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Notfall-Maßnahmen: Millionen für Reparaturen in Anaga nach Sturmschäden

Notfallgenehmigung für Millionen-Reparaturen in Anaga

Die Regierungsausschuss des Stadtrats von Santa Cruz de Tenerife hat am heutigen Montag, den 30. März 2026, den Notstand für mehrere Bauarbeiten im Distrikt Anaga genehmigt. Grund sind die erheblichen Risiken, die nach dem Tiefdruckgebiet Therese an verschiedenen Punkten der Region festgestellt wurden. Das Gesamtvolumen der dringend notwendigen Maßnahmen beläuft sich auf rund 1.276.469 Euro.

Stadt bittet Zentralregierung um finanzielle Hilfe

Bürgermeister José Manuel Bermúdez erklärte, dass die Stadtverwaltung beim Ministerium für Territorialpolitik eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 50 Prozent der Kosten beantragt hat. Das entspräche etwa 638.234 Euro. Mit diesem Geld sollen Arbeiten in Valle Luis, am Weg Azano-Portugal-Camino Los Lirios (Taganana), am Gehöft Casa Amarilla (Valleseco) und an der Mündung des Barranco del Regente (San Andrés) durchgeführt werden.

„Nachdem die städtischen Dienste die verschiedenen betroffenen Stellen inspiziert und den Bedarf ermittelt haben, haben wir dieses Dossier genehmigt, um so schnell wie möglich in Anaga mit den Arbeiten beginnen zu können“, so Bermúdez. „In den kommenden Wochen erwarten wir, die ersten Maßnahmen starten zu können. Unser Engagement für die Bewohner von Anaga ist klar, und wir arbeiten daran, ihnen eine Lösung so schnell wie möglich zu bieten.“

Konkrete Schäden und geplante Maßnahmen

Das für Infrastruktur und Bauarbeiten zuständige Ressort unter Stadtrat Javier Rivero konkretisierte die Vorhaben:

  • Valle Luis: Stabilisierung von Erdrutschen. Geschätzte Kosten: 220.962,12 Euro.
  • Weg Azano-Portugal-Camino Los Lirios (Taganana): Instandsetzung der Fahrbahn auf mehreren Abschnitten. Geschätzte Kosten: 254.155,02 Euro.
  • Gehöft Casa Amarilla (Valleseco): Stabilisierung eines Hangs, der abgerutscht ist. Geschätzte Kosten: 320.000 Euro.

Aus dem Bereich Öffentliche Dienste unter Stadtrat Carlos Tarife ist zudem eine weitere Notfallmaßnahme geplant: die Reparatur struktureller Schäden an der Brücke, die den Barranco del Regente (San Andrés) überspannt. Diese Schäden wurden durch mitgerissene Sedimente des Sturmabflusses verursacht. Die Kosten für diese Maßnahme werden auf etwa 424.852 Euro geschätzt.

Über hundert Vorfälle während des Unwetters

Insgesamt belaufen sich die Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an Infrastruktur und Verkehrswegen auf über 1,27 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch 56.500 Euro für die Bauleitung durch das Infrastrukturressort.

Bereits am ersten Tag des Unwetters wurden der städtischen Einsatzzentrale (CECOPAL) 61 Vorfälle gemeldet, die schließlich die Hundert überschritten. Die meisten davon ereigneten sich im Distrikt Anaga. Am 24. März verschärfte sich die Lage nochmals, als sich eine Gewitterzelle über der Insel festsetzte. Es handelte sich um Erdrutsche, Felsstürze und kleinere Hangrutschungen, die Straßen, Fußwege und Zufahrten zu Häusern in Valle Brosque, Valle Crispín, Valle Luis und El Draguillo betrafen.

Häuser isoliert und Evakuierungen notwendig

Der Erdrutsch in Valle Luis hat mehrere Wohnhäuser von der Außenwelt abgeschnitten, die derzeit nicht zugänglich sind. Die Eigentümerin eines Hauses musste evakuiert werden, da Einsturzgefahr bestand: Der Rutsch des an die Fassade angrenzenden Hangs ließ einen Teil des Fundaments ohne Erdunterstützung in der Luft hängen.

Weitere Folgen der Erdrutsche waren gebrochene Mauern, zerstörte Fußwege und beschädigte Fundamente. Der öffentliche Busverkehr auf der TF-12 (San Andrés-La Laguna) und der TF-134 bei Almáciga war zeitweise unterbrochen. Besonders hervorzuheben ist auch die Evakuierung von drei Personen aus einer Höhle im Barranco de Tahodio.

Zudem richtete die Brandung Schäden an der Stützmauer der Uferpromenade in Igueste de San Andrés, am Fußweg zum Strand von Acapulco und in geringerem Umfang an der Uferpromenade von San Andrés selbst an.

Weitere Rutschungen nach Wetterumschwung

Am 25. März führten veränderte Bedingungen und steigende Bodentemperaturen zu weiteren zahlreichen Rutschungen im Distrikt. Besonders betroffen war das Gehöft Casa Amarilla in Valleseco. Dort gab die Stützmauer eines Hangs nach, der an den Camino de los Naranjos Agrios grenzt. Dies löste einen Erdrutsch aus, der auch einen Teil der betonierten Rampe erfasste, die den Zugang zu einer Gruppe von Häusern in der oberen Zone ermöglicht. Die Instabilität der verbliebenen Struktur machte die Evakuierung der Bewohner des ersten Hauses oberhalb des betroffenen Hangs notwendig.

Schließlich wurden die bereits erwähnten strukturellen Schäden an der Brücke über dem Barranco del Regente in San Andrés festgestellt. Darüber hinaus wurden bei ersten Einsätzen weitere Schadstellen identifiziert, die nicht sofort behoben werden konnten. Diese stellen aktuell ein ernsthaftes Risiko dar, da umfangreiche Maßnahmen nötig sind, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

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