Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Grünes Licht für die Zukunft von Los Rodeos
Der Flughafen Teneriffa Nord-Ciudad de La Laguna hat einen entscheidenden Schritt in Richtung seiner großen Transformation gemacht. Die am heutigen Donnerstag, dem 13. August 2026, im spanischen Gesetzblatt (BOE) veröffentlichte positive Umweltverträglichkeitserklärung für den neuen Plan Director ebnet den Weg für eine Roadmap, die die wichtigsten Umbaumaßnahmen in Los Rodeos ordnen und den Rahmen für Investitionen der kommenden Jahre festlegen soll. Dies ist zwar noch nicht der Baubeginn, aber es ist einer der wichtigsten bürokratischen Meilensteine, um die Bauprojekte überhaupt zu ermöglichen.
Terminal am Anschlag: Rekordzahlen machen Druck
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Infrastruktur bereits über ihrer theoretischen Kapazitätsgrenze arbeitet. Im Jahr 2024 kamen 6,7 Millionen Passagiere über Teneriffa Nord, obwohl der Flughafen eigentlich für 6,5 Millionen ausgelegt ist. Das waren 262.702 Reisende mehr als die jährliche Maximalbelastung. Auch 2025 setzte sich der Trend fort: 7,1 Millionen Fluggäste passierten Los Rodeos. Die Entwicklung verdeutlicht den Druck auf die Anlage, die 2015 noch 3,8 Millionen Menschen abgefertigt hat.
Besonders stark war das Wachstum seit der Erholung nach der Pandemie. 2022 verzeichnete der Flughafen 5,5 Millionen Passagiere, zwei Jahre später waren es bereits 6,76 Millionen – ein Rekord, der auch bei den Flugbewegungen mit 82.063 Starts und Landungen neue Maßstäbe setzte.
Wachstum ohne neue Startbahn
Der neue Plan Director prognostiziert, dass die voraussichtliche Entwicklung den Verkehr auf bis zu 7,68 Millionen Passagiere und 90.970 Flugbewegungen pro Jahr ansteigen lassen könnte. Überraschenderweise sieht das Konzept keine Erweiterung der Start- und Landebahn vor; die Kapazität bleibt bei 29 bis 33 Operationen pro Stunde. Stattdessen setzt die Strategie darauf, die Bodeninfrastruktur an das Wachstum anzupassen und den gesamten Flughafenkomplex zu modernisieren. Genau hier liegt die Bedeutung des jetzt erfolgten Verwaltungsschritts.
Das Terminal wird größer: Mehr Komfort für Passagiere
Der Plan Director ist ein Planungsinstrument, das die räumliche Ordnung des Flughafens festlegt und die notwendigen Maßnahmen definiert, um mit der erwarteten Verkehrsentwicklung, den betrieblichen Anforderungen und neuen Dienstleistungen Schritt zu halten. Das Herzstück ist der Erweiterungsbau des Terminals. Das Projekt schafft nicht nur mehr Fläche, sondern verbessert auch die zentralen Prozesse für die Passagiere. Konkret bedeutet das: Der Check-in-Bereich und die Anzahl der Schalter werden vergrößert, die Sicherheitskontrollen verstärkt und die Wartebereiche sowie die Anzahl der Flugsteige werden erweitert. Auch die Gepäckausgabe mit ihren Gepäckbändern soll mehr Kapazität erhalten. Bei alledem muss die architektonische Einzigartigkeit des aktuellen Gebäudes erhalten bleiben.
Neues Parkraumkonzept und bessere Anbindung
Der Plan Director ordnet auch die Parkplätze und die Zufahrten zum Flughafengelände neu. Das Programm umfasst den Parkplatz gegenüber dem Passagiergebäude, die Langzeitparkzonen, die Flächen für Mietwagen, das Mitarbeiterparken und die Bereiche für den öffentlichen Nahverkehr. Die Neugestaltung muss mit den geplanten Straßenbauprojekten in der Umgebung koordiniert werden, insbesondere mit dem Ausbau der Autobahn TF-5.
Die Planung geht über den Flughafenzaun hinaus und beinhaltet eine Mobilitätsdimension. So wird die geplante Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 bis zum Flughafen als kompatibel angesehen. Auch die Ronda Oeste, die Umgehungsstraße der TF-5 und die Circunvalación Oeste werden berücksichtigt – Projekte, die eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Behörden erfordern.
Keine längeren Öffnungszeiten: Anwohner atmen auf
Ein wesentlicher Punkt bleibt außen vor: die Ausweitung der Betriebszeiten. Während der öffentlichen und brancheninternen Diskussionen war zeitweise erwogen worden, den Flughafen um 06:00 Uhr zu öffnen und erst um 00:00 Uhr zu schließen, um mehr Verkehr aufnehmen zu können. Das endgültige Dokument enthält diese Maßnahme jedoch nicht – ein Zugeständnis an die breite Ablehnung in den umliegenden Gemeinden, die eine höhere Lärmbelastung befürchten.
313 Millionen Euro: Investitionsschub für Los Rodeos
Die von Aena geplante Investitionssumme zeigt das Ausmaß des bevorstehenden Umbaus. Für Teneriffa Nord sind im Fünfjahreszeitraum 2027–2031 rund 313,4 Millionen Euro vorgesehen – ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu den 67,8 Millionen Euro im Zeitraum 2022–2026. Dieser Unterschied verdeutlicht die Dimension des Programms, das in Los Rodeos umgesetzt werden soll. Ein grundlegender Teil dieser Mittel fließt in die Anpassung an die Nachfrage. Der Terminalausbau zielt direkt auf die neuralgischen Punkte bei hohem Passagieraufkommen: Abfertigung, Sicherheitskontrollen, Boarding und Gepäckausgabe.
Darüber hinaus plant Aena die Neustrukturierung der Parkflächen und der Bereiche für die verschiedenen Nutzergruppen des Flughafens.
Umwelt und Denkmalschutz als fester Bestandteil
Auch der Umweltschutz spielt bei den künftigen Bauarbeiten eine zentrale Rolle. Der Plan Director integriert Kriterien für die landschaftliche Einbindung und legt Bedingungen fest, die während der Umsetzung zu beachten sind. Bei Projekten, die Erdbewegungen erfordern, müssen archäologische und paläontologische Kontrollen durchgeführt werden. Jeder Fund muss den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Der Zeitplan: Wann geht es los?
Der von Aena vorgegebene Zeitplan konzentriert sich nun auf die Ausarbeitung des endgültigen Bauprojekts für die Terminalerweiterung, das noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Danach folgen das Umweltprüfungsverfahren und die Integration der daraus resultierenden Auflagen. Parallel dazu werden die Projekte für Zufahrten und Parkplätze mit dem Ausbau der TF-5 abgestimmt. Der Baubeginn ist voraussichtlich für 2027 geplant.
Der neue Plan Director zeichnet damit das Bild eines anderen, zukunftsfähigen Flughafens – jedoch unter einer klaren Prämisse: Wachstum ohne eine Verlängerung der Startbahn und ohne eine Ausweitung der Betriebszeiten. Die Strategie setzt auf die Modernisierung der Bodenanlagen, die Verbesserung der Passagierprozesse, die Neuordnung von Parkplätzen und Zufahrten – und macht die Anlage bereit für eine Nachfrage, die ihre theoretische Obergrenze bereits überschritten hat.
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