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Teneriffa lässt Influencer im Krisenstab senden

Live aus dem Krisenstab: Influencer berichtet während des Sturms

Das Cabildo von Teneriffa, verantwortlich für den Katastrophenschutz auf der Insel, sieht für die Verbreitung geprüfter Informationen an die Bevölkerung keinen Unterschied zwischen einem klassischen Nachrichtenmedium und einem Influencer. Dies wird deutlich durch einen Vorfall am vergangenen Freitag, als sich ein Content-Creator während der Sturm-Notlage durch „Tief Therese“ frei im Insel-Krisenkoordinationszentrum (Cecopin) bewegen durfte.

Ausnahme in der Ausnahmesituation

Zwar räumt die Inselregierung ein, dass ein dauerhafter Aufenthalt von Medien oder Influencern in der Einsatzzentrale nicht üblich sei. Für Ausnahmesituationen macht sie jedoch eine Einschränkung: „Unter außergewöhnlichen Umständen und stets unter Aufsicht können punktuell Zugänge ermöglicht werden, um die Verbreitung verifizierter Informationen an die Bürger zu erleichtern.“ In diesem Kontext priorisiere das Cabildo, dass die offiziellen Botschaften die größtmögliche Anzahl von Menschen erreichen – und zwar über alle in dem Moment verfügbaren Kanäle. An jenem Freitag sei der beste verfügbare Kanal aus Sicht der Behörde der Influencer mit dem Namen Bolorino gewesen.

Streng reglementierter Zugang

Gleichzeitig betont das Cabildo, dass der Zugang zu operativen Räumen wie dem Cecopin grundsätzlich streng limitiert, punktuell und an strikte Bedingungen geknüpft sei. „Die absolute Priorität ist es, nicht in die Entscheidungsfindung oder die Koordination der Rettungskräfte einzugreifen“, heißt es. Wenn ein Zugang autorisiert werde, geschehe dies unter Aufsicht, nur für die unbedingt notwendige Zeit und unter der Garantie, den laufenden Einsatz nicht zu stören. Die üblichen Kommunikationskanäle mit den Medien blieben weiterhin Pressekonferenzen und eingerichtete Pressebereiche.

Zweieinviertel Stunden Live-Übertragung von Facebook

Im konkreten Fall von Bolorino erlaubte das Cabildo dem Influencer, zweieinviertel Stunden lang unter Aufsicht aus dem Einsatzraum über Facebook zu senden. Das Ziel: Die Reichweite der offiziellen Meldungen zu verstärken und Zielgruppen zu erreichen, die ihre Informationen über andere Wege als die traditionellen Kanäle beziehen. Die Inselregierung versichert, dass sich seine Anwesenheit stets kontrolliert und ohne Störung des Betriebs oder der Entscheidungsprozesse vollzog. Der einzige Zweck sei gewesen, zur Verbreitung von Informationen im öffentlichen Interesse beizutragen.

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