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Adeje baut 140 Sozialwohnungen: Stadt investiert 11 Mio. Euro

Wohnungsbau aus einer Hand: Adeje macht ernst

Adeje will zum großen Motor des Wohnungsbaus auf Teneriffa werden. Dies hat sich die Gemeindeverwaltung unter der Führung von Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga als oberste Priorität gesetzt. Denn zu dem bereits laufenden Prozess für ein völlig neues Stadtviertel gesellt sich nun ein weiterer Wohnungsbauplan – und zwar direkt im Stadtkern. Die Projekte für zwei Gebäude mit öffentlich geförderten Sozialwohnungen (VPO) auf zwei insgesamt 3.000 Quadratmeter großen Grundstücken befinden sich bereits in der Ausschreibungsphase.

Die Gemeinde Adeje rechnet damit, dass die beiden Bauvorhaben rund 140 bezahlbare Wohnungen hervorbringen werden. Die Grundstücke wurden der städtischen Dienstleistungsgesellschaft EMSA (Empresa Municipal de Servicios de Adeje) übertragen, einer Tochter der Gemeindeverwaltung, die sich um öffentliche Dienstleistungen und die städtische Instandhaltung kümmert. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf über 11 Millionen Euro.

Ein Novum: Die Gemeinde baut selbst

Das Besondere an dieser Initiative: Es ist die Gemeindeverwaltung von Adeje selbst, die den gesamten Prozess in die Hand nimmt – inklusive der Bauausführung. Normalerweise stellen die Kommunen lediglich das Bauland zur Verfügung und überlassen die Planung und den Bau den besser ausgestatteten übergeordneten Behörden, wie der Inselregierung (Cabildo) oder der Regionalregierung der Kanarischen Inseln. Adeje hat sich jedoch entschieden, diesen Weg direkt zu gehen und neue Wohnungen für die Hauptleidtragenden der aktuellen Wohnungskrise zu schaffen: die Menschen mit den geringsten finanziellen Mitteln.

Ein neues Stadtviertel für 2.800 Menschen ohne Touristenbetten

Die Gebäude werden im unteren Teil des historischen Zentrums von Adeje entstehen, auf Grundstücken in unmittelbarer Nähe des Instituts Los Olivos und des Viertels Las Nieves. Dieses Gebiet ist die natürliche Ausdehnungszone der Gemeinde, die für die Entwicklung neuer Wohngebiete vorgesehen ist. In der direkten Nachbarschaft befinden sich weitere, deutlich größere Parzellen, auf denen die Gemeindeverwaltung zwei als strategisch eingestufte Bebauungspläne gestartet hat, um das Wohnungsangebot massiv zu erhöhen.

Die Projekte „El Calvario“ und „Adeje 2020“ umfassen insgesamt 142.441 Quadratmeter – eine Fläche, die etwa 30 Fußballfeldern entspricht. Beide Baugebiete liegen zwischen dem Parkplatz der Casa Fuerte und dem Zentrum für Tourismusentwicklung. Es handelt sich um eines der bedeutendsten Wohnungsbauprojekte, das derzeit auf Teneriffa geplant ist. Es bietet Platz für rund 2.800 Menschen und sieht ebenfalls einen Anteil an Sozialwohnungen vor. Ein zentrales Detail: In diesem neuen Viertel wird es keine Touristenbetten geben.

Der Zeitplan: Erste Bauarbeiten im nächsten Jahr

Die Gemeindeverwaltung von Adeje rechnet damit, dass die Bauarbeiten für die beiden Gebäude in Los Olivos in der ersten Hälfte des kommenden Jahres beginnen werden. Diese Maßnahme ist Teil des Wohnungsbauplans „Plan de Vivienda de Adeje“, der vom Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga koordiniert und gemeinsam mit der EMSA umgesetzt wird. Das ehrgeizige Ziel: In den nächsten sechs Jahren soll die Zahl der bezahlbaren Wohnungen auf insgesamt 200 steigen. Weitere Grundstücksübertragungen, die dafür nötig sind, befinden sich bereits in der Prüfung.

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