Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Ein Zeichen der Verbundenheit
Die Kanarischen Inseln haben sich am Mittwoch eindrucksvoll mit der spanischen Exklave Ceuta solidarisiert. Tausende Menschen gingen aus diesem Anlass auf den Straßen des Archipels auf die Straße, um ihre Unterstützung für die autonome Stadt zu bekunden. Die Proteste fallen genau einen Monat nach jener schweren Migrationskrise, die Ceuta an den Rand des Kollapses brachte, als Ende Juli nahezu 80.000 Menschen innerhalb von nur zwei Tagen von Marokko aus die Grenze zu der Stadt mit rund 84.000 Einwohnern überwanden.
Mehr als nur eine Geste: Hohe Beteiligung auf den Inseln
Die Teilnehmerzahlen waren beachtlich. Allein in Las Palmas de Gran Canaria versammelten sich rund 7.000 Menschen, um für einen besseren Schutz der Grenzen zu demonstrieren. In Santa Cruz de Teneriffa, wo die Kundgebungen sowohl vor dem Sitz der Inselregierung (Cabildo) als auch vor dem Rathaus stattfanden, schlossen sich über 3.000 Demonstranten an. Hinzu kamen zahlreiche weitere Bürger, die an zeitgleich organisierten Mahnwachen in fast zwanzig weiteren Ortschaften der Inseln teilnahmen. Insgesamt belief sich die Zahl der Teilnehmer im gesamten Archipel damit auf mehr als 10.000.
Die Versammlungen, die bewusst auf den Tag des Heiligen Ceuta gelegt wurden, waren geprägt von scharfer Kritik an der spanischen Regierung. Die Demonstranten warfen ihr vor, bei der Bewältigung der Migrationskrise versagt zu haben und forderten eine entschlossenere Reaktion auf die Ankunft von Migranten an den Grenzen.
„Pedro Sánchez, tritt zurück“: Wut und Sorgen der Demonstranten
Mit Rufen wie „Einiges Volk ist unbesiegbar“, „Pedro Sánchez, tritt zurück“ oder „Ich bin Spanier“ verlangten die Protestierenden ein hartes Durchgreifen. Sie zogen dabei einen direkten Vergleich zu ihrer eigenen Heimat, den Kanarischen Inseln. Diese seien aufgrund ihrer geografischen Lage den gleichen Migrationsströmen ausgesetzt und fühlten sich von Madrid im Stich gelassen. Seit Jahren erreichen immer wieder seeuntüchtige Boote von der westafrikanischen Küste das Archipel. Diese Fluchtbewegungen haben in der Vergangenheit bereits mehrfach zu schweren Krisen geführt, die Experten – wenn auch unter Vorbehalten – mit der aktuellen Situation in Ceuta vergleichen. Besonders die Jahre 2020 und 2024 bleiben in Erinnerung, als Rekordzahlen bei den Ankünften die Aufnahmekapazität der Inseln an ihre Grenzen brachten.
„Kanaren, Ceuta und Melilla sitzen im selben Boot“, brachte es Clara Tejera aus der Hauptstadt Gran Canarias auf den Punkt. Für sie war die Teilnahme an der Demonstration eine Notwendigkeit: „Davon hängt ab, ob Ceuta Ceuta bleibt. Hier geht es nicht nur um Migration. Uns Kanaren droht die gleiche Situation, nur eben häppchenweise. Wir wollen, dass unsere Grenzen verteidigt werden.“
Zwischen spanischen Flaggen, den Bannern Ceutas und der Kanaren waren Botschaften wie „Kanaren mit Ceuta“, „Wir sind die Nächsten“, „Ceuta verbindet uns“ oder „Wenn sie uns nicht schützen, wozu brauchen wir sie dann?“ zu lesen. Unter Applaus, Pfiffen und Megafon-Durchsagen wurde das Gefühl der Schutzlosigkeit artikuliert. „Wir fühlen uns nicht beschützt, jederzeit kann etwas passieren“, erklärte Fé Pérez bei der Kundgebung in Santa Cruz de Teneriffa. Eine Meinung, die Pablo Reyes teilte: „Was in Ceuta passiert, macht mir große Sorgen.“
Die mögliche Rolle Marokkos bei der Grenzöffnung war ebenfalls ein zentrales Thema auf den Straßen. Die laufenden Untersuchungen zu den Vorfällen haben noch keine endgültigen Ergebnisse gebracht, und die Frage, welche Rolle Rabat dabei gespielt haben könnte, ist weiterhin Gegenstand von Analysen.
Auch moderate Stimmen und politische Zeichen
Nicht alle Teilnehmer vertraten eine harte Linie. Einige Demonstranten wollten in erster Linie ihre Solidarität ausdrücken und die Krisenbewältigung der Regierung kritisieren, ohne sich an pauschalen Parolen gegen Einwanderung zu beteiligen. José Manuel Melián aus Las Palmas de Gran Canaria sagte dazu: „Ich finde, Ceuta hat nicht genug Unterstützung vom Staat bekommen. Die Kanaren müssen darauf achten, aber das gilt genauso für alle anderen autonomen Regionen.“
Die Regionalregierung der Kanaren setzte unterdessen ein sichtbares Zeichen: An ihren Dienstsitzen in Santa Cruz de Teneriffa und Las Palmas de Gran Canaria wurde die Flagge Ceutas gehisst. Dies sei eine Geste der „tiefen Empathie des kanarischen Volkes mit den Bürgern Ceutas“, so Regierungssprecher Alfonso Cabello, die die schwierige Situation der Stadt anerkennen soll.
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