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Britische Polizei jagt 12 Top-Verbrecher auf Teneriffa

Großfahndung auf den Kanaren: 12 Schwerverbrecher sollen sich in Spanien verstecken

Die britischen Behörden haben ihr Augenmerk auf Spanien gerichtet – insbesondere auf Regionen mit einer großen britischen Gemeinschaft wie Teneriffa, die Kanarischen Inseln, die Costa del Sol und Alicante. Der Grund: Sie wollen zwölf der meistgesuchten Kriminellen des Vereinigten Königreichs aufspüren, die sich verdächtig machen, derzeit auf spanischem Territorium untergetaucht zu sein. Die Initiative ist Teil der bekannten „Operation Captura“, die am Donnerstag in Alicante vom spanischen Innenministerium, der britischen National Crime Agency (NCA) und der unabhängigen Organisation Crimestoppers in Zusammenarbeit mit den spanischen Sicherheitskräften vorgestellt wurde.

Warum Teneriffa im Fokus steht

Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass einige dieser Flüchtigen Verbindungen zu spanischen Gemeinden mit einer bedeutenden britischen Bevölkerung haben könnten – darunter mehrere Orte auf den Kanarischen Inseln und vor allem Teneriffa. Alle Männer auf dieser Liste stehen im Verdacht, Straftaten von „besonderer Schwere“ begangen zu haben, darunter Mord, Drogenhandel, millionenschwerer Betrug, Sexualdelikte und Geldwäsche. Die Kampagne setzt nun auf die Mithilfe der Bevölkerung, um diese international gesuchten Verbrecher zu finden, von denen sich einige seit Jahren der britischen Justiz entziehen.

Die Einbeziehung der Kanaren in die Operation ist kein Zufall. Die britischen Behörden gehen davon aus, dass Touristengebiete mit einem hohen Anteil ausländischer Residenten die Anonymität für international gesuchte Personen erleichtern können. In diesem Zusammenhang wird Teneriffa neben Marbella, Málaga oder Alicante als einer der möglichen Orte genannt, an denen sich einige dieser Kriminellen verstecken könnten.

Erfolgreiche Zusammenarbeit: 254 Festnahmen seit 2019

Die Zusammenarbeit zwischen Spanien und dem Vereinigten Königreich in Polizeiangelegenheiten hat sich in den letzten Jahren erheblich intensiviert. Allein seit 2019 haben die spanischen Sicherheitskräfte 254 britische Flüchtige festgenommen, gegen die internationale Haftbefehle vorlagen.

Die meistgesuchten Verbrecher im Porträt

Unter den Namen auf der Liste sticht Simon Dutton hervor. Der 49-Jährige wird beschuldigt, bedeutende Operationen des Kokainhandels und der Geldwäsche organisiert zu haben. Nach Angaben der britischen Behörden erreichte einer der untersuchten Fälle einen Wert von 1,5 Millionen Pfund. Ein weiterer Flüchtiger ist Derek McGraw Ferguson, 62 Jahre alt, der wegen eines Mordes gesucht wird, der 2007 in Glasgow begangen wurde. Die Polizei glaubt, dass er unter einer falschen Identität lebt; er steht seit Jahren auf der Liste der meistgesuchten Kriminellen Schottlands.

Auf der Liste steht auch Kevin Thomas Parle, der wegen zweier Morde aus den Jahren 2004 und 2005 gesucht wird. Die Ermittler gehen davon aus, dass er Verbindungen nach Südspanien hat. Zu den Profilen, die mit Drogenhandel in Verbindung gebracht werden, gehört Matthew Purves. Er wird beschuldigt, an einem mutmaßlichen Netzwerk zum großangelegten Kokainschmuggel nach Großbritannien beteiligt gewesen zu sein. Ebenfalls gesucht wird Alexsandr Kuksov, ein 23-jähriger russischer Staatsbürger, der mit einer kriminellen Organisation in Verbindung gebracht wird, die mutmaßlich Millionen Pfund aus organisierter Kriminalität gewaschen hat. Die Liste wird durch Verdächtige ergänzt, die mit Steuerbetrug, Drogenhandel, Sexualdelikten und Geldwäsche in Verbindung stehen – mehrere von ihnen haben bereits frühere Verbindungen zu Spanien oder zu Touristengebieten, die von britischen Bürgern frequentiert werden.

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