kanaren tourismusmoratorium einigung 500 millionen

Millionen-Deal: Kanaren beenden Hotel-Streit

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Einigung nach 25 Jahren

Die Kanarische Regierung und die von der Tourismusmoratorium betroffenen Hotelunternehmen haben sich geeinigt. Damit endet einer der längsten Wirtschaftsstreitigkeiten zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft in der jüngeren Geschichte der Inseln. Die Einigung sieht vor, etwa die Hälfte der geforderten Milliarde Euro auszuzahlen – ein „Ersparnis“ von rund 500 Millionen Euro für die regionalen Kassen. Die ersten Zahlungen sind bereits auf dem Weg, wie mit der Operation vertraute Quellen bestätigen.

Das Abkommen, das auch den Segen der Justiz hat, beendet einen Konflikt, der seinen Ursprung in den Beschränkungen des touristischen Wachstums ab 2001 hat. Nach zahlreichen Gesetzesänderungen und Gerichtsverfahren waren daraus Schadensersatzforderungen von über einer Milliarde Euro entstanden. Der Pakt reduziert diese Summe um rund 50 Prozent. Die Regionalregierung spart damit die Hälfte der potenziellen Entschädigungen ein und vermeidet zudem eine weitere Verlängerung der Prozesse, die zu höheren Zinsen und Verfahrenskosten geführt hätte.

Clavijos Strategie geht auf

Das endgültige Einvernehmen zwischen Regierung und Hoteliers krönt die Verhandlungsbemühungen des aktuellen Regionalkabinetts, die Rechnung für die öffentlichen Haushalte so gering wie möglich zu halten. Regierungspräsident Fernando Clavijo hatte bereits im Parlament eingeräumt, dass man gemeinsam mit den Eigentümern der betroffenen Tourismusbetriebe daran arbeite, die Entschädigungen auf unter 500 Millionen Euro zu drücken. Eine Summe, die ohnehin schwer auf den Konten des Archipels lastet – entspricht sie doch beispielsweise vier Prozent des letzten Regionalhaushalts.

Die Wurzeln des Konflikts

Der Ursprung des Problems liegt in der ersten Moratorium, die zwischen 2001 und 2003 unter der Regierung von Román Rodríguez verabschiedet wurde. Sie sollte den Anstieg der Tourismusbetten bremsen und die Entwicklung der Branche durch die Richtlinien der Raumordnung und des Tourismus lenken – ein Eingriff in den Markt par excellence. Jahre später, im Jahr 2009, ermöglichte das Gesetz über dringende Maßnahmen den Eigentümern bestimmter Tourismuspflächen, eine Umwidmung in ländliche Gebiete zu beantragen und entsprechend eine Entschädigung für den Verlust urbanistischer Rechte zu fordern.

Aus diesem Mechanismus entwickelten sich dutzende Verfahren. Die ursprünglichen Anträge überstiegen die Zahl von fünfzig. Nach jahrelangen Verwaltungs- und Gerichtsverfahren konzentrierte sich der Konflikt schließlich auf 36 Fälle. Die meisten betroffenen Grundstücke liegen im Süden von Gran Canaria und auf Fuerteventura, einige auch auf Lanzarote und Teneriffa.

Gerichte trieben die Summen in die Höhe

Der Streit verschärfte sich, weil die Umwidmungen und Entschädigungen nicht in den vorgesehenen Fristen bearbeitet wurden. Die Eigentümer zogen vor Gericht, das die Verwaltung zur Bearbeitung und Entscheidung der Fälle zwang. So zog sich die Auseinandersetzung hin, und die Streitsummen wuchsen im Laufe der Zeit auf über eine Milliarde Euro an – von der die Unternehmen nun etwa die Hälfte erlassen haben.

Das Abkommen bedeutet, dass die Unternehmen auf gut die Hälfte ihrer Forderungen verzichten, im Gegenzug werden alle laufenden Gerichtsverfahren eingestellt und die andere Hälfte umgehend ausgezahlt. Der Abschluss des Konflikts beseitigt auch die Unsicherheit über Projekte, die jahrelang blockiert waren. Einige könnten nun wieder aufgenommen werden, allerdings mit erheblich höheren Bau- und Finanzierungskosten als ursprünglich geplant.

Ein Vierteljahrhundert voller Turbulenzen

Ein Vierteljahrhundert nach dem Beginn der umstrittenen Moratorium werden nun die ersten Zahlungen an die betroffenen Firmen – darunter oder darunter waren Satocan, Dreamplace und vor allem Lopesan – ausbezahlt. Damit endet ein Kapitel, das die Unternehmer- und Politwelt lange beschäftigt hat. Die Autonome Gemeinschaft übernimmt eine beachtliche Rechnung, vermeidet jedoch die Zahlung von 500 Millionen Euro an aufgelaufenen Forderungen und beendet zugleich ein Damoklesschwert, das über Jahre die öffentlichen Kassen wegen einer wechselhaften Tourismus- und Planungspolitik bedroht hat.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link