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GC-3: Großbaustelle am Guiniguada-Viadukt startet

Sanierung des Guiniguada-Viadukts: Startschuss für Millionenprojekt

Die lang erwarteten Abdichtungsarbeiten am Viadukt des Guiniguada-Baches auf der Ringautobahn von Las Palmas de Gran Canaria (GC-3) haben am heutigen Sonntag begonnen. Zunächst bleibt die Fahrbahn in Richtung Norden für die erste Augusthälfte gesperrt. Diese Maßnahme macht großräumige Umleitungen für die Dauer der Bauphase erforderlich.

Erste Sperrung betrifft Nordfahrbahn – Umleitung über Barranco Seco

Die Bauarbeiten, die die Inselregierung von Gran Canaria (Cabildo) über ihre Abteilung für öffentliche Bauarbeiten und Infrastruktur durchführt, beeinträchtigen zunächst den Verkehr in Richtung der Stadtteile Siete Palmas und Tamaraceite sowie den Norden der Insel. Fahrzeuge, die aus dem Süden kommen, müssen bereits in Barranco Seco von der Autobahn abfahren und werden über die GC-31 durch die Tunnel von San José zur Avenida Marítima umgeleitet. Von dort geht es weiter über die Straße Julio Luengo, um schließlich wieder nach Norden zu gelangen.

Rekordtempo: 18.000 Quadratmeter in nur neun Tagen

Wie die Inselregierung in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab, folgt die Sperrung der Gegenrichtung (Richtung Süden) ab dem 16. August und dauert dann bis zum Monatsende. Die Arbeiten umfassen die fachgerechte Abdichtung der beiden Fahrbahnplatten des Viadukts, die seit dem Bau des Brückenbauwerks gänzlich fehlt. Diese Maßnahme gilt als unerlässlich, um den Erhalt, die Sicherheit und die Langlebigkeit dieses Bauwerks zu gewährleisten, das tagtäglich von mehr als 130.000 Fahrzeugen genutzt wird.

Insgesamt werden auf den beiden Fahrbahnplatten mehr als 18.000 Quadratmeter Fläche abgedichtet. Die Inselregierung veranschlagt für diese Arbeiten pro Fahrbahn einen Zeitraum von lediglich acht bis neun Tagen und spricht selbst von einem Rekordwert, da solche Maßnahmen normalerweise deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Um dies zu ermöglichen, hat die Behörde mit dem beauftragten Bauunternehmen Lopesan Asfaltos y Construcciones vereinbart, die Arbeitsschichten zu verdoppeln. So werden nun bis zu 20 spezialisierte Arbeiter in zwei Schichten eingesetzt, während bei vergleichbaren Projekten üblicherweise nur fünf oder sechs Arbeiter vor Ort sind.

Appell an die Geduld der Autofahrer

Der Vizepräsident des Cabildo und Inselrat für öffentliche Arbeiten, Augusto Hidalgo, erklärte zu Beginn der Bauphase, dass sich die Arbeiten ohne dieses außergewöhnliche Engagement der Baufirmen über drei Monate hingezogen hätten. Zudem betonte er, dass man sich bewusst für den August entschieden habe, da in diesem Monat der geringste Verkehrsfluss auf den Straßen der Insel zu verzeichnen sei.

„Uns ist klar, dass diese Sperrungen zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen im unteren Bereich der Stadt führen werden. Deshalb möchte ich die Bevölkerung nicht nur um Geduld bitten, sondern auch darum, sich vor Fahrtantritt ausreichend über die geöffneten Straßen und die sinnvollsten Ausweichrouten zu informieren“, so Hidalgo weiter.

Umfang der Maßnahmen und Kostenrahmen

Die Bauarbeiten umfassen neben der eigentlichen Abdichtung auch das Fräsen der bestehenden Asphaltschicht, das Verlegen von abdichtenden Bitumenbahnen sowie den Austausch der Dehnungsfugen beider Brückenbauwerke. Die Abteilung für öffentliche Bauarbeiten investiert rund 2,2 Millionen Euro in diese Maßnahmen. Diese sind Teil eines größeren Gesamtprojekts zur Erneuerung des Fahrbahnbelags auf einer Länge von elf Kilometern der Ringautobahn, das insgesamt mit 18,7 Millionen Euro veranschlagt ist und bereits seit mehreren Monaten in den Nachtstunden durchgeführt wird.

Die Inselregierung empfiehlt allen Autofahrern, ihre Fahrten sorgfältig zu planen, die ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu beachten und, wann immer möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen, um die Auswirkungen auf den Verkehr während des Monats August so gering wie möglich zu halten.

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