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Zierliches Nagetier als blinder Passagier: invasion auf Lanzarote verhindert

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Blinder Passagier im Mietwagen: Berberhörnchen auf Lanzarote entdeckt

Ein ungewöhnlicher Fund sorgte am Dienstag in Playa Honda (Gemeinde San Bartolomé) für Aufsehen: Ein Berberhörnchen (Atlantoxerus getulus), eine in Lanzarote nicht heimische invasive Art, wurde in einem Mietwagen entdeckt. Wie das Cabildo von Lanzarote und La Graciosa mitteilte, hatten zwei Touristen das Nagetier von Fuerteventura aus mit ihrem Mietfahrzeug auf die Insel gebracht – wohl ohne es zu bemerken. Die Beamten konnten das Tier jedoch abfangen, bevor es in die freie Natur entkommen konnte.

Vom Atlasgebirge auf die Kanaren: Die Geschichte einer Invasion

Das Berberhörnchen, auch als Maghreb-Ziesel bekannt, ist ursprünglich im Nordwesten Afrikas beheimatet – genauer gesagt in Marokko, der Sahara und dem Nordwesten Algeriens. Sein Weg auf die Kanarischen Inseln begann 1965, als ein Pärchen dieser Tiere als Haustiere aus Sidi Ifni nach Fuerteventura gebracht wurde. Nach ihrer Freilassung dauerte es bis in die 1980er-Jahre, bis sich die Population rasant ausbreitete. Heute schätzt man den Bestand auf der östlichsten Kanareninsel auf rund eine halbe Million Tiere. Auf den übrigen Inseln war die Art bislang nicht heimisch – obwohl in den letzten Jahren immer wieder einzelne Exemplare abgefangen wurden, nicht nur auf Lanzarote, sondern auch auf Gran Canaria.

Eine Gefahr für Ökologie und Wirtschaft

Die Gefahr invasiver Arten ist nicht zu unterschätzen: Sie vermehren sich rasant und dringen in Ökosysteme ein, in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen. Das Berberhörnchen als Allesfresser macht dabei weder Halt vor Pflanzen noch vor den Gelegen kleiner Vögel – eine Bedrohung für die einheimische Flora und Fauna gleichermaßen. Doch damit nicht genug: Das Cabildo warnt, dass eine Etablierung der Art auf Lanzarote auch wirtschaftliche Schäden in der Landwirtschaft und sogar Risiken für die öffentliche Gesundheit mit sich bringen könnte.

Lektion aus Fuerteventura: Schnelles Handeln ist entscheidend

Inselpräsident Oswaldo Betancort zog eine klare Lehre aus dem Fall: „Der Fall Fuerteventura zeigt, wie wichtig es ist, vom ersten Moment an zu handeln.“ Denn die Verhinderung einer Ansiedlung sei der entscheidende Faktor zum Schutz von Biodiversität, Nutzpflanzen und Umwelt. Möglich war die schnelle Ergreifung des Tieres in Playa Honda nur durch das Zusammenspiel mehrerer Institutionen: Die Polizei von San Bartolomé, die Umweltbeauftragten des Cabildo von Lanzarote und das Rettungsteam des kanarischen Notfallnetzes für invasive Arten (RedEXOS) arbeiteten Hand in Hand. Auch die Aufmerksamkeit von Bürgerinnen und Bürgern habe maßgeblich zum Erfolg beigetragen.

Jeder Hinweis kann entscheidend sein – so handeln Sie richtig

Umweltminister Samuel Martín betont: „Wir haben gehandelt, bevor das Eichhörnchen die natürliche Umgebung erreichen konnte – und so das Risiko einer Fortpflanzung und Ausweitung auf Lanzarote abgewendet.“ Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die Einschleppung invasiver Arten oft versehentlich geschieht – und genau deshalb jeder Hinweis von Bedeutung sein kann. Wer auf Lanzarote ein Berberhörnchen sichtet, sollte dies umgehend melden – und das Tier auf keinen Fall selbst einfangen, anfassen oder freilassen. Die Behörden sind über folgende Wege erreichbar: Notruf 112, örtliche Polizei, Umweltbeauftragte des Cabildo de Lanzarote (Tel. 928 598 548) oder das RedEXOS-Team (Tel. 646 601 457).

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