Urlaubstraum wird zum Albtraum
Die Situation der vier Tinerfeños, die nach der Annullierung ihres Rückflugs in Thailand festsitzen, bleibt auch mehrere Tage nach dem Vorfall ungelöst. Obwohl ihnen schließlich ein Ersatzflug für den 20. März angeboten wurde, kommt diese Lösung für die Betroffenen viel zu spät. Sie suchen weiterhin fieberhaft nach Alternativen, um früher nach Hause auf ihre Insel Teneriffa zurückzukehren. Die Gruppe, bestehend aus María Tomé, Borja, Guayarmina und Juan, befand sich im Urlaub in dem südostasiatischen Land, als ihr Flug wenige Stunden vor dem Abflug gestrichen wurde. Seitdem beklagen sie den Mangel an Informationen und Hilfe seitens der Fluggesellschaft und der Behörden, was sie zu einem unbestimmten Aufenthalt in Thailand gezwungen hat.
Neubuchung nur durch Druck der Familie
Wie María Tomé erklärt, kam die Umbuchung nicht durch eine direkte Initiative der Airline zustande, sondern erst nach beharrlichen Anrufen ihrer Familienangehörigen in Spanien. Das Ticket war bei Etihad Airways über die Plattform Gotogate gekauft worden. Nach stundenlangen Telefonaten gelang es schließlich, dass die Gesellschaft ihnen einen neuen Flug zuwies. „Nach zwei Stunden am Telefon schafften es unsere Angehörigen, uns für den 20. umbuchen zu lassen“, berichtet sie. Doch mit diesem Datum können sich die Gestrandeten nicht anfreunden. „Das ist für uns viel zu spät, es ist noch eine Ewigkeit bis dahin“, so die Tinerfeña. Aus diesem Grund versucht die Gruppe nun, alternative Routen über andere asiatische Länder zu finden, selbst wenn diese sehr komplexe Reiseverläufe bedeuten.
Suche nach Alternativen mit bis zu sieben Stopps
Zu den Optionen, die sie prüfen, gehören Reisen mit bis zu sieben Zwischenstopps, um nach Teneriffa zurückzukehren, ohne dass der Preis die Tausend-Euro-Marke überschreitet. Die finanzielle Belastung bereitet den Reisenden große Sorgen. Während das Originalticket weniger als 600 Euro kostete, übersteigen viele der verfügbaren Flüge mittlerweile leicht die 3.000-Euro-Grenze, was die Suche nach einer machbaren Lösung weiter erschwert. Zudem weisen die Tinerfeños darauf hin, dass andere auf den Kanaren lebende Reisende, die in Thailand festsitzen, bereits frühere Umbuchungen erhalten haben – mit Flügen bereits für den morgigen 9. März. Dieser Unterschied erhöht ihre Verunsicherung, zumal einige der Routen über Abu Dhabi führen, eine Region, die sie aufgrund der internationalen Spannungen lieber meiden würden.
Emotionale Erschöpfung und fehlende offizielle Hilfe
Die emotionale Belastung wird immer deutlicher. „Wir sind ziemlich gestresst von der ganzen Sache, emotional geht es uns sehr schlecht“, gesteht María. Sie erklärt, dass die einzige Hilfe, die sie bisher erhalten haben, auf die Initiative von Familienmitgliedern und Bekannten in Spanien zurückgeht. Tatsächlich kam einer der wenigen Kontakte zum Konsulat nur durch das Eingreifen einer Verwandten zustande, die eine Konsularmitarbeiterin ausfindig machen konnte, und nicht durch eine direkte Maßnahme der Behörden. Unterdessen organisieren sich die Betroffenen weiterhin mit anderen Reisenden in einer WhatsApp-Gruppe, in der sich mehr als 20 Kanarinnen und Kanarer über Informationen und mögliche Rückreisemöglichkeiten austauschen.
Warten in der Ungewissheit
In der Hoffnung, einen Flug zu finden, der ihnen eine frühere Ausreise ermöglicht, harren die Tinerfeños weiterhin in Thailand aus – ohne ein klares Rückkehrdatum. Was als Urlaub begann, hat sich in eine von Unsicherheit geprägte Erfahrung verwandelt, die noch kein Ende in Sicht hat.

