Brandnacht in Arrecife: 13 Container in Flammen
Die Hauptstadt von Lanzarote, Arrecife, erlebte in der Nacht zum Dienstag, dem 2. Juni, eine Serie von Bränden an verschiedenen Stellen der Gemeinde. Zwischen etwa 0:30 Uhr und 7:30 Uhr morgens waren die Rettungskräfte ununterbrochen im Einsatz. Insgesamt gerieten 13 Abfall- und Recyclingcontainer in Brand. Neben den Containern selbst wurde ein Fahrzeug vollständig zerstört, sechs weitere Autos erlitten durch die enorme Hitzestrahlung der Flammen Schäden.
Großaufgebot an Rettungskräften
Die Feuerwehr des Sicherheits- und Notfallkonsortiums von Lanzarote rückte aus, um die Flammen zu löschen. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von Beamten der örtlichen Polizei (Policía Local) und der Nationalpolizei. Die Vorfälle ereigneten sich an mehreren Punkten der Inselhauptstadt, genauer gesagt in den Straßen La Carmen, La Niña, Fernando Católico, El Isleño, Castillo de Las Coloradas und Yágabo sowie in weiteren Bereichen der Stadtteile Titerroy und San Francisco Javier.
Erster Einsatz in der Calle La Carmen
Der erste größere Einsatz fand in der Calle La Carmen statt. Die Feuerwehr rückte nach einer Meldung über brennende Container in Titerroy aus. Bei ihrem Eintreffen hatte die örtliche Polizei den Bereich bereits weiträumig abgesperrt, um den Löscheinsatz zu erleichtern und die Sicherheit der Anwohner sowie der vorbeifahrenden Autofahrer zu gewährleisten. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass das Feuer auf vier verschiedene Container übergegriffen hatte. Sie begannen sofort mit den Löscharbeiten, indem sie Wasser auf die Brände abgaben. Während des Einsatzes meldeten die Polizeibeamten einen weiteren Brand in der Nähe, was eine Aufteilung der Kräfte erforderlich machte, um beide Notfälle gleichzeitig zu bewältigen. Anschließend kehrten die Feuerwehrleute zum ersten Brandherd zurück, um die vollständige Löschung mit Schaum abzuschließen. Dafür nutzten sie ein sogenanntes ProPak-System, das die Effizienz bei der Brandbekämpfung von Müllbränden erhöht und das Risiko einer erneuten Entzündung senkt.
Die endgültige Bilanz an dieser Stelle: vier komplett zerstörte Container. Es handelte sich um einen Behälter für Bioabfälle, einen für Papier und Pappe, einen für Glas sowie einen für Leichtverpackungen (Gelber Sack).
Nächster Brand in der Calle La Niña
Während die Feuerwehrleute noch in der Calle La Carmen im Einsatz waren, wurden sie zu einem weiteren Feuer in der nahegelegenen Calle La Niña, ebenfalls in Titerroy, alarmiert. Als sie am Ort des Geschehens eintrafen, hatten die Beamten der örtlichen Polizei bereits erste vorbeugende Maßnahmen ergriffen. Wie das Sicherheits- und Notfallkonsortium mitteilte, hatten die Polizisten den brennenden Container von den übrigen getrennt und mit einem Feuerlöscher versucht, die Ausbreitung der Flammen zu verlangsamen. In diesem Fall war ein Recyclingcontainer für Verpackungen betroffen. Das Feuer beschränkte sich hauptsächlich auf den Inhalt des Behälters. Die Einsatzkräfte löschten die Glut endgültig mit Schaum aus dem ProPak-System und überprüften die Stelle sorgfältig auf mögliche Glutnester, bevor sie den Ort verließen.
Weitere Brände in San Francisco Javier und Umgebung
Kurz darauf meldete die Notrufzentrale CECOES einen neuen Containerbrand in der Calle Fernando El Católico im Stadtteil San Francisco Javier. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte standen drei Container in Flammen. Die Löscharbeiten erfolgten zunächst mit Wasser, anschließend mit einem Netzmittel, einer Mischung aus Wasser und Schaumbildner. Diese Kombination dient dazu, brennbares Material abzukühlen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Das Feuer zerstörte drei Behälter für verschiedene Abfallfraktionen: Verpackungen, Papier und Pappe sowie Bioabfälle. Nachdem die Einsatzkräfte sichergestellt hatten, dass kein Brandherd mehr aktiv war, wurde der Einsatz beendet.
Die Serie von Einsätzen zog sich durch die gesamte Nacht. Weitere Meldungen erreichten die Feuerwehr aus der Calle El Isleño, der Calle Castillo de Las Coloradas und schließlich aus der Calle Yágabo. An diesem letzten Einsatzort fanden die Feuerwehrleute zwei brennende Container für Bioabfälle vor. Sie konnten die Flammen schnell mit Wasser und Schaummittel löschen. Nach abschließenden Sicherheitskontrollen und dem Ausschluss jeglicher Wiederentzündungsgefahr kehrten die Einsatzkräfte zu ihrer Wache zurück.

