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Hund erlaubt: Teneriffas Museen öffnen sich für Vierbeiner

Ein Schritt zu mehr Inklusion: Teneriffa erlaubt Hunde im Museum

Die kanarische Insel Teneriffa geht neue Wege in der Kulturpolitik: Die Museen der Insel, die dem Inselrat (Cabildo) unterstehen, haben neue Benimmregeln verabschiedet, die den Zutritt von Haustieren in ihre verschiedenen Häuser regeln. Wie der stellvertretende Inselpräsident Lope Afonso und Kulturrat Jose Carlos Acha bei der Vorstellung bekannt gaben, handelt es sich um eine in Spanien „bahnbrechende“ Maßnahme. Ziel sei es, kulturelle Räume „zugänglicher und inklusiver“ für die neuen gesellschaftlichen Realitäten zu machen. Das Projekt startet mit einer dreimonatigen Testphase in den beteiligten Einrichtungen.

Wo sind Vierbeiner willkommen? Die Testphase im Detail

Ab sofort beginnt eine dreimonatige Erprobungsphase. Diese findet im Museum für Natur und Archäologie (MUNA) sowie in den Häusern Casa Lercaro und Casa de Carta statt, die zum Museum für Geschichte von Teneriffa (MHT) gehören. Vorerst ausgenommen von dem Versuch sind die Cueva del Viento (Höhle des Windes), das Dokumentationszentrum Kanarische Inseln und Amerika (CEDOCAM) und das Castillo de San Cristóbal. Eine besondere Rolle spielt das Museum für Wissenschaft und Kosmos: Aufgrund seiner Beschaffenheit mit interaktiven Geräuschen, Klängen und Effekten wird der Zutritt von Haustieren dort nicht gestattet, da die Umgebung als „nicht geeignet“ für Tiere eingestuft wurde.

Pioniergeist: Die erste Überdachte Museumserfahrung dieser Art

Der stellvertretende Inselpräsident Lope Afonso zeigte sich erfreut über das „lang erwartete“ Projekt, das darauf abziele, das „Miteinander im öffentlichen Raum auf eine freundliche und direkte Art zu fördern“. Er betonte den Pioniercharakter der „ambitionierten“ Initiative, die selbstverständlich die entsprechenden hygienischen Auflagen einhalten werde. Kulturrat Jose Carlos Acha unterstrich die gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens. „Die Zahl der Menschen mit Haustieren ist in Spanien enorm gestiegen“, so Acha. Er wies darauf hin, dass die Maßnahme eine bestehende Ungleichheit bekämpfe: „Ein Museum nicht besuchen zu können, nur weil man sein Haustier nicht allein lassen kann, ist eine Form der Ausgrenzung“, warnte er.

Auf die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal der Initiative präzisierten die Verantwortlichen des Inselrats, dass es in Spanien zwar ähnliche Erfahrungen gebe, diese jedoch auf reine Tiermuseen beschränkt seien. Die „einzige exakte Referenz“ sei ein Freilichtmuseum in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, das Haustiere erlaubt. „Wir wären damit die erste Erfahrung dieser Art in einem überdachten Museum. Weltweit führende Pinakotheken erkundigen sich bereits nach dieser Initiative“, erklärte Lope Afonso vor der Presse.

Klare Regeln für einen entspannten Museumsbesuch mit Hund

Die neuen Verhaltensregeln legen verbindliche Richtlinien fest: Hunde müssen während des gesamten Besuchs an einer nicht ausziehbaren Leine geführt werden und sich ruhig verhalten. Zudem müssen die Tiere die gesetzlich vorgeschriebenen Auflagen (wie Chip, Impfungen) erfüllen. Pro Etage und Raum ist der Aufenthalt von maximal zwei Hunden gleichzeitig gestattet. Aus konservatorischen oder sicherheitstechnischen Gründen kann der Zutritt zu bestimmten Sälen oder Bereichen untersagt oder eingeschränkt werden. Die Halter haften für alle Vorfälle, die durch ihr Tier verursacht werden, und sind verpflichtet, den Anweisungen des Museumspersonals Folge zu leisten.

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