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Chaoten an Bord: Ryanair-Flug muss nach Portugal umleiten

Flug nach Teneriffa endet vorzeitig in Portugal

Chaos an Bord eines Ryanair-Fluges: Eine Maschine auf dem Weg von Manchester nach Teneriffa Süd musste am 10. Juni eine ungeplante Zwischenlandung im portugiesischen Faro einlegen. Der Grund: Zwei Passagiere sorgten für gefährliche Spannungen an Bord. Wie die Fluggesellschaft dem britischen Nachrichtenportal Daily Mail bestätigte, bat die Crew noch vor der Landung um polizeiliche Unterstützung. Die Beamten holten die beiden Störenfriede von Bord, ehe die Maschine ihren Flug in Richtung Kanarische Inseln fortsetzen konnte.

Schockierende Szenen festgehalten

Mehrere Passagiere hielten den Vorfall mit ihren Handys fest. Die in den sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen zeigen einen Mann, der singend und tanzend durch den Gang läuft. Während ein Teil der Reisenden lacht, fordern ihn andere lautstark auf, sich zu setzen oder das Flugzeug zu verlassen. Besonders brisant: Der Mann schreitet mit herausfordernder Haltung durch die Kabine, während die anderen Fluggäste ihn filmen. In einer Szene ist zu sehen, wie ein anderer Passagier versucht, ihm ein Bein zu stellen, als er zu seinem Platz zurückkehrt.

Die Stimmung eskaliert daraufhin: Schreie, Beleidigungen und die wiederholte Aufforderung „Sit back down“ – „Setz dich wieder hin“ – sind zu hören. Ein Gegenstand fliegt über die Rückenlehne eines Sitzes. Ein weiterer Mann, der hinten im Flugzeug steht, scheint die Situation noch anzuheizen.

Ryanair bekräftigt Null-Toleranz-Politik

Ein Ryanair-Sprecher erklärte, dass die Crew des Fluges von Manchester wegen des störenden Verhaltens der beiden Passagiere die Umleitung nach Faro veranlasste. „Die Besatzung forderte rechtzeitig Polizeihilfe an, und die Beamten erwarteten die Maschine bei ihrer Ankunft in Faro. Sie nahmen die beiden Passagiere in Gewahrsam, bevor der Flug nach Teneriffa weitergehen konnte“, so der Sprecher. Die Airline betonte erneut ihre „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber Fehlverhalten an Bord. Man werde weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um solche Vorfälle zu verhindern und die Sicherheit der übrigen Passagiere und der Crew zu gewährleisten.

Touristenflug unterbrochen – zweiter Vorfall innerhalb einer Woche

Die Umleitung unterbrach einen typischen Touristenzubringerflug nach Teneriffa, eine der häufigsten Verbindungen zwischen Großbritannien und den Kanaren. Zwar konnte die Maschine ihre Reise letztendlich fortsetzen, doch die Passagiere erlitten eine erhebliche Verspätung und mussten die stressige Situation ertragen. Das Video des Vorfalls wurde bereits tausendfach geklickt und in den sozialen Netzwerken kommentiert. Viele Nutzer forderten harte Strafen für die Randalierer, andere stellten erleichtert fest, dass der Flug trotz allem sicher am Ziel ankam.

Bemerkenswert: Der Zwischenfall geschah in derselben Woche, in der ein weiterer Flug nach Teneriffa Süd – diesmal von easyJet aus London Gatwick – bei der Landung von der Polizei in Empfang genommen wurde. In jenem Fall hatte die Crew eine Störung durch eine Gruppe von zwölf Passagieren gemeldet. Die Fluglotsen gaben der easyJet-Maschine Priorität bei der Landung und koordinierten den Polizeieinsatz am Boden. Die Landung verlief ohne weitere Vorkommnisse.

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