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Notfallgepäck: So überleben Sie die erste Stunde

Was wirklich in den Notfallrucksack gehört

Personalausweis, Krankenkassenkarte, Medikamente, Bargeld, ein Kofferradio, Wasser, haltbare Lebensmittel und Utensilien für Haustiere – das sind nur einige der Dinge, die in einem Notfallrucksack nicht fehlen dürfen, falls man von einer Minute auf die andere die Wohnung verlassen muss. Der Katastrophenschutz der Kanarischen Inseln hat nun eine Reihe von Empfehlungen veröffentlicht, wie die Bevölkerung diesen grundlegenden Selbstschutz-Vorrat richtig zusammenstellt.

Prävention statt Panik

Montserrat Román, die Leiterin des Katastrophenschutzes der Kanarischen Inseln, erklärt in einem auf der Website der Notruf- und Sicherheitskoordinationsstelle 112 veröffentlichten Video, was dieser Rucksack enthalten sollte und warum es ratsam ist, ihn bereits vor Eintreten einer Gefahrensituation bereitzuhalten. Die Botschaft ist Teil einer Informationskampagne unter dem Motto „Dieser Sommer: Sei vorbereitet und werde keine Statistik“ („Este verano prepárate y no seas estadística“), die sich auf die Prävention und die Bedeutung konzentriert, sich auf Notfälle vorzubereiten, die einen dazu zwingen können, in kürzester Zeit das Haus zu verlassen.

Die Gefahr lauert überall

Der Katastrophenschutz erinnert daran, dass kritische Situationen nicht immer vorher ankündigen. Auf den Kanarischen Inseln gab es in den letzten Jahren mehrere Vorfälle, bei denen Häuser evakuiert werden mussten – etwa aufgrund von Waldbränden, dem Vulkanausbruch auf La Palma oder schwerer Unwetter. Allen diesen Fällen ist eines gemeinsam: Der Zeitraum, um die Wohnung zu verlassen, ist meist sehr knapp bemessen. Aus diesem Grund ist eine der einfachsten Selbstschutzmaßnahmen, einen Rucksack mit dem Nötigsten für die ersten Stunden außerhalb des Hauses zu packen.

In wenigen Minuten gepackt

Laut Montserrat Román dauert das Zusammenstellen dieses Rucksacks nur wenige Minuten und kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen – ob man schnell raus muss oder für eine Weile nicht nach Hause zurück kann. Entscheidend ist, dass er vollständig ist, regelmäßig überprüft wird und an einem leicht zugänglichen Platz aufbewahrt wird.

Die Checkliste für den Ernstfall

Der Rucksack sollte mit dem Wichtigsten beginnen: den persönlichen Dokumenten, der Krankenversicherungskarte und der üblichen Medikation. Diese Dinge sind bei jeder Evakuierung unerlässlich, besonders wenn jemand auf medizinische Behandlung angewiesen ist oder seine Identität in einer Notunterkunft nachweisen muss. Der Katastrophenschutz empfiehlt außerdem, Wasser und einige haltbare Lebensmittel für die ersten Stunden einzupacken, wie etwa Nüsse oder andere leicht zu transportierende und lagerbare Produkte. Es gehe nicht darum, einen Vorratsschrank anzulegen, sondern darum, über grundlegende Mittel zu verfügen, bis man Hilfe erhält oder einen sicheren Ort erreicht hat.

Mehr als nur das Nötigste

Zu den empfohlenen Gegenständen zählen außerdem Hygieneartikel, eine Taschenlampe, ein kleines Erste-Hilfe-Set, eine externe Powerbank für das Mobiltelefon, ein Kofferradio, Bargeld und Wechselkleidung. Der Katastrophenschutz betont jedoch, dass der Notfallrucksack nicht für jeden Haushalt gleich aussehen sollte. Jede Familie habe andere Bedürfnisse und müsse den Inhalt an die Personen anpassen, die im Haushalt leben.

Besondere Bedürfnisse und Haustiere

Leben ältere Menschen, Babys oder Personen mit besonderen Bedürfnissen im Haushalt, müssen spezielle Medikamente, Hygieneartikel, geeignete Nahrung, Windeln, ärztliche Unterlagen oder andere unverzichtbare Materialien für die ersten Stunden außerhalb der Wohnung eingepackt werden. Die Empfehlung gilt auch für Menschen, die mit Tieren zusammenleben. „Wenn Sie Haustiere haben, lassen Sie sie nicht zurück“, erinnert Montserrat Román. In diesem Fall sollte der Notfallrucksack oder die Notfalltasche Wasser, Futter, die Tierpapiere, gegebenenfalls Medikamente, eine Transportbox, eine Leine und andere grundlegende Dinge für den sicheren Transport des Tieres enthalten.

Der richtige Platz und regelmäßige Kontrolle

Genauso wichtig wie das Packen des Rucksacks ist die Frage, wo er aufbewahrt wird. Der Katastrophenschutz rät, ihn an einem leicht zugänglichen Ort zu deponieren, sodass er im Evakuierungsfall schnell gefunden und mitgenommen werden kann. Außerdem sollte der Inhalt regelmäßig überprüft werden. Einige Produkte können ablaufen, die Medikation kann sich ändern, die Kleidung kann nicht mehr passen oder die Dokumente müssen aktualisiert werden. Ein Notfallrucksack ist nur dann von Nutzen, wenn sein Inhalt in gutem Zustand ist und den tatsächlichen Bedürfnissen der Familie entspricht.

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