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Anker-Chaos vor Teneriffas Traumstrand: Gemeinde schlägt Alarm

Boote in Hülle und Fülle: Die Playa de Las Vistas leidet

Die Gemeinde Arona im Süden Teneriffas hat die massive Konzentration vonankernden Booten vor der Playa de Las Vistas in Los Cristianos angeprangert. Wie die Bürgermeisterin Fátima Lemes am Dienstag beklagte, handelt es sich um ein wiederkehrendes Problem, das an bestimmten Tagen ein Ausmaß erreicht, das die Badezone, das Erscheinungsbild der Küste und die Wahrnehmung des gesamten Tourismusziels beeinträchtigt. „Dieser Zustand ist unhaltbar. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Situation zur Normalität wird, die einen der bekanntesten Orte unserer Gemeinde beeinträchtigt – einen Ort, der sowohl für die Einwohner als auch für unsere Besucher von zentraler Bedeutung ist. Wir brauchen die Unterstützung der zuständigen Behörden, um effektiv handeln und für Ordnung sorgen zu können“, so Lemes.

Neue Beschwerden: Sicherheit und Umwelt in Gefahr

Der Gemeinderat berichtet, dass in den letzten Stunden erneut Bürgerhinweise eingegangen seien, begleitet von Bildmaterial, die den alarmierenden Sättigungszustand der Ankerplätze vor dem Strand dokumentieren. Die Sorge der Anwohner und Nutzer beschränkt sich laut diesen Mitteilungen nicht nur auf die optische Beeinträchtigung. Sie erstreckt sich vielmehr auf die Sicherheit der Badegäste, die hygienischen Zustände und den Umweltschutz an einem Strand, der extrem stark frequentiert wird.

Appell an alle zuständigen Stellen

„Die Gemeinde Arona wird vor einer Situation, die Anwohner, Strandnutzer und die Tourismusbranche zunehmend beunruhigt, nicht die Augen verschließen. Die unkontrollierte Anhäufung von Booten vor der Playa de Las Vistas erfordert ein sofortiges und koordiniertes Eingreifen aller zuständigen Verwaltungen“, warnte die erste stellvertretende Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Clari Pérez eindringlich.

Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Planung, Genehmigung, Überwachung und Kontrolle von Ankerplätzen in den Hoheitsgewässern – und gegebenenfalls in den Hafenbereichen – nicht in ihrer Zuständigkeit liegt. Sie unterstreicht jedoch ihre institutionelle Pflicht, die allgemeinen Interessen von Arona zu vertreten, die Sicherheit der Strandnutzer zu gewährleisten und eine wirksame Reaktion auf ein Problem zu fordern, das „nicht strukturell bleiben darf“. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat beschlossen, die Sachlage offiziell zu melden und mehrere Institutionen zum Handeln aufzufordern: die Hafenbehörde von Santa Cruz de Tenerife, die Generaldirektion für Küsten und die Verwaltung des kanarischen Meeresraums, die Hafenbehörde von Santa Cruz de Tenerife sowie den maritimen Dienst der Guardia Civil.

Konkrete Forderungen: Klare Zonen und konsequente Kontrollen

Die Gemeinde Arona fordert die Behörden auf, im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten Maßnahmen zu ergreifen, um das Ankern vor der Playa de Las Vistas zu kontrollieren – insbesondere in den Bereichen, die an die Badezone angrenzen. Konkret vorgeschlagen werden: die klare Abgrenzung von erlaubten Ankerzonen, die wirksame Überwachung der Sicherheitsabstände und der Befeuerung, eine verstärkte Kontrolle der Wasserfläche an Tagen mit hohem Druckaufkommen, regelmäßige Inspektionen, die Identifizierung von Schiffen, die über einen längeren Zeitraum vor Anker liegen, sowie die Einleitung von Bußgeldverfahren bei Verstößen gegen Sicherheits-, Navigations- oder Umweltschutzvorschriften.

Keine pauschale Kritik an Freizeitschifffahrt

Der Gemeinderat betont abschließend: „Es geht nicht darum, die Freizeitschifffahrt anzuprangern oder alle Bootsnutzer über einen Kamm zu scheren. Unser Ziel ist es vielmehr, eine Situation zu ordnen, die aufgrund ihres Umfangs, ihrer Häufigkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen eine verhältnismäßige, koordinierte und wirksame Antwort im Sinne des Allgemeinwohls erfordert.“

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