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Teneriffas Südbahn: Einigung erzielt, doch Kritik bleibt

Durchbruch am Flughafen, aber kein Konsens in der Region

Die Einigung zwischen der Flughafenbetreibergesellschaft Aena und der Inselregierung (Cabildo) von Teneriffa, eine Station für die geplante Südbahn in den Flughafen Teneriffa Süd zu integrieren, hat das Projekt zwar entblockt, aber keine Einigkeit in der Region geschaffen. Zwar sind sich Unternehmer und kommunale Vertreter einig, dass die Umsetzung die Mobilität verbessern würde, doch unter den Bürgermeistern herrscht die vorherrschende Meinung, dass der Zug derzeit keine Priorität darstellt.

Kommunale Bedenken: Von Umwelt bis zu anderen Prioritäten

Candelaria hält an seiner Ablehnung des Südbahn-Baus fest und verweist auf einen unveränderten Gemeinderatsbeschluss vom 25. Oktober 2017. Bürgermeisterin Mari Brito verteidigt diese Haltung mit der Ansicht, dass die Umweltauswirkungen des Zuges nicht die Lösung für die Mobilitäts- und Transportprobleme der Insel seien. Auch andere Bürgermeister, wie José Domingo Regalado aus Granadilla de Abona, lehnen das Projekt nicht grundsätzlich ab, verweisen aber auf dringendere Aufgaben: die Fertigstellung des Südkrankenhauses, den Bau von Gesundheitszentren in stark gewachsenen Orten sowie den Bedarf an Bildungs- und Ausbildungsstätten.

Zweifel an der Wirksamkeit und „enormen Kosten“

Der geschäftsführende Bürgermeister von Adeje, Epifanio Díaz, kritisierte den „enormen Aufwand“, den der Zug verursache. „Wir haben ernsthafte Zweifel, dass die milliardenschwere Investierung das Problem der Staus und der Mobilität, unter der wir täglich leiden, lösen wird“, so Díaz. Er warnte, dass der Nutzen des Zuges ein „echtes Mobilitätskonzept“ als Begleitung erfordere. In diesem Zusammenhang fragt er, was mit dem bereits budgetierten Projekt passiert sei, einen Abschnitt der TF-1 bei der Durchfahrt durch Adeje unter die Erde zu verlegen – dieses liege „in der Schublade“.

Unternehmer sehen „Fortschritt“ in langwierigem Prozess

Im „langwierigen Prozess“ des Südbahn-Verfahrens bewertet Javier Cabrera, Präsident des Kreises der Unternehmer und Fachleute im Süden Teneriffas (Círculo de Empresarios y Profesionales del Sur de Tenerife, CEST), die Einigung als „Fortschritt“. Er verbindet dieses Projekt mit dem „Ausbau und der Anpassung unserer Straßen“ und erklärt, dass beide „wichtige Werkzeuge zur Lösung der Mobilitätskrise, unter der wir leiden,“ darstellten. Im aktuellen Kontext hebt er die Rolle des Cabildo bei der Förderung dieser Vereinbarung hervor und nutzt die Gelegenheit, seine Freude darüber auszudrücken, „dass Aena sein Engagement für Teneriffa verstärkt“ – nach den vielen Kritiken, die dem Betreiber der spanischen Flughäfen für seine Behandlung des Flughafens Teneriffa Süd entgegenschlugen.

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