kanaren schlusslicht gehalt spanien 2026

Kanaren sind Schlusslicht beim Gehalt in Spanien

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Kanaren rutschen auf den letzten Platz beim Gehalt

Die Kanarischen Inseln sind im zweiten Quartal 2026 erneut auf den letzten Platz unter allen 17 spanischen Regionen gefallen, was das durchschnittliche Gehalt der Arbeitnehmer betrifft. Bereits im ersten Quartal des Jahres war die Lohnkostenentwicklung für den Archipel im Vergleich der autonomen Gemeinschaften schlecht ausgefallen – damals belegten die Inseln den vorletzten Platz (Rang 16), nur Extremadura lag noch dahinter und bildete das Schlusslicht. Doch mit den aktuellen Daten, die das spanische Statistikamt (INE) an diesem Donnerstag veröffentlicht hat, haben die Kanaren nun auch die letzte Stufe nach unten genommen und stehen wieder an der untersten Stelle aller 17 autonomen Gemeinschaften.

Was Gehaltskosten und Arbeitskosten unterscheidet

Dabei ist zu beachten, dass die Gehaltskosten stets niedriger ausfallen als die Arbeitskosten, da Letztere auch die Beiträge zur Sozialversicherung sowie weitere steuerliche Abgaben wie beispielsweise den Abzug der Einkommensteuer (Bruttolohn) umfassen. Die aktuellen Gehaltskostendaten für die Kanaren fallen in eine Phase, in der der Tourismus auf den Inseln unaufhörlich wächst – seit Mitte 2023 bereits mehr als drei Jahre in Folge – und die Unternehmen immer höhere Einnahmen erzielen. Auch das ist seit über drei Jahren der Fall, wenngleich mit einer gewissen Abschwächung im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem historischen Rekordjahr 2025 mit insgesamt 18,4 Millionen Touristen.

Dienstleistungssektor als Wachstumsmotor mit niedrigen Löhnen

Dieser produktive Sektor – der Dienstleistungsbereich, der schlechtere Durchschnittslöhne als die Industrie und das Baugewerbe bietet – ist der unbestrittene wirtschaftliche Motor der Kanaren und trägt 37 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Zudem hat der Archipel in derselben Phase innerhalb Spaniens das Wirtschaftswachstum gemessen am BIP angeführt. Gleichzeitig werden diese Gehaltskostendaten für das zweite Quartal 2026 zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem die Lebenshaltungskosten unaufhörlich gestiegen sind, mit einer derzeit rekordverdächtigen jährlichen Inflation, die laut der aktuellsten Messung vom August 2026 bei 3,8 Prozent liegt.

Kanarische Arbeitnehmer verdienen fast 500 Euro weniger als der Landesdurchschnitt

Damit werden die Kanaren zur Region, in der die Arbeitnehmer den niedrigsten Durchschnittslohn in ganz Spanien erhalten – lediglich 2.016 Euro monatlich (auf zwölf Monate gerechnet). Das bedeutet fast 500 Euro weniger als der nationale Durchschnitt, der im gleichen Analysezeitraum bei 2.513 Euro monatlich liegt. Mit diesem Wert rutschen die Inseln im zweiten Quartal 2026 auf den letzten Platz in der regionalen Rangliste nach den an die Beschäftigten gezahlten Löhnen. Diese Schlussposition ist schlechter als noch im ersten Quartal des Jahres, als Extremadura – heute Vorletzter – das Schlusslicht bildete.

Vergleich mit Extremadura, dem Landesdurchschnitt und den Balearen

Der kanarische Arbeitnehmer erhält den INE-Statistiken zufolge einen durchschnittlichen Monatslohn von 2.016 Euro, was einem Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem gleichen Wert des zweiten Quartals 2025 entspricht (Jahresvergleich). Der Durchschnittslohn der Kanaren liegt damit etwas niedriger als der von Extremadura (2.022 Euro monatlich), dem gewohnten Begleiter am unteren Ende der besagten regionalen Rangliste. Der auf den Inseln gezahlte Lohn – also das, was der Arbeitnehmer tatsächlich auf seinem Bankkonto erhält – liegt monatlich fast 500 Euro unter dem spanischen Durchschnitt von 2.513 Euro und mehr als 400 Euro unter dem Wert der Balearen (2.428 Euro). Die höchste Schwelle für diese Variable entfällt erneut auf Madrid mit 3.060 Euro monatlich, also über 1.000 Euro mehr als für den kanarischen Archipel ausgewiesen.

Durchweg negative Zahlen für die Kanaren

Insgesamt fallen alle vom INE in der an diesem Donnerstag veröffentlichten Studie vorgelegten Werte für die Kanaren negativ aus, zumindest aus Sicht der Arbeitnehmer. Denn zum letzten Platz bei den monatlichen Gehaltskosten im Zeitraum April bis Juni dieses Jahres gesellt sich der niedrigste Stundenlohn pro tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde mit 15,46 Euro auf den Inseln sowie die ebenfalls niedrigsten Arbeitskosten pro Stunde für den Arbeitgeber mit 21,37 Euro.

Spanienweiter Anstieg der Lohnkosten um 4 Prozent

Wie das INE weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten der Unternehmen in Spanien im zweiten Quartal dieses Jahres um 4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres 2025 und beliefen sich auf 3.388,15 Euro pro Arbeitnehmer und Monat. Dieser absolute Durchschnittswert umfasst die Zahlung der Sozialversicherung sowie weitere Verpflichtungen, die ebenfalls dem Arbeitgeber obliegen. Schlüsselt man den nationalen Wert auf, so ergibt sich, dass die Gehaltskosten um 4 Prozent auf 2.512,68 Euro stiegen und die übrigen Kosten um 4,2 Prozent. Die obligatorischen Sozialversicherungsbeiträge, der wichtigste Bestandteil der übrigen Kosten, wuchsen um 4,2 Prozent.

Regionale Unterschiede bei den Zuwächsen

Nach autonomen Gemeinschaften verzeichneten das Fürstentum Asturien, Katalonien und die Gemeinschaft Madrid die höchsten Anstiege der Arbeitskosten im zweiten Quartal des Jahres, während Extremadura, die Foralgemeinschaft Navarra und La Rioja die geringsten Zuwächse meldeten.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link