu geben und einen klaren Rahmen zu schaffen, damit Verwaltungen und Unternehmer neue Initiativen für touristische Outdoor-Unterkünfte starten können.
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