Papstbesuch auf Teneriffa: Großaufgebot an Sicherheitskräften erwartet
Der für den 12. Juni geplante Besuch von Papst León XIV. auf Teneriffa erfordert ein weitreichendes Sicherheits- und Mobilitätskonzept im Großraum Santa Cruz. Besonders betroffen ist der Flughafen Teneriffa Norte, besser bekannt als Los Rodeos, aufgrund seiner Nähe zur Hauptstadt, die zu den zentralen Schauplätzen der Reise zählt. Bislang haben die Fluggesellschaften, wie die Cadena Ser berichtet, noch keine konkreten Änderungen für Flüge von und nach Teneriffa Norte im Zusammenhang mit dem Papstbesuch angekündigt. Allerdings zeichnen sich bereits erste Anpassungen auf den Kanaren ab – so wurde ein Vueling-Flug zwischen Gran Canaria und Barcelona vorgezogen. Auf Teneriffa liegt das Hauptaugenmerk derzeit jedoch auf den Straßenzufahrten zum Flughafen.
Staus und Sperrungen: Diese Routen sind betroffen
Die Behörden rechnen mit punktuellen Sperrungen auf der Autobahn TF-5 sowie mit Zugangsbeschränkungen nach Santa Cruz und La Laguna. Tausende Pilger, die zu den geplanten Veranstaltungen erwartet werden, könnten die Anreise nach Los Rodeos erheblich erschweren. Die zuständigen Stellen empfehlen daher, Fahrten deutlich früher als gewohnt zu planen, unnötige Bewegungen zu vermeiden und vor Fahrtantritt offizielle Informationen zu prüfen. Der Flughafen Teneriffa Norte wird als eine der am stärksten betroffenen Infrastrukturen angesehen – nicht nur wegen des erwarteten Reisendenansturms, sondern auch wegen möglicher Sperrungen und Einschränkungen auf den Zufahrtsstraßen, die das Ein- und Ausfahren aus dem Flughafengelände behindern könnten.
Sicherheitsmaßnahmen: PLATECA in Vorwarnstufe aktiviert
Der spanische Regierungsdelegierte auf den Kanaren, Anselmo Pestana, hat bereits deutlich gemacht, dass der Besuch von Papst León XIV. die Mobilität am 12. Juni auf Teneriffa „zwangsläufig“ beeinträchtigen werde. Konkret nannte er Sperrungen auf der TF-5 und den Zufahrten nach Santa Cruz und La Laguna. Pestana rief die Bevölkerung auf, Fahrten – insbesondere zum Flughafen Los Rodeos – vorzuziehen und nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Passagiere, die am 11. oder 12. Juni einen Flug von Los Rodeos haben, sollten deutlich mehr Zeit für die Anreise einplanen. Anders als auf Gran Canaria, wo Vueling aufgrund der logistischen Anpassungen einen Flug nach Barcelona um mehr als drei Stunden vorverlegte, gibt es für Teneriffa Norte bislang keine öffentlich kommunizierten Flugplanänderungen durch die Airlines. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Flughafen vom Sicherheitskonzept ausgenommen ist. Die Fluggesellschaften und Betreiber müssen die Entwicklung des Mobilitätsplans, die Ankunft von Pilgern, Behördenvertretern und akkreditierten Medien sowie mögliche Straßensperrungen genau verfolgen.
Die kanarische Regierung hat den Territorialen Notfallplan für den Zivilschutz (PLATECA) in der Vorwarnstufe aktiviert, um sich auf die zu erwartenden Menschenmengen im Zuge des Besuchs von León XIV. vorzubereiten. Der Plan zielt darauf ab, Sicherheits-, Mobilitäts- und Notfallmaßnahmen sowie die Koordination zwischen den Verwaltungen vorzubereiten. Während der Haupttage des Besuchs könnte die Stufe auf „Alarm“ erhöht werden, je nach Besucherandrang und endgültigem Programm. Zu den geprüften Maßnahmen gehören der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Reduzierung des Individualverkehrs, die Förderung von Homeoffice und mögliche Änderungen im Schulbetrieb.
Schulausfall? Entscheidung noch nicht gefallen
Der Bildungsminister der Kanarischen Inseln, Poli Suárez, erklärte, dass eine Entscheidung über eine mögliche Absetzung des Präsenzunterrichts oder eine Umstellung auf Fernunterricht noch nicht gefallen sei, da das offizielle Programm noch nicht vollständig vorliegt.
Wichtige Tipps für Flugreisende am 11. und 12. Juni
Obwohl noch keine konkreten Flugstreichungen oder -verschiebungen bestätigt wurden, kann die Anreise zum Flughafen durch die Sicherheitsvorkehrungen und Verkehrssperren erheblich beeinträchtigt werden. Die sicherste Empfehlung lautet daher:
- Den Flugstatus bei der Fluggesellschaft und auf der Aena-Website überprüfen.
- Deutlich mehr Zeit als üblich für die Fahrt zum Flughafen einplanen.
- Nach Möglichkeit auf das Auto verzichten und öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
- Offizielle Hinweise zu Sperrungen, Umleitungen und freigegebenen Zufahrten beachten.
- In den Tagen vor der Reise auf mögliche Mitteilungen der Fluggesellschaft achten.

