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Erneutes Badeverbot an Playa Jardín: Wenn Kacke baden geht

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Es ist eine never ending Story, die den Bewohnern und Gästen von Puerto de la Cruz die Nerven raubt: Weil die Abwasserprobleme in der Stadt weiterhin eklatant sind, bleibt der bei Einheimischen wie Urlaubern beliebte Strand Playa Jardín erneut gesperrt. Das Rathaus sah sich am Donnerstag, dem 3. September 2026, gezwungen, ein Badeverbot für zwei der drei Buchten des Schwarzsandstrands auszusprechen.

Erneute Schließung wegen Fäkalkeimen

Wie Bürgermeister Leopoldo Afonso am Donnerstagmorgen bekannt gab, dürfen die größte Bucht Punta Brava und die kleinere Bucht El Charcón nicht mehr zum Baden genutzt werden. Die Sperrung ist die Folge eines neuen Kontaminationsausbruchs, der bereits der dritte in diesem Sommer ist. Diese Woche hatte die zuständige Gesundheitsbehörde der Kanarischen Regierung (Gesundheitsministerium), die die Wasserqualität der Küsten des Archipels überwacht, eine erneute Belastung des Strands festgestellt.

Bereits am Mittwoch, dem 2. September, hatten Proben Werte von 800 Einheiten Escherichia coli pro 100 Milliliter ergeben – ein klarer Fall von Fäkalkontamination. Der zulässige Grenzwert liegt bei 500 Einheiten. In Puerto de la Cruz ist dies bereits die zweite Strandschließung innerhalb weniger Wochen: Zwischen dem 12. und 13. August hatte ein ähnlicher Vorfall (850 E.-coli-Einheiten, 350 über dem Limit) zu einem vorübergehenden Badeverbot geführt.

Ein altes Problem mit Ansage

Die Ursachen des anhaltenden Problems sind tief in der Infrastruktur der Hafenstadt verwurzelt. Ein Großteil der Wohnhäuser im benachbarten Viertel Punta Brava ist nicht an das Abwassernetz angeschlossen. Hinzu kommen die mangelhafte Funktionsweise der regionalen Kläranlage des Valle de La Orotava – die für die Abwässer von Puerto de la Cruz, La Orotava, Los Realejos und einem Teil von Santa Úrsula zuständig ist – sowie ein Leck am Abwasserrohr der Anlage, das ins Meer führt.

In den Sommern 2024 und 2025 war Playa Jardín wegen dieser Missstände insgesamt 349 Tage geschlossen. Auch im Juni dieses Jahres gab es eine Kontamination, doch die Stadtverwaltung weigerte sich zunächst, das Badeverbot umzusetzen. Die Begründung des damaligen Rathauses: Die Kommunikation des Gesundheitsministeriums sei nicht offiziell gewesen. Ein entsprechender Bericht der Generaldirektion für Gesundheit hatte zuvor enthüllt, dass die Stadt die Anordnung ignorierte – ausgerechnet während der Feierlichkeiten zur Noche de San Juan (Johannisnacht), als Tausende den Strand aufsuchten. Die Gesundheitsbehörde bestand darauf, dass das Vorgehen per Anruf und E-Mail dem üblichen Protokoll entspreche.

Proteste und Forderungen: „So nicht!“

Die Stadtverwaltung hat die neue Sperrung mittlerweile auf ihren offiziellen Social-Media-Kanälen bestätigt. Man arbeile bereits mit Hochdruck daran, „den Anweisungen zu folgen, die erforderlichen Kontrollen durchzuführen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation zu lösen und die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten“.

Die örtliche Bürgerinitiative „Stop Vertidos al Mar“ (Stoppt die Einleitungen ins Meer) hingegen fordert nachhaltige Lösungen und macht ihrem Unmut Luft. Die Plattform verlangt die Sanierung des gesamten Abwassersystems. Konkret fordern die Aktivisten die verstärkte Überwachung der Pumpstationen, den Neubau der Kläranlage am selben Standort und die Erneuerung eines über 100 Meter langen Abschnitts der Abwasserleitung in Punta Brava.

Tanía Hernández, Sprecherin der Gruppe, warnt: „Wenn das nicht bald passiert, werden wir dauerhaft mit Badeverboten an der Playa Jardín leben müssen.“ Die Anwohner und Geschäftsleute der Gegend, die von den Schließungen wirtschaftlich stark betroffen sind, haben die Nase voll von den ewigen Vertröstungen. „Die Arbeiten, vor allem die Reparatur des Abwasserrohrs, werden viel zu lange hinausgezögert“, kritisiert sie.

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