Mutwillige Zerstörung in der Nacht
In der Nacht zum Donnerstag sind auf Gran Canaria fünf Flammenbäume (Flamboyán) mutwillig und mit Wurzelwerk ausgerissen worden. Der Vandalismus ereignete sich auf dem Mittelstreifen der Avenida de la Unión Europea in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana. Anwohner entdeckten die Zerstörung am Donnerstagmorgen: Anstelle der jungen Bäume klafften nur noch Löcher im Grünstreifen, umher verstreute Erde bedeckte den Gehweg.
Empörung bei Anwohnern und Händlern
Die Tat hat unter Bewohnern und Geschäftsleuten der Gegend für Unverständnis und Ärger gesorgt. Sie verurteilen den Akt als reinen Vandalismus, der sowohl das städtische Grün als auch das Erscheinungsbild der Avenue schädigt. Die Flammenbäume, bekannt für ihre leuchtend rote Blüte und ihre ausladende Krone, waren bereits mehrere Jahre alt und im vollen Wachstum. Sie spendeten zunehmend Schatten und trugen dazu bei, die gefühlte Temperatur in den heißen Monaten zu senken – ein wichtiger Beitrag in einer Region, die regelmäßig mit hohen Temperaturen zu kämpfen hat.
Gemeinde ermittelt und sucht Zeugen
Die Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) von San Bartolomé de Tirajana hat eine technische Inspektion angeordnet, um den Schaden zu begutachten und mögliche Verantwortliche ausfindig zu machen. Sie weist darauf hin, dass solche Handlungen nach der geltenden Gemeindesatzung zum Schutz des öffentlichen Raums mit Geldstrafen geahndet werden können. Die Verwaltung appelliert an die Bürger, verdächtiges Verhalten, das die städtische Umwelt schädigt, zu melden. Die Pflege von Parks, Gärten und Bäumen sei eine gemeinsame Aufgabe von Institutionen und Einwohnern.
Rückschlag für städtisches Grün und öffentliche Kassen
Die Instandhaltung von Grünflächen ist ein zentraler Bestandteil der kommunalen Strategien, um die Lebensqualität zu verbessern und nachhaltigere städtische Räume zu schaffen. Vorfälle wie dieser bedeuten einen Rückschlag für diese Ziele und verursachen zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand, die für die Neupflanzung und Instandsetzung aufkommen muss. Die Untersuchungen zu dem Vorfall dauern an.

