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Nach acht Jahren: Museo Néstor in Las Palmas wird für 4 Millionen saniert

Kulturelles Wahrzeichen erwacht zu neuem Leben

Die Stadtverwaltung von Las Palmas de Gran Canaria hat die lang ersehnten Sanierungsarbeiten am Museo Néstor eingeleitet. Ziel ist es, das seit acht Jahren geschlossene Museum nicht nur wieder zu öffnen, sondern es durch umfassende Modernisierungen zu einem zentralen kulturellen und künstlerischen Bezugspunkt der Stadt zu machen. Dies gab das Rathaus in einer offiziellen Mitteilung bekannt.

Finanzierung und Zeitplan des Großprojekts

Das ambitionierte Projekt verfügt über ein Budget von 4.049.583,46 Euro. Die Finanzierung erfolgt über die Fonds für die Entwicklung der Kanarischen Inseln (FDCAN), wobei die Kosten je zur Hälfte von der Stadtverwaltung sowie gemeinsam von der Regionalregierung der Kanaren und dem Inselrat (Cabildo) von Gran Canaria getragen werden. Mit der Ausführung der Bauarbeiten wurde das Unternehmen ASCH Infraestructuras y Servicios, S.A. beauftragt. Die geplante Bauzeit beträgt 24 Monate.

Fünf Schwerpunkte für Sicherheit und Barrierefreiheit

Die Arbeiten gliedern sich in fünf zentrale Bereiche: die Gewährleistung von Sicherheit und die Anpassung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, eine Erweiterung in Richtung des Platzes La Caleta, punktuelle Eingriffe, die Aktualisierung der technischen Installationen sowie umfangreiche Konservierungs- und Renovierungsarbeiten. Als erster Schritt sind bereits vorbereitende Maßnahmen wie die Einzäunung der Baustelle und erste Bohrungen für Sicherungsanker angelaufen.

Neue Zugänge und ein moderner Aufzug

Ein Kernstück der Sanierung ist die Herstellung von Barrierefreiheit. Dazu wird an der Plaza de Las Palmas eine kombinierte Treppen-Rampe als Hauptzugang gebaut. Im Inneren sollen Rampen den Zugang zum dekagonalen Saal und zum Ostturm erleichtern. Für den Verwaltungsbereich ist eine Treppenlift-Hebebühne vorgesehen. Zudem entsteht an der Ostfassade ein neuer, architektonisch integrierter Vorbau, der einen Aufzug und Technikschächte aufnehmen wird. Auf Höhe des Erdgeschosses wird dieser Vorbau eine überdachte Freifläche bieten, die künftig für Ausstellungen genutzt werden kann.

Mehr Raum für Kunst und Bildung

Die Pläne sehen vor, den markanten dekagonalen Saal des Museums originalgetreu wiederherzustellen. Ehemalige Außentoiletten werden in einen neuen Ausstellungsraum umgewandelt, und im Erdgeschoss entsteht ein Raum für pädagogische Workshops. Auf Empfehlung des historischen Denkmalschutzes des Cabildo wird zudem das große Fenster zur Plaza de La Caleta zu einer ausreichend dimensionierten Tür umgebaut, um den Transport großformatiger Kunstwerke zu ermöglichen.

Denkmalgerechte Sanierung von Bausubstanz

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der denkmalpflegerischen Instandsetzung des Gebäudes selbst. Dies umfasst die komplette Sanierung von Dächern, Fassaden, Holzfenstern und Bodenbelägen. Die Dachziegel werden abgehoben und neu versiegelt, die Dachabdichtung erneuert und die Fassaden in ihrem originalen Weiß restauriert. Beschädigte Holzelemente werden durch materialgleiche ersetzt, und sowohl innen als auch außen finden Konservierungsarbeiten an Beschlägen, Schlössern und Metallteilen statt.

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