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Teneriffa investiert 3,5 Mio. Euro: Malpaso wird zum Logistikzentrum

3,5 Millionen Euro für die Müllwende im Südwesten

Der Inselrat (Cabildo) von Teneriffa investiert kräftig in die Abfallwirtschaft: Rund 3,5 Millionen Euro fließen in den Umbau der Müllumladestation Malpaso in der Gemeinde Arona. Die Anlage wird zu einem effizienten Logistikzentrum umgestaltet, das nicht nur den Müll besser verarbeiten, sondern auch neue Serviceleistungen bieten soll. Eine der wichtigsten Maßnahmen auf dem Gelände ist die Integration einer Behandlungs- und Zerkleinerungsanlage für Sperrmüll, die Inbetriebnahme eines modernen Recyclinghofs (Punto Limpio) sowie die Einrichtung eines speziellen Servicebereichs für Wohnmobile.

Paradies für Wohnmobilisten: Servicebereich mit Frischwasser und Abwasserentsorgung

Dieser Servicebereich ist eine der großen Neuheiten des Projekts und ein Vorzeigemodell für die gesamte Insel. Wie der Cabildo ankündigt, können Wohnmobilbesitzer hier künftig ihre Grauwasser- und Schwarzwassertanks fachgerecht entleeren. Ein weiteres Highlight: Die Fahrzeuge können auf dem Gelände auch mit frischem Trinkwasser versorgt werden. „Diese Initiative werden wir schrittweise auf alle Recyclinghöfe der Insel ausweiten“, verspricht die Inselverwaltung. Es ist ein klares Signal an den wachsenden Wohnmobil-Tourismus auf Teneriffa, der bisher oft vor dem Problem der fachgerechten Entsorgung stand.

Neue Gebäude und modernste Technik für eine saubere Zukunft

Die Bauarbeiten in Malpaso umfassen eine ganze Reihe von Maßnahmen. So wurde eine überdachte Halle für die Lagerung und Behandlung von Sperrmüll errichtet. Hinzu kommen ein neues Gebäude für die allgemeinen Betriebsabläufe sowie eine separate Station für die getrennte Sammlung von Wertstoffen am Recyclinghof. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verbesserung der bestehenden Sickerwasser-Vorreinigungsanlage. Zudem wird das gesamte Areal optisch aufgewertet: Alle Gebäude des Komplexes erhalten das einheitliche Erscheinungsbild der Marke Tenerife+Nachhaltig (Tenerife+Sostenible), um die Wiedererkennung und das Umweltbewusstsein zu stärken.

Effizientere Abfallentsorgung für sieben Gemeinden

Das Hauptziel des Umbaus ist es, die Effizienz der Müllbehandlung deutlich zu steigern. Die modernisierte Anlage in Malpaso ist künftig für die Abfälle aus gleich sieben Gemeinden im Südwesten der Insel zuständig: Arona, Adeje, Santiago del Teide, Guía de Isora, Granadilla de Abona, Vilaflor und San Miguel de Abona. Gleichzeitig wird das Dienstleistungsangebot am Standort erheblich erweitert. Die Inselpräsidentin Rosa Dávila betonte bei der Vorstellung des Projekts die Bedeutung des neuen Wohnmobil-Servicebereichs. „Ich kann bereits ankündigen, dass wir als nächstes ähnliche Anlagen am Recyclinghof Las Chafiras in San Miguel und am Recyclinghof des Umweltkomplexes errichten werden“, so Dávila.

Ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Insel

Die für die Natur zuständige Inselrätin Blanca Pérez unterstrich die strategische Rolle des neuen Logistikzentrums: „Die Anlage in Malpaso ist eine wichtige Einrichtung, die den gesamten Südwesten der Insel versorgt.“ Sie sieht in dem Projekt ein Vorbild für ähnliche Maßnahmen an anderen Standorten. „Dies ist ein Beispiel für die Maßnahmen, die wir auch an anderen Orten umsetzen werden“, erklärte Pérez und machte damit deutlich, dass der Cabildo die Modernisierung der Abfallinfrastruktur konsequent vorantreibt.

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