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Verkehrschaos in Las Palmas: Viadukt-Sperrung führt zu langen Staus

Die Geschichte wiederholt sich: Stau am Viadukt Guiniguada

Nur eine Woche, nachdem der Verkehr in Las Palmas de Gran Canaria aufgrund von Bauarbeiten am Viadukt von Guiniguada in Richtung Norden kollabiert war, kommt es nun auch in Richtung Süden zu erheblichen Behinderungen. Die sieben Tage Vorsprung, die der Cabildo (Inselregierung) von Gran Canaria gegenüber den ursprünglich geplanten 15 Tagen einsparen konnte, haben den Anwohnern nur eine kurze Verschnaufpause verschafft. An diesem Montag stauten sich die Autos erneut, besonders auf der GC-23.

Julio-Luengo-Tunnel am Limit

Die Umleitung des Verkehrs durch den Julio-Luengo-Tunnel hat sich als Flaschenhals erwiesen und sorgt für stundenlange Staus. Eine Entwicklung, die der Cabildo von Gran Canaria allerdings bereits vorhergesehen hatte. Augusto Hidalgo, Vizepräsident der Inselregierung, räumte in einem Interview mit dem kanarischen Rundfunk RTVC ein, dass die Sperrung einen Großteil des Verkehrs, insbesondere von der GC-2 und anderen Hauptverkehrsadern, in den Tunnel ziehen würde. Er betonte, dass die aktuellen Bauarbeiten in südlicher Richtung umfangreicher seien als zuvor. Zudem nannte er den „Überraschungseffekt“ als einen Hauptgrund für die Verwirrung vieler Autofahrer, was den Druck in der Unterführung zusätzlich erhöht habe.

Intelligente Ampeln als Lösung

Um die Staus zu entschärfen, kündigte Hidalgo eine Anpassung der Ampelsteuerung an. Ein elektronisches System soll künftig den Anstieg der Fahrzeugschlangen erkennen und die Schaltzeiten dynamisch an den tatsächlichen Verkehrsbedarf anpassen, wodurch die Grünphasen am Tunneleingang häufiger werden. Diese Lösung hat jedoch einen Haken: Die verlängerten Grünphasen werden unweigerlich den Verkehr in nördlicher Richtung auf der Avenida Marítima ausbremsen.

Umleitungen und alternative Routen

Doch nicht nur die GC-23 ist betroffen. Auch angrenzende Bereiche wie Mesa y López kämpfen mit erheblichem Verkehrsaufkommen. Die Vollsperrung des Viadukts gilt rund um die Uhr und soll voraussichtlich bis zum 23. August andauern. Der Dienst für Öffentliche Arbeiten des Cabildo hat mehrere Ausweichrouten für betroffene Fahrzeuge eingerichtet. Eine der Hauptumleitungen führt von der Avenida Pintor Felo Monzón über die Avenida Juan Carlos I. und weiter durch den Julio-Luengo-Tunnel. Alternativ kann der Verkehr von den La-Ballena-Tunneln (GC-23) in Richtung Julio Luengo geleitet werden, um von dort über die Avenida Marítima zur GC-1 zu gelangen. Diese Umleitungen sollen die Verbindung zwischen den verschiedenen Teilen der Stadt aufrechterhalten, bis der Brückenabschnitt wieder freigegeben wird.

Hintergrund der Bauarbeiten

Der Cabildo de Gran Canaria hatte bereits in der Nacht zum Sonntag mit den Abdichtungsarbeiten an der Fahrbahnplatte in südlicher Richtung begonnen, nachdem die nördliche Fahrbahn zwölf Stunden früher als geplant wieder geöffnet worden war. Die Bauarbeiten, die von der Firma Lopesan Asfaltos y Construcciones ausgeführt werden, sind bis zum 23. August terminiert. Die Maßnahme umfasst die Abdichtung beider Fahrbahnplatten des Guiniguada-Viadukts, was einer Gesamtfläche von über 18.000 Quadratmetern entspricht. Diese Arbeiten werden in einem ungewöhnlich kurzen Zeitraum durchgeführt, da solche Projekte normalerweise deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Die Abdichtung ist Teil eines größeren Projekts zur Fahrbahnerneuerung von 11 Kilometern der Ringautobahn (Circunvalación) von Las Palmas de Gran Canaria. Dieses wurde von der Regionalverwaltung für öffentliche Arbeiten im vergangenen Jahr für insgesamt 18.722.343 Euro vergeben. Die Arbeiten am Viadukt entsprechen dem zweiten Bauabschnitt des Vertrags und sind mit einem spezifischen Budget von 2,2 Millionen Euro ausgestattet. Die Asphaltierungsarbeiten an der Circunvalación laufen bereits seit mehreren Monaten, hauptsächlich nachts, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Appell an die Autofahrer

Angesichts der vollständigen Sperrung des Viadukts in südlicher Richtung empfiehlt der Cabildo von Gran Canaria den Autofahrern, ihre Fahrten im Voraus zu planen, die alternativen Routen zu nutzen und die Baustellenbereiche wenn möglich zu meiden. Die Inselregierung rät zudem, während der Bauphase vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, um den Druck auf die Ausweichstrecken zu verringern und die durch die Verkehrsumleitung entstehenden Staus zu minimieren.

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