Ein Täter in Haft, einer auf der Flucht
Die Guardia Civil im südfuerteventurinischen Morro Jable hat die Operation ‚Pusilk‘ erfolgreich abgeschlossen. Dabei gelang die Festnahme eines der beiden mutmaßlichen Verantwortlichen für einen gewalttätigen Angriff auf einen auf der Insel lebenden ausländischen Staatsbürger. Der erste Festgenommene ist bereits der Justiz vorgeführt worden und befindet sich in Untersuchungshaft. Unterdessen setzen die Behörden die Suche nach dem zweiten Angreifer fort, der zwar identifiziert ist, sich aber weiterhin unbekannten Aufenthalts befindet.
Brutaler Hinterhalt nach einem Abend mit Freunden
Die Ermittlungen, die sich über eine Woche erstreckten, begannen nach der Anzeige des Opfers. Dieser schilderte, wie er nach einem abendlichen Treffen mit Freunden, bei dem Alkohol konsumiert wurde, auf dem Heimweg von mehreren Personen angegangen wurde. Laut seinem Zeugnis griffen ihn die Täter von hinten an, schlugen auf ihn ein und traten weiter auf ihn ein, nachdem er zu Boden gegangen war. Die Brutalität des Überfalls verursachte schwere Verletzungen beim Geschädigten, darunter Abschürfungen im Gesicht und zwei klaffende Wunden, die genäht werden mussten – elf Stiche im Bereich der Stirn und sechs über der rechten Augenbraue.
Beweissicherung via Überwachungskameras
Die anfänglichen Ermittlungen gestalteten sich schwierig, da das Opfer aufgrund des Alkoholkonsums keine relevanten Details des Angriffs erinnerte. Die Beamten des Untersuchungsbereichs des Hauptpostens von Morro Jable begannen jedoch umgehend mit der Beweissicherung. Den Schlüssel zur Aufklärung lieferten die Sicherheitskameras eines nahegelegenen Einkaufszentrums. Auf den Aufnahmen war zu sehen, wie das Opfer das Gelände betrat und beim Versuch, eine Treppe hinaufzugehen, von zwei vermummten Personen attackiert wurde. Diese schlugen und schüttelten ihn, bis er zu Boden fiel, traten weiter auf ihn ein und entwendeten anschließend seine Tasche und seine Brieftasche.
Rekonstruktion der Fluchtroute führt zur Identifizierung
Nach dem Angriff konnte sich das Opfer über sein Mobiltelefon mit einem Freund in Verbindung setzen, der ihm zu Hilfe eilte und ihn in eine medizinische Einrichtung brachte. Die Behörden durchkämmten das Gebiet nach weiteren Zeugen oder Aufnahmen. Die Analyse der Überwachungskameras ermöglichte es schließlich, den Weg der Angreifer sowohl innerhalb als auch außerhalb des Einkaufszentrums minutiös nachzuvollziehen, was zu ihrer vollständigen Identifizierung führte.
Gemeinsame Festnahmeaktion mit Präventionseinheiten
Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen wurde ein gemeinsamer Einsatz mit Streifen der Präventionsabteilung der Guardia Civil koordiniert. Dieser führte zur Festnahme eines der mutmaßlichen Täter. Der Festgenommene wurde dem Ermittlungsrichter am Gericht Erster Instanz in Puerto del Rosario vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Während ein Verantwortlicher somit in Gewahrsam ist, laufen die Bemühungen der Guardia Civil auf Hochtouren, um auch seinen Komplizen dingfest zu machen.

