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Keroxen 2026: Experimentelle Klänge von Teneriffa bis London

Der Zünder ist gelegt

Keroxen 2026 hat die Namen einer Ausgabe bekannt gegeben, die vom 10. September bis zum 10. Oktober den Kulturraum El Tanque in Santa Cruz de Teneriffa erneut in ein Labor für Musik und Kreation verwandeln wird – eine einzigartige Symbiose aus bildender Kunst, Künstlerresidenzen und Klangwelten. In diesem Jahr überschreitet das Festival jedoch Grenzen: Vier Konzerte finden auf Lanzarote statt, neun weitere im legendären Café OTO in London Ende Oktober, in Zusammenarbeit mit dem Label Discrepant.

Ein globaler Soundtrack

Mit mehr als dreißig Acts aus Asien, Europa, Amerika und Afrika, die im Dialog mit der spanischen und kanarischen Szene stehen, bleibt das Festival der Philosophie treu, mit der es vor 18 Jahren gegründet wurde: Projekte zu entdecken, die sich konventionellen Pfaden entziehen, und Begegnungen zwischen Künstlern zu ermöglichen. Der riesige, ehemalige Öltank auf Teneriffa wird wieder zum pulsierenden Herzen eines Events, das seine eigenen Grenzen sprengt.

Neben den Tagen im Kulturraum El Tanque gehören Künstlerresidenzen, das inzwischen traditionelle Treffen in Bajamar, die Festival-Erweiterung auf Lanzarote und die Konzerte in London zum Programm. All das erweitert die Landkarte eines Keroxen, das Kreation als einen gemeinsamen, ständig in Bewegung befindlichen Prozess versteht.

Der Startschuss: 10. September

Die Ausgabe 2026 startet am 10. September mit einem vielseitigen Auftakt: einer Neuinterpretation des Werks von Olivier Messiaen durch Esther Ropón und Ernst Surberg, der lang erwarteten Show „Eraserhead“ der US-Amerikaner Xiu Xiu (inspiriert von David Lynchs Film) und der Premiere von „Amanogawa“, einer Künstlerresidenz des japanischen Duos Waq Waq Kingdom gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Kalma. Dieses immersive Projekt verbindet elektronische Musik, japanische Tradition und audiovisuelle Kunst.

11. September: Japan trifft Großbritannien und Brasilien

Am 11. September steht die Residenz des audiovisuellen Kollektivs Desilence und der japanischen Sängerin Hatis Noit im Mittelpunkt. Sie teilt sich die Bühne mit den Briten Seefeel, echten Ikonen der experimentellen Elektronik, der Wucht der Brasilianerinnen Rakta und dem kanarischen Act Dancelwerk.

12. September: Ein Echo aus drei Kontinenten

Der dritte Tag, der 12. September, steht ganz im Zeichen der Premiere von „Ecos“, einem Projekt, das Sara Maurin Kane, Nina Ndiaye und Inés Sybille in einen Dialog zwischen Senegal, Haiti und den Kanaren bringt. Den Abend komplettieren die Intensität der britischen Band GNOD, das asiatische Duo Takkak Takkak und der Kanarier Usted.

Tradition in Bajamar

Wie es bereits Tradition ist, verlässt Keroxen den Tanque für einen besonderen Tag: Am 3. Oktober findet in Bajamar ein Konzerttag mit Las Arañas del Neptuno, Javier Goldin und Severine Beata statt. Dieses besondere Treffen wird mit einer Pflanzaktion heimischer Flora verbunden und bleibt damit eines der einzigartigsten Erlebnisse des Festivals.

Grandioses Finale am 10. Oktober

Das Programm im Kulturraum El Tanque endet am 10. Oktober mit einem weiteren intensiven Tag: Höhepunkt ist die Premiere von „False Vectors“, einer Residenz der Palästinenser Muqata’a und Fairouz Hasan. Das Line-Up wird ergänzt durch das libanesische Projekt PRAED, das peruanische Duo Agua Dulce (bestehend aus Ale Hop und Laura Robles), den italo-tibetischen Musiker Namkhai Yeshi und den Kanarier Sunday German Flowers.

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