Erneut erreicht ein Flüchtlingsboot die Kanaren
Ein weiteres Mal ist ein Boot mit Migranten auf den Kanarischen Inseln angekommen. Die Besatzung des Seenotrettungsschiffes „Salvamar Diphda“ hat am Samstag ein Holzboot mit 40 Menschen an Bord sicher in den Hafen von La Restinga auf El Hierro eskortiert. Unter den Insassen befanden sich sechs Frauen und vier Minderjährige.
Radarortung und Rettungseinsatz
Die Guardia Civil hatte das Boot etwa zehn Seemeilen südlich von El Hierro auf dem Radar entdeckt und umgehend die Seenotleitung Teneriffa informiert. Die Einsatzzentrale alarmierte daraufhin die „Salvamar Diphda“, die sofort Kurs auf die angegebene Position nahm. Gegen 14:15 Uhr Ortszeit (Ortszeit der Kanaren) meldete die Besatzung, sie habe das Holzboot in einer halben Seemeile Entfernung gesichtet und geleite es nun in den Hafen. Gegen 15:00 Uhr legte das Boot schließlich in La Restinga an.
Keine medizinischen Notfälle
Glücklicherweise war keiner der Migranten in einem so kritischen Zustand, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach Angaben der Rettungs- und Gesundheitsdienste handelt es sich bei allen 40 Personen um Menschen subsaharischer Herkunft, die sich in einem insgesamt guten gesundheitlichen Zustand befanden. Sie wurden im Hafen von La Restinga vom Notfallteam des Roten Kreuzes (ERIE), dem kanarischen Rettungsdienst (SUC), der Hafenaufsicht, der Guardia Civil und der Nationalpolizei betreut.
Acht Tage auf dem Atlantik
Nach Aussagen der Geretteten waren sie acht Tage auf See unterwegs. Ihre Reise begann in Barra, einem Ort im westafrikanischen Gambia. An Bord befanden sich Menschen aus Gambia, Senegal und Guinea-Conakry. Die Migranten werden in den nächsten Stunden in das Zentrum zur vorübergehenden Aufnahme von Ausländern (CATE) im Ort San Andrés in der Gemeinde Valverde gebracht. Dort werden sie von Mitgliedern der Nichtregierungsorganisation „Corazón naranja – Ebrima Sonko“ betreut und stehen bis zu ihrer Weiterleitung auf das spanische Festland oder andere Einrichtungen außerhalb der Insel unter Polizeischutz.

