kanaren wohnungspreise steigen 2026

Kanaren erneut Spitze: Wohnungspreise steigen rasant

Kanaren an der Spitze des Preis-Wahnsinns

Die Kanarischen Inseln führen erneut eine unrühmliche Statistik in Spanien an – diesmal mit direkten Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bevölkerung. Es geht um den durchschnittlichen Verkaufspreis für Neubauwohnungen auf dem Archipel. In den vergangenen zwölf Monaten sind die Preise für neu gebaute Immobilien um durchschnittlich 12 Prozent gestiegen. Das sind fast drei Prozentpunkte mehr als der landesweite Wert von 9,1 Prozent.

Nur zwei Regionen ziehen mit

Lediglich die autonomen Gemeinschaften Aragonien und Asturien kommen dem auf den Kanaren gemessenen Indikator mit Werten von jeweils 11,6 Prozent nahe. Die Balearen verzeichnen dagegen mit jährlich 2,5 Prozent den geringsten Anstieg.

Ein Quartal treibt das Jahresergebnis

Der starke jährliche Preisanstieg bei Neubauten auf den Kanaren ist vor allem auf die Entwicklung im ersten Quartal dieses Jahres zurückzuführen – also im Übergang von den letzten drei Monaten des Jahres 2025 auf den Zeitraum Januar bis März 2026. Allein in diesen drei Monaten betrug der Preissprung 10 Prozent, während der jährliche Anstieg im Zeitraum von April 2025 bis März 2026 bei 12 Prozent lag.

Die aktuellen Zahlen des Statistikamtes

Laut den an diesem Montag vom spanischen Nationalen Statistikinstitut (INE) veröffentlichten Daten des Wohnpreisindex (IPV, Basisjahr 2015) verzeichneten Aragonien und die Region Murcia mit jeweils 15,6 Prozent die größten Preissteigerungen bei Wohnungen insgesamt – also ohne Unterscheidung zwischen Neu- und Bestandsimmobilien. Es folgen Kastilien und León sowie die autonome Stadt Ceuta mit jeweils 14,9 Prozent. Die geringsten Anstiege gab es in Katalonien und der Autonomen Gemeinschaft Navarra (jeweils 10,5 Prozent) sowie im Baskenland (10,3 Prozent).

In allen spanischen Regionen und autonomen Städten stiegen die Durchschnittspreise für Wohnungen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich – so die aktuellsten offiziellen Daten.

Bestandsimmobilien: Deutlich günstiger als Neubauten

Auf den Kanaren verteuerten sich Bestandsimmobilien im Jahresvergleich um 10,6 Prozent – weniger als Neubauten und unter dem landesweiten Durchschnitt von 13,5 Prozent für diesen Wohnungstyp. Betrachtet man die Preisentwicklung für alle Wohnungen auf dem Archipel gemeinsam – also ohne Trennung nach Neu- und Gebrauchtimmobilien –, ergibt sich für die Inseln ein durchschnittlicher jährlicher Anstieg von 10,7 Prozent, während der nationale Wert bei 12,9 Prozent liegt.

Spanien insgesamt im Aufwärtstrend

In Spanien insgesamt lag die jährliche Veränderungsrate des Wohnpreisindex (für Neu- und Bestandsimmobilien) bei 12,9 Prozent. Dabei stiegen die Preise für Neubauten um 9,1 Prozent, während Gebrauchtimmobilien mit 13,5 Prozent zulegten. Im Vergleich zum Vorquartal (Oktober bis Dezember 2025) zogen die Preise für Wohnungen in ganz Spanien um 3,5 Prozent an.

Der Wohnpreisindex (Basis 100 im Jahr 2015) blieb in Spanien im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal unverändert bei einer Veränderungsrate von 12,9 Prozent (für Neu- und Bestandsimmobilien). Bei genauerer Betrachtung nach Wohnungstyp zeigt sich: Die jährliche Teuerungsrate für Neubauten sank um 2,1 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent. Der Preis für Bestandsimmobilien stieg dagegen um jährlich 13,5 Prozent – ein Plus von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. Beide Werte beziehen sich auf die gesamte nationale Entwicklung. Sowohl die Preise für Neubauten als auch für Gebrauchtimmobilien in Spanien stiegen im ersten Quartal 2026 um 3,5 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2025.

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