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Schwerer Mobbingfall an Teneriffa: Kind mit Autismus attackiert

Schwerer Mobbingvorfall mit Videoaufnahmen erschüttert Teneriffa

Ein schwerwiegender Vorfall von mutmaßlichem Mobbing und körperlicher Misshandlung eines Kindes mit Behinderung hat auf Teneriffa in den letzten Stunden für große Empörung gesorgt. Die Tat soll sich in San Isidro, einem Ortsteil der Gemeinde Granadilla de Abona, ereignet haben. Dort soll ein 12-jähriger Junge mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) von mehreren Jugendlichen gedemütigt und angegriffen worden sein. Laut dem Bericht der Familie gegenüber COPE Canarias wurde der Junge gezwungen, sich hinzuknien, und erlitt verschiedene Erniedrigungen, während andere Jugendliche die Szene mit ihren Handys filmten. Anschließend begannen die Videos, in sozialen Netzwerken zu kursieren, was den emotionalen Schaden für das Opfer vervielfachte.

Familie erfuhr erst spät von den wochenlangen Demütigungen

Die Mutter des Jungen hat sich entschieden, das Geschehene öffentlich anzuprangern, um Verantwortung einzufordern und wirksame Maßnahmen gegen diese Art von Gewalt zu verlangen. Die Familie gibt an, erst vor wenigen Tagen von den Vorfällen erfahren zu haben. Das Kind, geplagt von Angst, Scham und emotionalem Druck, habe etwa einen Monat lang geschwiegen. Erst die Warnung einer anderen Mutter brachte die Situation ans Licht. Nachdem die Mutter von den Videoaufnahmen erfuhr, sprach sie mit ihrem Sohn, der ihr schließlich unter Tränen schilderte, was er durchgemacht hatte. Solche Fälle zeigen erneut eine besonders besorgniserregende Realität: Viele minderjährige Mobbingopfer berichten nicht von ihrem Leid, bis sich die Situation bereits über Wochen oder Monate hingezogen hat.

Besondere Vulnerabilität und schwere Folgen für das Opfer

Die Situation ist aufgrund der persönlichen Umstände des Jungen besonders gravierend. Der Junge leidet unter ASS und ADHS, Bedingungen, die die Anfälligkeit für Mobbing, Spott und soziale Ausgrenzung erhöhen können. Nachdem das Geschehene bekannt wurde, habe der Junge Angstzustände, Nervosität und sogar Erbrechen gezeigt, was einen Arztbesuch erforderlich machte. Zudem erhält er bereits psychologische Betreuung, um das erlittene Trauma zu verarbeiten. Fachleute für Kindesentwicklung weisen darauf hin, dass Mobbing nicht nur unmittelbare Spuren hinterlässt, sondern langfristige Folgen wie geringes Selbstwertgefühl, Sozialisationsprobleme, Angststörungen, Schulangst, Lernschwierigkeiten oder in schweren Fällen Depressionen verursachen kann.

Anzeige erstattet: Mutter fordert Konsequenzen, keine Rache

Nachdem die Mutter von den Vorfällen erfuhr, leitete sie verschiedene Schritte ein, um alle möglichen Maßnahmen zu aktivieren. Wie sie erklärte, suchte sie die Schule des Jungen auf, sammelte Informationen und erstattete formell Anzeige bei der Guardia Civil. Die Ermittlungen versuchen nun, die Beteiligung mehrerer Jugendlicher im Alter zwischen 13 und 17 Jahren aufzuklären. Die Mutter betont, dass es ihr nicht um Rache gehe, sondern darum, dass entschlossen gehandelt wird, um ihren Sohn zu schützen und weitere Opfer zu verhindern. Sie fordert auch, falls nötig, das Einschreiten der Jugendstaatsanwaltschaft.

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