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Kanaren: August war extrem heiß und ungewöhnlich feucht

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Ein August der Extreme: Kanaren zwischen Hitze und Regen

Die Kanarischen Inseln starteten im August in eine intensive Hitzephase und beendeten den Monat auf fast identische Weise. Doch damit nicht genug: Zwischendurch sorgten auch ungewöhnlich häufige Niederschläge für Aufsehen. Die Regenschirme der Bewohner und Besucher wurden also gleich doppelt gebraucht – als Schutz vor den teils sintflutartigen Schauern, aber auch als Schattenspender vor der intensiven Sonneneinstrahlung. Dieser ungewöhnliche Mix aus extremer Wärme und Regen hat den vergangenen Monat zu einem der wärmsten und feuchtesten Augustmonate seit 1991 gemacht – dem ersten Jahr der offiziellen Messreihe der spanischen Wetterbehörde Aemet.

Platz zehn der heißesten Augustmonate

Konkret war der diesjährige August auf dem Archipel der zehntheißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die mittlere Temperatur über diese 31 Tage lag bei beachtlichen 24,2 Grad – eine Abweichung von 1,1 Grad im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit. Der Monat war also nicht nur gefühlt extrem; auch die Messwerte untermauern diese Wahrnehmung eindrucksvoll.

Rekordverdächtig: Kaum Regen, aber trotzdem ein Feuchtigkeitsrekord

Aber es war nicht allein die Hitze, die diesen August besonders machte. Auch die Niederschlagsmengen übertrafen das übliche Sommerniveau deutlich. Die Wetterstationen registrierten im Schnitt gerade einmal 2,4 Liter Regen pro Quadratmeter – eine verschwindend geringe Menge im Vergleich zu den 75,3 Litern, die beispielsweise im Dezember gemessen wurden. Doch in absoluten Zahlen mag das wenig erscheinen, für einen August ist es eine Sensation: Es genügte, um den Monat als den zwölftfeuchtesten in der gesamten Messgeschichte zu platzieren.

Besonders deutlich wird die Aussagekraft dieser Zahl im direkten Vergleich mit anderen Monaten des Jahres 2026. So benötigte der Januar mit stolzen 67,2 Litern pro Quadratmeter lediglich einen Platz fünfzehn in der Rangliste. Dem August reichten dagegen schon minimale 2,4 Liter, um auf Rang zwölf der feuchtesten Monate zu klettern. Der Grund dafür liegt in der spezifischen Klimatologie der Inseln: Während der Januar traditionell zu den regenreichsten Monaten zählt, gelten Juli und August als extrem trocken. Eine scheinbar unbedeutende Menge kann daher im Vergleich zu den üblichen Werten dieser Jahreszeit schnell eine außergewöhnliche Bedeutung erlangen.

„Die als normal geltende Niederschlagsmenge im Winter hat nichts mit der im Sommer zu erwartenden Menge zu tun. Juli und August sind auf den Inseln sehr trockene Monate, daher fällt schon geringer Regen stark ins Gewicht. In diesem Fall haben die Niederschläge am 26. und 27. August dem Monat diesen sehr feuchten Charakter verliehen“, erklärt David Suárez, der Delegierte der Aemet auf den Kanaren.

Tropennächte auf allen Inseln: Ein Novum in der Geschichte

Der vergangene August wird jedoch auch wegen einer weiteren Besonderheit in Erinnerung bleiben: Laut Aemet war es das erste Mal, dass an allen Wetterstationen der Kanarischen Inseln mindestens eine sogenannte Tropennacht verzeichnet wurde. Dies bedeutet, dass die Thermometer selbst in den frühen Morgenstunden nicht unter die 20-Grad-Marke fielen. Dieses Phänomen war dabei keineswegs eine Ausnahme, sondern bestimmte weite Teile des Monats. An mehr als der Hälfte der Nächte (56,3 Prozent) war die Wärme der Protagonist.

Insbesondere während der intensiven Hitzewelle zwischen dem 1. und 5. August kannte das Thermometer keine Gnade. In keiner einzigen Ortschaft des Archipels gab es eine Verschnaufpause von der drückenden Schwüle – nicht einmal nach Sonnenuntergang. Aber auch in den folgenden Wochen setzten sich die Tropennächte in weiten Teilen des Territoriums fort. Eine Ausnahme bildeten lediglich einige Messstationen in mittleren Lagen mit Nordausrichtung auf Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera, La Palma und El Hierro sowie die Gipfellagen dieser Inseln, wo es nachts etwas abkühlte.

44,4 Grad in Tasarte und die gesundheitlichen Folgen

Der Höhepunkt der Hitze wurde am zweiten Tag des Monats erreicht. Die Wetterstation im Ort Tasarte, gelegen in der Gemeinde La Aldea de San Nicolás auf Gran Canaria, meldete bei 318 Metern Höhe eine sengende Höchsttemperatur von 44,4 Grad Celsius. Solche extremen Werte bleiben nicht ohne Konsequenzen. Seit Beginn des Sommers sind auf dem Archipel nach Angaben der Behörden rund 70 Menschen an den Folgen von hitzebedingten Erkrankungen gestorben.

Blick nach vorn: Ein hydrologisches Jahr im Zeichen des Wassers

Mit dem August endet auch der vorletzte Monat des hydrologischen Jahres, das sich über einen Zeitraum von zwölf Monaten erstreckt und den natürlichen Wasserkreislauf widerspiegelt. Obwohl dieses Jahr offiziell erst im September abgeschlossen wird, deutet bereits jetzt vieles auf eine positive Bilanz hin. „Wir kamen aus sehr trockenen Jahren, die nur durch einzelne Ereignisse wie das Tiefdruckgebiet Herminia (2025) vor einer Dürre bewahrt wurden“, erinnert sich Aemet-Experte Suárez.

Der vergangene Winter präsentierte sich hingegen von seiner ergiebigen Seite: Gleich mehrere intensive Tiefdruckgebiete – darunter Claudia und Therese – sorgten für volle Stauseen und ließen die Landschaft in sattem Grün erstrahlen. „Wir müssen nun sehen, wie sich der September entwickelt, da wir uns derzeit im ersten Hitzephänomen des meteorologischen Herbstes befinden. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass wir das hydrologische Jahr mit positiven Werten abschließen werden“, so Suárez optimistisch. Aktuell belegt das laufende hydrologische Jahr bereits den achten Platz in der Rangliste der feuchtesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

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