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Flüchtlingsdrama vor El Hierro: 133 Menschen gerettet

Großeinsatz vor La Restinga

Zwei Rettungsschiffe der spanischen Seenotleitung Salvamento Marítimo haben am Dienstag 133 Menschen sicher in den Hafen von La Restinga auf El Hierro gebracht. Die Migranten waren in einem überladenen Holzboot, einem sogenannten Cayuco, unterwegs, das am Vormittag etwa 26 Kilometer südwestlich der kleinsten der Kanarischen Inseln entdeckt worden war. Offenbar handelt es sich um jenes Boot, nach dem bereits seit Sonntagnachmittag gesucht wurde. Zwei der Geretteten mussten ins Krankenhaus Nuestra Señora de Los Reyes gebracht werden.

Luftaufklärung führte zur Entdeckung

Nach Angaben von Salvamento Marítimo wurden die Insassen des Cayucos von den Rettungsbooten Salvamar Diphda und Salvamar Navia an Bord genommen. Zusammen mit dem Küstenwachschiff Guardamar Urania waren die Einheiten in das Suchgebiet ausgelaufen, nachdem das Aufklärungsflugzeug Sasemar 101 das in Seenot geratene Boot um 9:20 Uhr morgens gesichtet hatte. Bereits am Sonntag hatte ein portugiesischer Frachter das Boot etwa 165 Seemeilen südlich von El Hierro gesichtet und Fotos übermittelt. Diese Aufnahmen stimmen offenbar mit dem nun gefundenen Boot überein. Seit Sonntag waren die Guardamar Urania und das Flugzeug Sasemar 101 im Einsatz und hatten die Zone mehrfach abgesucht.

Elf Tage ohne Hilfe im Atlantik

Unter den 133 Geretteten befinden sich nach ersten Erkenntnissen sechs Frauen und sechs Minderjährige. Alle stammen aus Ländern südlich der Sahara. Nach Angaben der Migranten selbst waren sie elf Tage auf See – die Überfahrt hatte in Bakau, der Hauptstadt Gambias, begonnen. An Bord befanden sich Menschen aus Gambia, Senegal, Mali, Burkina Faso, Nigeria und der Elfenbeinküste. Im Hafen von La Restinga übernahm das Notfallteam ERIE des Roten Kreuzes die Erstversorgung, unterstützt vom Kanarischen Rettungsdienst SUC, der Hafenwache sowie Einheiten von Guardia Civil und Policía Nacional.

Erstversorgung und Weiterleitung

In den kommenden Stunden sollen die Migranten in das Zentrum für die vorübergehende Aufnahme von Ausländern (CATE) im nahegelegenen Ort San Andrés bringen, wo sie von Mitgliedern der NGO Corazón Naranja – Ebrima Sonko betreut werden. Bis zu ihrer Weiterleitung auf andere Einrichtungen außerhalb der Insel bleiben sie dort unter polizeilicher Aufsicht.

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