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Guardia Civil stoppt illegale Produktion gefährlicher Chemikalien

Illegale Chemiefabrik auf Gran Canaria ausgehoben

Die Guardia Civil ermittelt in Las Palmas de Gran Canaria gegen eine Person, die verdächtigt wird, gegen die öffentliche und kollektive Gesundheit verstoßen zu haben. Der Vorwurf: die Herstellung und der Vertrieb gefährlicher chemischer Produkte ohne jegliche Genehmigung. Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, wurde die illegale Aktivität durch das Umweltamt der Guardia Civil, das SEPRONA, aufgedeckt. Die hergestellten Mischungen wurden vor allem als Desinfektionsmittel und Biozide vermarktet.

Produktion ohne Genehmigungen und Sicherheitsvorkehrungen

Den Ermittlungen zufolge, die in Abstimmung mit dem Dienst für Umweltgesundheit der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit durchgeführt wurden, stellte die verdächtige Person die Produkte her, ohne im offiziellen Register für Biozid-Betriebe und Dienstleistungen eingetragen zu sein. Es lag weder eine Gewerbeerlaubnis noch eine industrielle Registrierung vor, und es fehlten die vorgeschriebenen Sicherheitsdatenblätter. Trotzdem gelangten die Chemikalien hauptsächlich in den Agrar- und Lebensmittelsektor – ohne die erforderlichen Gesundheitskontrollen und Genehmigungen, was das Risiko für die Verbraucher erheblich erhöhte.

Gefahr für Gesundheit und Umwelt bestätigt

Analysen des Nationalen Instituts für Toxikologie und Forensische Wissenschaften bestätigten, dass die Mischungen sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt gefährlich sind. Daraufhin wurden Maßnahmen ergriffen, um die Aktivitäten zu stoppen. Die Ermittler stellten fest, dass die Produktion in einem heruntergekommenen Lokal in der Hauptstadt Gran Canarias unter völlig unzureichenden Bedingungen stattfand. Es wurden keinerlei Sicherheitsvorkehrungen eingehalten, die die geltenden Vorschriften vorsehen.

Hochgefährliche Rohstoffe in heruntergekommenem Lager

Konkret wurden hochgefährliche Rohstoffe wie Salpetersäure, Salzsäure, Natronlauge, Schwefelsäure, Kaliumhydroxid, Insektizide und Herbizide ohne jegliche Garantien für Gesundheit und Umwelt verarbeitet. Die Beamten der Guardia Civil versiegelten daraufhin die Anlagen und stellten einen Mann als mutmaßlichen Täter wegen eines Verbrechens gegen die öffentliche und kollektive Gesundheit zur Verfügung. Die Ermittlungsakten wurden an das Ermittlungsgericht Nr. 7 in Las Palmas de Gran Canaria überstellt, das das Verfahren übernommen hat.

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