Feuer im Recyclinghof: Großeinsatz auf Gran Canaria
Ein Brand, der am Freitagnachmittag im Recyclinghof (Ecoparque) von Juan Grande in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana im Süden Gran Canarias ausgebrochen ist, hat einen stundenlangen Einsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Die genaue Ursache des Feuers ist noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen. Ersten Hypothesen der Inselregierung (Cabildo) zufolge könnte jedoch entzündliches Material in den Lagerbeständen an Häckselgut die Katastrophe ausgelöst haben.
Mögliche Brandursache: Funkenflug im Schredder?
Wie die Inselregierung in einer offiziellen Mitteilung erklärte, gehen die vorläufigen Vermutungen dahin, dass sich möglicherweise ein Fremdkörper aus entzündlichem Material unter den zur Zerkleinerung anstehenden Gartenabfällen befand. Die Entzündung könnte demnach beim Durchlauf des Materials durch die Schredderanlage entstanden sein. Die extrem trockene Beschaffenheit der pflanzlichen Abfälle sowie die an diesem Tag herrschenden, extremen Wetterbedingungen hätten in der Folge die rasche Ausbreitung des Feuers begünstigt.
Zwei Verletzte nach Rauchgas-Inhalation
Nach Informationen der Notrufzentrale 1-1-2 der Kanarischen Inseln wurden bei dem Vorfall zwei Einsatzkräfte vor Ort wegen des Einatmens von Rauchgasen medizinisch versorgt. Der Alarm war kurz vor 16:00 Uhr eingegangen. Daraufhin wurden eine Boden-Einheit sowie zwei Löschhubschrauber der Umweltabteilung der Inselregierung von Gran Canaria zum Unglücksort entsandt. Dort waren bereits die Feuerwehr des Inselkonsortiums sowie die Feuerwehr von San Bartolomé de Tirajana im Einsatz. Zusätzlich waren die örtliche Polizei, die Nationalpolizei und ein Team des Kanarischen Notdienstes (SUC) gemäß dem Sicherheitsprotokoll für solche Fälle vor Ort.
Feuer unter Kontrolle, Nachlösch- und Überwachungsarbeiten laufen
Nach fast zwei Stunden intensiver Löscharbeiten, unterstützt durch Wasserabwürfe aus der Luft und Bodeneinsätze, gelang es den Einsatzkräften, das Feuer im Freigelände unter Kontrolle zu bringen. Dennoch war zunächst noch eine markante Rauchsäule zu sehen, die vom Wind angetrieben wurde. Gegen 18:00 Uhr, nachdem das Feuer eingedämmt war – es hatte teilweise auch den Bereich für Sperrmüll erfasst –, verließen die Teams der Umweltabteilung die Anlage. Die Feuerwehrleute des Konsortiums und der Gemeindefeuerwehr blieben jedoch im Ecoparque, um die Nachlöscharbeiten fortzusetzen und das kontrollierte Abbrennen des Materials im eingedämmten Bereich zu beaufsichtigen. Die Kräfte sind weiterhin mit Nachlösch- und Überwachungsarbeiten beschäftigt, da keine Flammen mehr sichtbar sind, aber eine hohe Wärmestauung herrscht, die eine erhöhte Wachsamkeit erforderlich macht.
Sachschaden und Maßnahmen
Bezüglich des Sachschadens teilte die Inselregierung mit, dass die Umweltabteilung in den kommenden Tagen eine detailliertere Analyse durchführen wird. Bisher wurde bestätigt, dass ein Schredder für Grünabfälle und ein weiterer für Sperrmüll erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Darüber hinaus hat die Umweltbehörde bereits Kontakt zu den Gemeinden im Süden der Insel aufgenommen, um den Lkw-Verkehr ab dem heutigen Samstag vorübergehend zum nördlichen Ecoparque (Ecoparque Norte) umzuleiten, bis sich die Lage im Süden wieder normalisiert hat.
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