Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
El Niño könnte Rekordwerte erreichen
Das Klimaphänomen El Niño könnte in diesem Jahr so intensiv ausfallen wie selten zuvor. Dieses Wetterereignis, das durch eine ungewöhnliche Erwärmung der Meeresoberfläche im zentralen und östlichen Pazifik gekennzeichnet ist, tritt in Zyklen von zwei bis sieben Jahren auf und hat weltweit spürbare Auswirkungen. Für 2026 sprechen Meteorologen bereits über mögliche Folgen für Spanien, die im Herbst eintreten könnten. Doch was genau steckt hinter diesem Phänomen?
Die zwei Gesichter des Pazifik-Phänomens
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) unterscheidet zwischen El Niño und La Niña als zwei gegensätzlichen Phasen desselben Klimazyklus. „Dieses Phänomen verändert die Wassertemperaturen im äquatorialen Pazifik und führt gleichzeitig zu Veränderungen in der darüber liegenden Atmosphäre“, erklärt die Organisation. El Niño stellt dabei die warme Phase dar, die bis zu 18 Monate andauern kann, während La Niña die kalte Phase mit einer Dauer von bis zu drei Jahren ist.
El Niño zeichnet sich durch ungewöhnlich warme Oberflächentemperaturen im zentralen und östlichen Pazifik aus. Die WMO weist darauf hin, dass es Seeleute und Fischer der Region waren, die dem Phänomen seinen Namen gaben: Als sie feststellten, dass eine warme Meeresströmung die Fischbestände reduzierte – meist um die Weihnachtszeit – tauften sie das Ereignis „El Niño“ in Anspielung auf das Jesuskind. La Niña hingegen steht für kältere Temperaturen als normal, begleitet von stärkeren Ostwinden. Zudem gibt es eine neutrale Phase, in der die Meerestemperaturen im tropischen Pazifik nahe den Normalwerten bleiben.
Wann zeigt El Niño seine stärkste Wirkung?
Beide Phasen beginnen sich zwischen März und Juni zu entwickeln, ihre stärksten Auswirkungen sind jedoch zwischen November und Februar zu spüren. Genau deshalb analysieren Meteorologen nun die aktuelle Lage, um abzuschätzen, was uns im Herbst und Winter erwartet.
Mario Picazo: Kanaren erwartet ein warmer und trockener Herbst
Der bekannte Meteorologe Mario Picazo hat erst vor wenigen Tagen erklärt, dass Spanien höchstwahrscheinlich einen „deutlich warmen“ Herbst erleben wird – mit feuchten Bedingungen und unregelmäßig verteilten Niederschlägen. Torrentiale Regenfälle im Mittelmeerraum sind dabei nicht ausgeschlossen. Wie Picazo auf dem Wetterportal eltiempo.es ausführt, bleiben die Kanarischen Inseln von der hohen Niederschlagswahrscheinlichkeit zu Beginn des Herbstes allerdings weitgehend verschont – soweit reicht die saisonale Vorhersage der Klimamodelle. Stattdessen erwartet den Archipel ein wärmerer Herbst als üblich, mit ebenso warmen Nächten. Picazo zufolge könnte sich die Sommerhitze sogar über mehrere Monate hinziehen und bis in den November andauern.
Aemet: Moderat bis stark – El Niño nach dem Sommer
Bereits vor einigen Monaten wies die spanische Wetterbehörde Aemet darauf hin, dass El Niño nach dem Sommer mit moderater bis starker Intensität auftreten könnte. Diese Situation wird sich nicht auf alle Regionen der Erde gleichermaßen auswirken, wird aber die gewohnten Wettermuster durcheinanderbringen. Während in einigen Gebieten Hitzewellen und Dürren drohen, sind in anderen Regionen Starkregen und Überschwemmungen möglich.
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