Shakira, die WM und ein Dorf auf Teneriffa: Wie ein japanisches Wort die Kanaren viral machte
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko, den USA und Kanada heizt die Motoren an. Und wie schon 2010 in Südafrika – dem einzigen Triumph Spaniens bei einer WM – mischt Shakira wieder kräftig mit. Die kolumbianische Sängerin hat gemeinsam mit dem nigerianischen Star Burna Boy den Song „Dai Dai“ aufgenommen, einen der offiziellen Titel des Turniers.
Doch das Besondere an dieser Hymne verbirgt sich in einer vermeintlichen Textzeile. Einem humorvollen Zufall ist es zu verdanken, dass der Song eine unerwartete Verbindung zu den Kanarischen Inseln und vor allem zu Teneriffa schafft. Der Urheber dieses kuriosen Fundes: der Komiker Darío López aus La Laguna, der hinter dem Account „palanteproducciones“ steckt. Ihm gelang das Kunststück, die Gemeinde Icod de los Vinos im Norden Teneriffas mit der Weltmeisterschaft zu verknüpfen – und das durch einen simplen Hörfehler.
„Wenn du den WM-Song hörst und stolz darauf bist, aus ICOD zu kommen“
Darío López postete auf Instagram eine Story, in der er auf das Lied reagiert. Die Botschaft verfehlte ihre Wirkung nicht: „Wenn du den WM-Song hörst und stolz darauf bist, aus ICOD zu kommen“, schrieb er. Wer genau hinhört, dem fällt in einer bestimmten Stelle des Refrains eine verblüffende phonetische Ähnlichkeit auf. Man könnte meinen, Shakira rufe laut und deutlich den Namen der kanarischen Weinbaugemeinde in den Norden Teneriffas.
Was nach „Icod“ klingt, ist jedoch etwas ganz anderes. In besagtem Songfragment singt die Künstlerin „ikou“ – ein japanischer Ausdruck, der vom Verb „iku“ (gehen) abstammt und frei mit einem enthusiastischen „Los geht’s“ oder „Auf geht’s“ übersetzt werden kann. Der Refrain spielt genau mit dieser Idee und wiederholt das Wort „vamos“ in gleich fünf Sprachen: Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Japanisch. Eine musikalische Geste, die den globalen Charakter des Turniers unterstreichen und Fans aus aller Welt unter einer Botschaft vereinen soll.
Mehr als nur ein Ohrwurm: Shakiras WM-Song hat auch eine soziale Mission
Die offizielle Hymne der WM 2026 hat aber nicht nur einen eingängigen Refrain. Shakira selbst erklärte, dass das Lied auch eine karitative Komponente besitzt. Während des Turniers sollen Spenden gesammelt werden, die über den FIFA-Bildungsfonds in Bildungs- und Sportprogramme für Kinder fließen. Die kolumbianische Sängerin bekommt zudem eine weitere große Bühne, um ihre Botschaft zu verbreiten: Am 19. Juli, dem Tag des WM-Endspiels, wird es zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft eine Halbzeitshow im Stil des amerikanischen Super Bowl geben. Neben Shakira sollen weitere internationale Künstler auftreten.
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Shakira einen der großen WM-Hits liefert. Bereits 2010 schrieb sie mit dem unvergesslichen „Waka Waka“ Musikgeschichte – ein Song, der für immer mit dem historischen Triumph Spaniens in Südafrika verbunden sein wird.

