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Teneriffa bekommt einen intelligenten Bus-VAO auf der TF-5

Weniger Stau auf der Nordautobahn

Der Inselrat von Teneriffa plant einen intelligenten Bus-VAO auf der Nordautobahn TF-5 zwischen Santa Cruz und Los Rodeos. Das Projekt, das nun öffentlich ausgelegt wird, soll auf einer Länge von 9,7 Kilometern den linken Fahrstreifen in den Stoßzeiten für Busse, Taxis, Motorräder und Fahrzeuge mit mindestens zwei Insassen reservieren. Die Investitionssumme beträgt 6,2 Millionen Euro.

So funktioniert der intelligente Fahrstreifen

Der Bus-VAO (spanische Abkürzung für „Fahrzeug mit hoher Besetzungszahl“) wird zwischen den Kilometern 2,5 (Höhe Somosierra) und 12,2 der TF-5 eingerichtet. In den Hauptverkehrszeiten ist der linke Fahrstreifen ausschließlich den berechtigten Fahrzeugen vorbehalten. Außerhalb dieser Zeiten kann er wie ein normaler Fahrstreifen von allen Verkehrsteilnehmern genutzt werden.

Ausgestattet wird die Strecke mit moderner Intelligenter Transportsystem-Technik (ITS). Dazu gehören Wechselverkehrszeichen, Überwachungskameras, automatische Kontrollsysteme und Leuchtbaken. Diese Elemente informieren die Autofahrer in Echtzeit über die aktuellen Nutzungsbedingungen des Fahrstreifens und erhöhen die Verkehrssicherheit.

Bis zu 50 Prozent Zeitersparnis

Nach den Prognosen des Inselrates wird die Maßnahme die Reisezeiten spürbar verkürzen. Vom Anschluss des Nordflughafens in Richtung Santa Cruz soll die Fahrzeit um rund 20 Prozent sinken, was etwa zehn Minuten weniger auf der Strecke bedeutet. In der Gegenrichtung, von der Hauptstadt nach Los Rodeos, könnte die Reduzierung sogar über 50 Prozent liegen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf diesem Abschnitt soll von derzeit 50 Kilometern pro Stunde – bedingt durch die häufigen Staus – auf rund 70 Kilometer pro Stunde steigen.

Flughafen-Erweiterung: Dritte Spur und Enteignungen

Parallel dazu treibt die Abteilung für öffentliche Arbeiten das Verfahren zur Enteignung von knapp 8.000 Quadratmetern Grundfläche voran. Diese Fläche wird benötigt, um den dritten Fahrstreifen der TF-5 zwischen Guamasa und dem Nordflughafen bauen zu können. Zu den betroffenen Eigentümern zählt unter anderem der Flughafenbetreiber Aena.

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