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Teneriffa: Platz 2 im Spanien-Ranking für Jobwachstum

Teneriffa wird zum Jobmagnet: Platz zwei im Spanien-Ranking

Die Kanareninsel Teneriffa entwickelt sich immer mehr zu einem Hotspot für Arbeitnehmer. Laut einem aktuellen Bericht des weltweit größten beruflichen Netzwerks LinkedIn belegt die Insel im nationalen Vergleich den zweiten Platz der Regionen mit dem stärksten Wachstum an Arbeitsmöglichkeiten. Geschlagen wird Teneriffa nur von Alicante. Damit lässt die Insel unter anderem Metropolregionen wie Saragossa, Las Palmas de Gran Canaria, Vigo, Bilbao und Palma hinter sich.

Mehr als nur Jobzahlen: So misst LinkedIn den Erfolg

Die LinkedIn-Studie ist kein reiner Stellenbarometer. Sie kombiniert verschiedene Indikatoren, die die Stärke des Arbeitsmarktes widerspiegeln. Dazu zählen das Wachstum der Einstellungen, die Nachfrage nach Arbeitskräften, die Fähigkeit, Fachkräfte anzuziehen, und die Entwicklung von Sektoren mit hohem Beschäftigungspotenzial. Unter diesen Gesichtspunkten erweist sich Teneriffa als eines der vielversprechendsten Gebiete Spaniens für all jene, die auf der Suche nach neuen beruflichen Perspektiven sind.

Der Tourismus ist nicht länger die einzige Säule

Eines der wichtigsten Ergebnisse des Berichts ist der Beweis, dass die Wirtschaft der Insel nicht mehr allein vom Tourismus abhängt. LinkedIn hebt hervor, dass das Beschäftigungswachstum zunehmend auf Aktivitäten im Bereich Wissen, Innovation, Digitalisierung und professionelle Dienstleistungen gestützt wird. Dadurch entsteht eine strukturell vielfältigere und krisenfestere Wirtschaft. Besonders stark wachsende Sektoren sind die Hochschulbildung, die Unternehmensberatung, Technologiedienstleistungen, Ingenieurwesen, Forschung und alle Bereiche der digitalen Transformation – Felder, die eine stetig steigende Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften erzeugen.

Diese Unternehmen treiben den Wandel voran

Die Studie identifiziert auch einige der wichtigsten Arbeitgeber, die zu dieser Dynamik beitragen. Dazu gehören die Universität La Laguna (ULL), das Universitätsklinikum der Kanaren (HUC) und der Technologie-Multi Atos, der als eines der Schwergewichte für qualifizierte Arbeitsplätze auf der Insel gilt. Atos ist ein Paradebeispiel für den Wandel der Wirtschaftsstruktur Teneriffas. Das auf Digitalisierung, Cybersicherheit, Cloud-Computing, künstliche Intelligenz und fortschrittliche Technologien spezialisierte Unternehmen ist seit genau 25 Jahren auf Teneriffa ansässig und hat seinen Standort in Santa Cruz zu einem der wichtigsten Technologiezentren der Gruppe ausgebaut. Von seinem Global Delivery Center aus betreut der Multi über 120 Kunden weltweit und schafft rund tausend hochqualifizierte Arbeitsplätze. Zudem arbeitet Atos für öffentliche Verwaltungen wie die Regierung der Kanaren, die Inselregierung (Cabildo) von Teneriffa und zahlreiche Gemeinden. Dies unterstreicht die Rolle der Insel als strategischen Knotenpunkt für die digitale Wirtschaft.

Rekordwerte und positive Kennzahlen

Die makroökonomischen Daten untermauern die Spitzenposition Teneriffas. Die Insel schloss das Jahr 2025 mit einem historischen Rekord von 443.450 beschäftigten Personen ab, während die Arbeitslosenquote auf 12,6 Prozent sank – einer der besten Werte der letzten Jahre. Parallel dazu begrüßte die Insel 6,4 Millionen ausländische Touristen. Das unterstreicht die Bedeutung des Tourismus als wichtigsten Wirtschaftszweig, auch wenn der Bericht betont, dass die Beschäftigung nicht mehr allein von diesem Sektor abhängt. Auch andere Bereiche zeigen eine äußerst positive Entwicklung. Das Baugewerbe steigerte die Beschäftigung im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent, die Industrie wuchs um 3,1 Prozent, und die Aktivitäten im Bereich Informationstechnologie bleiben dank der Ansiedlung neuer Firmen und der Expansion bereits bestehender Unternehmen auf Wachstumskurs.

Hybridmodelle dominieren den Arbeitsmarkt

Der LinkedIn-Bericht wirft auch einen Blick auf neue Arbeitsmodelle. Demnach sind 79 Prozent der für Teneriffa ausgeschriebenen Stellen als hybride Modelle konzipiert, die Präsenzzeiten mit Homeoffice kombinieren. Nur 0,2 Prozent der angebotenen Vakanzen sind reine Remote-Stellen. Das bestätigt, dass die Unternehmen weiterhin auf flexible Modelle setzen, aber auch großen Wert auf eine physische Präsenz in den Büros legen.

Talentmagnet und Heimat für Fachkräfte

Ein weiterer von der Plattform bewerteter Indikator ist die Fähigkeit Teneriffas, Talente anzuziehen. Das Wachstum von Technologieunternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und fortschrittlichen Dienstleistungen fördert die Zuwanderung spezialisierter Fachkräfte aus anderen Regionen. Gleichzeitig eröffnet es für junge Menschen, die auf der Insel ausgebildet wurden, neue Möglichkeiten, ihre Karriere vor Ort zu verfolgen, ohne abwandern zu müssen.

Positive Resonanz aus der Politik

Die Präsidentin der Inselregierung (Cabildo) von Teneriffa, Rosa Dávila, wertet diese Auszeichnung als „Bestätigung“ dafür, dass die Politik der wirtschaftlichen Diversifizierung „erste Früchte trägt“. Für sie zeigt der zweite Platz, dass „sich die Insel als attraktiver Standort für Investitionen, Unternehmertum und die Schaffung qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze etabliert“. In die gleiche Kerbe schlägt der Inselrat für Innovation, Forschung und Entwicklung, Juan José Martínez. Er betonte, die Studienergebnisse deckten sich mit der Strategie der Inselverwaltung, wissensintensive Sektoren zu stärken. Als konkrete Maßnahmen nannte er den Ausbau des Wissenschafts- und Technologieparks von Teneriffa, die Förderung der Universität La Laguna, Programme für industrielle Promotionen, Initiativen zur Ansiedlung innovativer Unternehmen sowie Projekte zur Bindung lokaler Talente in wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Institut für Technologie und Erneuerbare Energien in Granadilla de Abona (ITER). Zudem habe die Insel ihre Telekommunikationsanbindungen verbessert und verfüge über erstklassige Computersysteme von internationalem Niveau, wie die Supercomputer Teide und Anaga, die ebenfalls am ITER installiert sind. Das Ziel sei es, so Martínez, dass immer mehr junge Menschen auf Teneriffa ihrer Ausbildung entsprechende berufliche Chancen fänden, ohne die Insel für ihre Karriere verlassen zu müssen.

Ein neues Kapitel für die Wirtschaft Teneriffas

Die LinkedIn-Klassifizierung bestätigt somit den Trendwechsel in der Wirtschaft Teneriffas. Jenseits der Bedeutung des Tourismus beginnt sich die Insel als nationaler Referenzpunkt in den Bereichen Technologie, Innovation, Forschung, Beratung und fortschrittliche Dienstleistungen zu etablieren. Diese Sektoren treiben einen diversifizierteren, wettbewerbsfähigeren Arbeitsmarkt an, der in der Lage ist, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dem zweiten Platz im nationalen Ranking der Regionen mit den größten Jobchancen festigt Teneriffa seine Rolle als einer der wichtigsten aufstrebenden Beschäftigungsstandorte Spaniens und setzt seine Entwicklung hin zu einem zunehmend innovativen und wissensbasierten Wirtschaftsmodell fort.

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