adeje muellgebuhr streit cc psoe

Adeje: Streit um neue Müllgebühren – CC wirft PSOE soziale Kälte vor

Müllgebühren in Adeje: Opposition wirft Rathaus “soziale Kälte” vor

Im beliebten Touristenort Adeje auf Teneriffa ist ein erbitterter politischer Streit um die neue Müllgebührenordnung entbrannt. Die örtliche Partei Coalición Canaria (CC) hat dem sozialistischen Bürgermeisterteam vorgeworfen, die Einnahmen über den Schutz der Familien zu stellen. Grund ist die Ablehnung sämtlicher Vorschläge der CC, die die neue Gebührenordnung abfedern sollten.

“Eine ungerechte Gebührenerhöhung um 26 Prozent”

Nach Ansicht der Nationalisten bringt die beschlossene Satzung eine saftige Mehrbelastung von 26 Prozent mit sich, die direkt bei den Einwohnern lande. Dies sei inakzeptabel. Die CC hatte daher ein ganzes Paket an Entlastungen geschnürt. Auf dem Tisch lagen unter anderem eine Ermäßigung von zwölf Prozent für alle Bewohner, ein spezieller Bonus für kinderreiche Familien sowie gestaffelte Hilfen von bis zu 90 Prozent für Menschen in wirtschaftlichen Notlagen.

Die Spitzenkandidatin von Coalición Canaria, Patricia León, zeigte sich enttäuscht über das Veto der Sozialisten. “Der PSOE hat jede einzelne Maßnahme abgeschmettert, die denjenigen helfen sollte, die in Adeje leben, hier Steuern zahlen und das ganze Jahr über ihren Beitrag leisten”, beklagte sie. Für León ist die Botschaft klar: Die lokale Regierung lasse die Bürger für ein Problem bezahlen, das hauptsächlich der boomende Tourismus verursache – nämlich die steigenden Abfallmengen.

“Nicht die Anwohner sollen für den Tourismus-Trend bezahlen”

Die Politikerin stellte klar, dass eine ganz normale Familie aus Adeje nicht mehr für Müll zahlen dürfe, den sie gar nicht produziere. Sie forderte eine gerechtere Verteilung der Kosten. In diesem Sinne hatte die CC auch vorgeschlagen, das Prinzip “Wer mehr Müll macht, zahlt mehr” konsequent anzuwenden. Das Ziel: Die Tourismusbranche sollte sich deutlich stärker an der Finanzierung der Abfallentsorgung beteiligen, da sie den Großteil der Abfälle verursacht.

“Eine verpasste Chance für soziale Sensibilität”

Der Gemeinderat der Nationalisten, Aythami Amaro, übte scharfe Kritik am Abstimmungsverhalten der Regierungspartei. “Der PSOE hat eine großartige Chance vertan, soziale Sensibilität zu beweisen”, so Amaro. Er kritisierte, dass man gegen eine Entlastung der Anwohner, gegen die Unterstützung kinderreicher Familien und gegen den Schutz der Schwächsten gestimmt habe.

Aus Sicht der CC ignoriere die pauschale Erhöhung die Realität in der Gemeinde und bestrafe ausgerechnet die, die in Adeje leben und arbeiten. Amaros Fazit fällt vernichtend aus: “Während Adeje von einem touristischen Rekord zum nächsten eilt, sind es erneut die Einwohner, die die Zeche zahlen müssen.”

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link